Eigensinn

Die Pflanze gleicht den eigensinnigen Menschen, von denen man alles erhalten kann, wenn man sie nach ihrer Art behandelt.

Johann Wolfgang von Goethe – deutscher Dichter (1749-1832), aus „Die Wahlverwandtschaften“, Zweiter Teil, Neuntes Kapitel (1809)

Zufriedenheit

Zufriedenheit macht arme Männer reich; Unzufriedenheit macht reiche Männer arm.

Benjamin Franklin – amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler (1706-1790), aus „Poor Richard Improved“ (1749), Zitateheft 2017

Mitnehmen

Wenn es Ihnen gelingt, die Menschen mitzunehmen, ist es den Menschen eigentlich egal wohin.

Harald Schmidt – deutscher Schauspieler, Schriftsteller, Entertainer und Moderator (*1957)

Menschen fördern

Wenn wir die Menschen nur nehmen, wie sie sind, so machen wir sie schlechter; wenn wir sie behandeln, als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind.

Johann Wolfgang von Goethe – deutscher Dichter (1749-1832), aus „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ (Therese zitiert Natalie, 1795/96),Zitateheft 2017

Ermutigen

Kritiker haben wir genug. Was unsere Zeit braucht, sind Menschen, die ermutigen.

wird Dr. Konrad Adenauer zugeschrieben – deutscher Politiker (CDU), 1949-63 erster Bundeskanzler (1876-1967), Zitateheft 2017

Denken statt urteilen

Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.

Dr. Carl Gustav Jung – Schweizer Psychologe (1875-1961), aus „Ein moderner Mythus: Von Dingen, die am Himmel gesehen werden“ (1958), Zitateheft 2017

Denken und Glauben

Es gibt zwei Arten von Logik des Denkens und des Glaubens: die Angst, die Geretteten zu verlieren, und der Wunsch die Verlorenen zu retten.

Papst Franziskus – eigentlich Jorge Mario Bergoglio, seit 2013 Heiliger Vater (*1936), in seiner Predigt während der Eucharistiefeier mit den neuen Kardinälen (15. Februar 2015), Zitateheft 2017

Abschied

Der Abschied von einem geliebten Menschen ist das Schwerste, das uns bevorsteht.
Die Erinnerung an ihn wird das Kostbarste, das wir haben.

Christoph Niemann – deutscher Skandinavist, Germanist und Unternehmer (*1984)

Sinn der Weihnacht

Das Kostbarste, was wir schenken können, ist die Zeit, die wir uns für einen anderen Menschen nehmen.
Wem das bewußt ist, hat den Sinn der Weihnacht verstanden.

Roswitha Bloch – deutsche Lyrikerin, Aphoristikerin, Dozentin und Lektorin (*1957), Zitateheft 2017

Weites Meer

Denk Dir ein Bild. Weites Meer.
Ein Segelschiff setzt seine weißen Segel
und gleitet hinaus in die offene See.
Du siehst, wie es kleiner und kleiner wird.
Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwindet es.

Da sagt jemand: Nun ist es gegangen.
Ein anderer sagt: Es kommt.
Der Tod ist ein Horizont,
und ein Horizont
ist nichts anderes, als die Grenze unseres Sehens.

Wenn wir um einen Menschen trauern,
freuen sich andere,
ihn hinter der Grenze wiederzusehen.

Trauergedicht von Peter Streiff

Wahrheit

Man sollte immer die Wahrheit sagen, denn irgendwann kann man sich all seine Lügen nicht mehr merken.

wird Dr. Konrad Adenauer zugeschrieben – deutscher Politiker (CDU), 1949-63 erster Bundeskanzler (1876-1967)

Verändern

Jeder will die Menschheit verändern, doch niemand denkt daran, sich zu verändern.

Leo N. Tolstoi – russischer Schriftsteller (1828-1910), aus „Three Methods of Reform“ in der Sammlung „Pamphlets“ (1900)

Sterbehilfe

Wenn Töten irgendwo und irgendwann als Option der Hilfe dargestellt wird, hat die Menschenwürde und der Rechtsstaat verloren.

Hartmut Steeb – Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz (*1953)

Leuchten lassen

Es kostet mehr Energie, einen anderen leuchten zu lassen, aber es gibt mehr Wärme.

W. Arndt Bertelsmann – deutscher Verleger (*1961)

Intellektuelle

Das Schicksal des Intellektuellen in der Staatsverwaltung: Das Nicken zu Entscheidungen, die man nicht teilt, die Durchsetzung dessen, wovon man abgeraten hat, und die Sachzwänge, die von politischen Wiederwahlzwängen oder diplomatischen Freundschaftszwängen überformt werden.

Jürgen Kaube – deutscher Diplomvolkswirt und Journalist (*1962), in einem Artikel der FAZ (18.05.2012) in Anlehnung an den amerikanischen Soziologen Robert K. Merton (1910-2003)

Glück und Unglück

Im Glück offenbart sich am stärksten das Laster, aber im Unglück die Tugend.

Sir Francis Bacon – englischer Philosoph, Politiker und Schriftsteller (1561-1626); aus dem Essay „Of Adversity“ (1625)

Fähigkeit

Ich bezahle mehr für die Fähigkeit, mit Menschen umzugehen, als für alles andere auf der Welt.

John D. Rockefeller – amerikanischer Öl-Magnat, Sonntagsschul-Lehrer und zu seiner Zeit reichster Mann der Welt (1839-1937), Zitateheft 2015

Fördern statt kontrollieren

Häufig verhalten wir uns wie Kontrolleure der Gnade und nicht wie ihre Förderer. Doch die Kirche ist keine Zollstation, sie ist das Vaterhaus, wo Platz ist für jeden mit seinem mühevollen Leben.

Papst Franziskus – eigentlich Jorge Mario Bergoglio, seit 2013 Heiliger Vater (*1936), aus dem Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“, Nr. 47 (2013), Zitateheft 2015

Freiheit

Gib Menschen Freiheiten, und sie werden Dich in Staunen versetzen.

Frank Kohl-Boas – deutscher Jurist, Google’s Personalleiter Nordeuropa (*1969), zur Personalphilosophie seines Unternehmens, Zitateheft 2015

Generationenvertrag

Wenn man’s genau betrachtet, beruht unser Sozialsystem zu großen Teilen auf einem semantischen Betrug, auf Irrtümern oder aber einer gezielt unwahren Darstellung. Beispiel Generationenvertrag. Erstens haben die Generationen gar keine Vertrag miteinander geschlossen. Zweitens setzt ein Generationenvertrag eine wirkliche Pyramide im Altersaufbau und drittens eine weitgehende Vollbeschäftigung voraus.

Alle drei Kriterien treffen nicht zu. Außerdem muß man dabei bedenken, daß auch das Wort Versicherung, so wie wir es gewöhnlich bei der Renten- und Pflegeversicherung benutzen einfach Quatsch ist (…) Versichern kann man sich nur gegen unvorhergesehene Risiken. Gegen das normale Schicksal eines Menschen kann man sich nicht versichern.

Prof. Dr. Rupert Lay SJ – deutscher Theologe, Politiker- und Managerberater (*1929), Zitateheft 2015

Veränderung

Das Leben gehört den Lebendigen an, wer lebt, muß auf Wechsel gefaßt sein.

Johann Wolfgang von Goethe – deutscher Dichter (1749-1832), aus „Wilhelm Meisters Wanderjahre“ (1821), Zitateheft 2015

Vertrauen

Ein guter Anführer regt Menschen an, ihm zu vertrauen; ein großartiger Anführer regt sie an, sich selbst zu vertrauen.

Weisheit – Zitateheft 2015

Wofür dankbar sein

Wenn Du Essen im Kühlschrank hast, Kleider am Leib, ein Dach über dem Kopf und etwas Schlaf in der Nacht, dann geht es Dir besser als 75 % der Menschen auf der Erde.

Hast Du Geld auf der Bank und in Deinem Geldbeutel und kannst Dir irgendwo ein bisschen Kleingeld sparen, dann gehörst Du zu den reichsten 8 % der Weltbevölkerung.

Wenn Du heute Morgen mit mehr Gesundheit als Krankheit aufwachst, dann bist Du gesegneter als jene Million Menschen, die diese Woche nicht überleben werden.

Wenn Du niemals den direkten Gefahren eines Krieges ausgesetzt warst oder der Einsamkeit der Gefangenschaft, der Qual der Folter oder den Schmerzen des Hungers, dann geht es Dir besser als 500 Millionen Menschen.

Wenn Du einen Gottesdienst besuchen kannst ohne Furcht vor Belästigung, Verhaftung oder Ermordung, dann bist Du besser dran als 3 Milliarden Menschen auf der Erde.

Wenn Deine Eltern immer noch leben und verheiratet sind, bist du eine Seltenheit.

Wenn Du Deinen Kopf mit einem Lächeln erhoben hast und wirklich dankbar bist, bist Du gesegnet, denn die Mehrheit kann dies tun, darf es aber nicht.

Wenn Du die Hand von jemandem halten kannst, ihn umarmen oder auch nur seine Schulter berühren, bist Du gesegnet, da Du eine helfende Berührung spenden kannst.

Wenn Du diese Zeilen lesen kannst, bist Du doppelt gesegnet: Jemand hat an Dich gedacht und außerdem bist Du keiner der 780 Millionen Menschen, die nicht lesen können.

Hab einen schönen Tag, zähle deine Segnungen und gib dies weiter um jeden daran zu erinnern, wie gesegnet wir alle sind.

Segenswunsch – Zitateheft 2016

Heimkehr

Wir sollen nicht trauern, daß wir die Toten verloren haben, sondern dankbar dafür sein, daß wir sie gehabt haben, ja auch jetzt noch besitzen:
Denn wer heimkehrt zum Herrn, bleibt in der Gemeinschaft der Gottesfamilie und ist nur vorausgegangen.

Sophronius Eusebius Hieronymus – frühchristlicher Gelehrter und Theologe, einer der vier lateinischen Kirchenlehrer (347-420), aus „Ad Eustochium virginem, Epitaphium Paulae matris“ (um 400), Zitateheft 2014

Lachen

Von den Lebewesen lacht allein der Mensch.

Aristoteles – griechischer Philosoph (384-322 v. Chr.), aus „De partibus animalium“ (4. Jh. v. Chr.), Zitateheft 2014

Gemeinsam

Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen – deutscher Sozialreformer und Politiker, Gründer der genossenschaftlichen Bewegung in Deutschland (1818-1888), Zitateheft 2016

Gemeinsam erreichen

Firmen entstehen, damit Menschen gemeinsam erreichen können, was der Einzelne alleine nicht schaffen kann.

Prof. Morten T. Hansen/Prof. Nitin Nohria – Professor an der Universität von Kalifornien (*196?)/Dekan der Harvard Business School (*1962), aus „How to Build Collaborative Advantage“ (MIT Sloan Management Review, 2004)

Große Aufgaben

Große Aufgaben gehen normalerweise an Menschen, die ihre Fähigkeit beweisen, über kleinere Aufgaben hinauszuwachsen.

amerikanisches Sprichwort

Anführer und Boss

Menschen fragen nach dem Unterschied zwischen einem Anführer und einem Boss. Der Anführer führt an und der Boss treibt an.

Theodore Roosevelt – amerikanischer Politiker, 1901-09 26. Präsident, Friedensnobelpreis 1906 (1858-1919), aus seiner Rede in Birmingham, New York, am 24. Oktober 1910

Zäune

Wer Zäune um Menschen baut, bekommt Schafe.

Anja Förster – Unternehmerin, Schriftstellerin und Vortragsrednerin (*1966)

Langes Leben

Früher starben die Menschen mit 35 Jahren, heute schimpfen sie bis 95 auf die Chemie.

wird Carl Heinrich Krauch zugeschrieben – deutscher Chemiker und Manager: Hüls AG, VEBA AG (1931-2004)

Richtig sehen

Es gibt keine unfotogenen Menschen. Man muß sie nur richtig sehen!

Josef Heinrich Darchinger – deutscher Fotojournalist (1925-2013)

Miteinander

Erst das Miteinander bringt den Reichtum des Menschseins zum Tragen. Auf jeden Einzelnen kommt es an, aber im Miteinander.

Dr. Notker Wolf OSB – Abtprimas der benediktinischen Konföderation (*1940)

Begegnungen

Nur über die Begegnungen mit anderen Menschen ist es möglich, zu neuen Ufern zu gelangen.

Sprichwort

Menschen verstehen

Unternehmen, richtige Unternehmen, sind keine Zahlen und kein Geld. Es sind Menschen. Du mußt imstande sein, Menschen zu verstehen und einzuschätzen.

André Meyer – französisch-amerikanischer Investmentbanker (Lazard), Berater der US-Präsidenten Kennedy und Johnson (1898-1979), Zitateheft 2016

Miteinander reden

Daß wir miteinander reden, macht uns zu Menschen.

Losung aus der Paartherapie

Besser machen

Meine Aufgabe ist es nicht, Menschen zu schonen, sondern sie besser zu machen.

Steve Jobs – amerikanischer Gründungsunternehmer, Apple (1955-2011), Zitateheft 2016

Abschied

Wenn uns ein geliebter Mensch verläßt, ist es, als würde sich eine Tür schließen. Doch die Pforten der Erinnerung bleiben für immer geöffnet.

Christoph Niemann – deutscher Skandinavist, Germanist und Unternehmer (*1984)

Advent

Advent ist die Zeit der Erschütterung, in der der Mensch wach werden soll für sich selbst.

Pater Alfred Delp SJ – deutscher Jesuit (1907-1945), aus „Im Angesicht des Todes. Ignatianische Impulse“ (1948), Zitateheft 2016

Sei Du selbst

Das Große ist nicht, dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein.

Søren Aabye Kierkegaard – dänischer protestantischer Theologe und Philosoph (1813-1855), gilt als einer der bedeutendsten Denker Dänemarks; aus „Entweder – Oder. Ein Lebensfragment“ („Enten – Eller“, 1843), Zitateheft 2016

Jahreslosung 2016

Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

Die Bibel, Jesaja 66,13 (LUT) – Zitateheft 2016

Menschenwürde

Ich wünsche mir die Familie mit Mann, Frau und Kindern, die Geschwister haben, zurück, und eine Welt, die Gott sucht und vielleicht findet – damit klar ist, daß die Menschenwürde für niemanden disponibel ist, nicht für die Wirtschaft und nicht für die Medien.

Prof. Dr. Norbert Walter – deutscher Ökonom, 1990-2009 Chefvolkswirt der Deutsche Bank AG (1944-2012), Zitateheft 2014

Mensch oder Maschine

Wenn ein Deutscher eine Maschine bedient, dann leuchten seine Augen. Wenn er einen Menschen bedienen soll, sträuben sich ihm die Haare.

Günter Rexrodt – deutscher Politiker (FDP), 1993-98 Bundeswirtschaftsminister (1941-2004), Zitateheft 2014

Umkehr und Erneuerung

Alle Umkehr und Erneuerung muß bei mir selber anfangen.

wird Dietrich Bonhoeffer zugeschrieben – deutscher evangelischer Theologe (Bekennende Kirche) und Widerstandskämpfer (1906-1945), Zitateheft 2014

Freundliche Worte

Freundliche Worte kosten nichts, bringen aber viel ein.

wird Blaise Pascal zugeschrieben – französischer Mathematiker und Philosoph (1623-1662)

Selbstüberschätzung

Wer sich zu wichtig für kleine Arbeiten hält, ist oft zu klein für wichtige Arbeiten.

wird Jacques Tati zugeschrieben – eigentlich Jacques Tatischeff, französischer Schauspieler und Regisseur (1907-1982)

Wirkungskreis

Jeder Mensch hat einen gewissen Kreis, in welchem er auf unnachahmliche Weise wirken kann. Je kleiner sein Reich, desto gesammelter seine Kraft.

Weisheit, wird häufig Johann Wolfgang von Goethe zugeschrieben – deutscher Dichter (1749-1832), dies konnte aber von der Klassik Stiftung Weimar nicht bestätigt werden, Zitateheft 2013

Gefühle sind stärker

Ich habe gelernt, daß die Menschen vergessen werden, was Du gesagt hast. Die Menschen werden vergessen, was Du getan hast. Aber die Menschen werden niemals vergessen, welche Gefühle Du in ihnen hervorgerufen hast.

Dr. Maya Angelou – amerikanische Autorin und Menschenrechts-Aktivistin (1928-2014), Zitateheft 2013

Bedeutung

Es gibt kaum ein beglückenderes Gefühl, als zu spüren, daß man für andere Menschen etwas sein kann.

Dietrich Bonhoeffer – deutscher evangelischer Theologe (Bekennende Kirche) und Widerstandskämpfer (1906-1945), aus seinem Brief an Eberhard Bethge aus der Haft vom 14.08.1944

Team

Letzten Endes kann man alle wirtschaftlichen Vorgänge auf drei Worte reduzieren: Menschen, Produkte und Gewinne. Wenn man kein gutes Team hat, kann man mit den beiden anderen nicht viel anfangen.

Lee Iacocca – amerikanischer Unternehmer, Retter von Chrysler (*1924), Zitateheft 2016

Samen

Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche.

Tertullian – früher christlicher Schriftsteller (* um 150, + um 230), Zitateheft 2013

Über das Glücklichsein

Wenn Du eine Stunde lang glücklich sein willst, mach ein Nickerchen. Wenn Du einen Tag glücklich sein willst, geh fischen. Wenn Du ein Jahr lang glücklich sein willst, habe ein Vermögen. Wenn Du ein Leben lang glücklich sein willst, hilf Deinen Nächsten.

chinesische Weisheit, gehört von Prem Watsa – kanadischer Investor, Vorsitzender und Gründer von Fairfax Financial Holdings  (*1950), Zitateheft 2013

Gutes

Wer das Gute in anderen sucht, entdeckt das Beste in sich selbst.

wird Martin Walsh zugeschrieben – englischer Filmcutter (*1955), Zitateheft 2013

Zusammenhalt

Die Familie, die zusammen betet, hält zusammen.

Al Scalpone – amerikanischer Schriftsteller und Werbetexter (1913-2000), Zitateheft 2013

Vergebung

Vergib stets Deinen Feinden, nichts ärgert sie mehr.

wird oft Oscar Wilde zugeschrieben – irischer Schriftsteller (1854-1900), kann aber in seinen Schriften nicht nachgewiesen werden, Zitateheft 2012

Segen

Es gibt nichts Größeres, als daß ein Mensch ein Segen für andere ist.

Dietrich Bonhoeffer – deutscher evangelischer Theologe (Bekennende Kirche) und Widerstandskämpfer (1906-1945), aus einem Brief an Maria von Wedemeyer von Ende April 1944, Zitateheft 2012

Freundlichkeit

Sei freundlich, denn jeder, den Du triffst, führt einen harten Kampf.

wird Platon zugeschrieben – griechischer Philosoph (etwa 428-348 v. Chr.), Zitateheft 2012

Freiheit

Für mich ist Ethik verantwortliches Handeln in Freiheit. Die Freiheit steht immer im Zentrum, aber sie stößt dort an Grenzen, wo sie mit der Freiheit anderer in Konflikt gerät. Wer mehr Freiheit, mehr Fähigkeiten und mehr Ressourcen hat, der hat auch eine größere Verantwortung, sich zu engagieren.

Dr. Peter A. Wuffli – Schweizer Verwaltungsrat und Stifter, Autor des Buches „Liberale Ethik – Orientierungsversuch im Zeitalter der Globalisierung“ im Stämpfli Verlag Bern (*1957), auf die Frage „Was ist Ethik?“ in der „Fankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 5. Dezember 2010, Zitateheft 2012

Freiheit oder Tyrannei

Wenn die Menschen die Regierung fürchten, ist das Tyrannei.
Wenn die Regierung die Menschen fürchtet, ist das Freiheit.

John Basil Barnhill – amerikanischer Autor, Zitateheft 2012

Feiern

Wer sich nicht feiern läßt, ist leidensscheu.

wird Otto Dibelius zugeschrieben – deutscher evangelischer Theologe, 1945-66 Bischof von Berlin, 1949-61 Vorsitzender des Rates der EKD (1880-1967), soll dies bei der Feier seines 80. Geburtstages am 15. Mai 1960 gesagt haben, Zitateheft 2012

Einstellungssache

Optimisten werden jeden Abend um einen Tag reicher, Pessimisten um einen Tag ärmer.

Ernst Ferstl – österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker (*1955), Zitateheft 2012

Christus

In jedem Menschen Christus sehen.

Benedikt von Nursia – Gründer des Benediktinerordens (etwa 480-547), Zitateheft 2012

Beten

Wenn Du bloß betest, so betest Du für Dich allein. Wenn Du aber für alle betest, so beten alle für Dich.

Ambrosius von Mailand – römischer Politiker und Theologe, einer der vier lateinischen Kirchenlehrer, 374-397 Erzbischof von Mailand (339-397), Zitateheft 2012

Alter

Für mich ist hohes Alter immer 15 Jahre älter als ich bin.

Bernard M. Baruch – amerikanischer Finanzier, Berater mehrerer amerikanischer Präsidenten (1870-1965), an seinen 85. Geburtstag, zitiert in „The Observer“, 21.08.1955, Zitateheft 2012

Alle Lichter

Alle Lichter, die wir anzünden, zeugen von dem Licht, das da erschienen ist in der Dunkelheit.

Friedrich von Bodelschwingh – deutscher evangelischer Theologe und Gründer der Anstalten Bethel, Sarepta und Nazareth (1831-1910), Zitateheft 2012

Zivilisation

Das Maß der Zivilisation eines Menschenschlags ist sein Wille, den weniger Glücklichen eine helfende Hand zu reichen. Ein Menschenschlag, genau wie ein einzelner Mensch, erhöht sich selbst, indem er Andere erhöht.

Booker T. Washington – amerikanischer Pädagoge, Sozialreformer und Bürgerrechtler (1856-1915), Zitateheft 2011

Wertschätzung

Wertschöpfung durch Wertschätzung. Wer den Menschen achtet, kann auch reich werden – und selber Mensch bleiben.

Pater Anselm Grün – Mönch und Cellerar der Benediktinerabtei Münsterschwarzach (*1945), Zitateheft 2011

Toleranz

Man muß mit seinen Feinden leben, da man nicht jedermann zum Freund haben kann.

Alexis de Tocqueville – französicher Publizist und Politiker (1805-1859), aus einem Brief an Eugène Stoffels, 16.9.1823, Zitateheft 2011

Rückgrat

Bitte nicht um eine leichte Bürde – bitte um einen starken Rücken.

wird Theodore Roosevelt zugeschrieben – amerikanischer Politiker, 1901-09 26. Präsident, Friedensnobelpreis 1906 (1858-1919), Zitateheft 2011

Lächeln

Lächeln ist die eleganteste Art, einem Gegner die Zähne zu zeigen.

wird Werner Finck zugeschrieben – deutscher Kabarettist (1902-1978), Zitateheft 2011

Haltung

Haltung heißt: für etwas einstehen, sich nicht verbiegen lassen, nicht von kurzfristigen Moden, nicht von unrealistischen Gewinnerwartungen.

Prof. Dr. Heribert Prantl – deutscher Journalist und Publizist (*1953), in der Preisrede anläßlich der Verleihung des Cicero-Rednerpreises 2010, Zitateheft 2011

Genie und Fleiß

Geniale Menschen beginnen große Werke,
fleißige Menschen vollenden sie.

wird Leonardo da Vinci zugeschrieben – italienischer Universalgelehrter (1452 – 1519), Zitateheft 2011

Gebete

Wir waren auf alles vorbereitet. Nur nicht auf Kerzen und Gebete.

Horst Sindermann – deutscher Politiker, Mitglied des Zentralkommitees der SED (1915-1990), zur friedlichen Revolution 1989 in Ostdeutschland, Zitateheft 2011

Frieden

Wenn eines Menschen Wege dem Herrn wohlgefallen, so läßt er auch seine Feinde mit ihm Frieden machen.

Die Bibel, Sprüche 16,7 (LUT) – Zitateheft 2011

Entschlossenheit

Man kann nichts Großes zuwege bringen ohne große Menschen, und diese sind groß, weil sie groß sein wollen.

Charles de Gaulle – französischer Staatsmann, 1959-69 Präsident der Fünften Republik (1890-1970), aus „Die Schneide des Schwertes“ („Vers l’armée de métier“, 1934), Zitateheft 2011

Entscheiden

Wo nicht mehr angebetet wird, wo nicht Gott zuerst die Ehre gegeben wird, da können auch die Dinge des Menschen nicht wachsen. Mir hat einer der Staatspräsidenten, die mich in letzter Zeit besucht haben, gesagt, was ihn am meisten beunruhige sei die verbreitete Unfähigkeit, endgültige Entscheidungen zu treffen, in der Meinung, man gebe dann seine Freiheit preis. In Wirklichkeit wird der Mensch erst frei, wenn er sich gebunden hat, wenn er eine Wurzel gefunden hat, dann kann Reifen und Wachstum geschehen.

Papst Benedikt XVI. – eigentlich Joseph Ratzinger, 2005-13 Heiliger Vater (*1927), bei seiner Begegnung mit deutschen Bischöfen am 21.8.2005, Zitateheft 2011

Ehrenamt

Schafft Euch ein Nebenamt, ein unscheinbares, vielleicht ein geheimes Nebenamt. Tut die Augen auf und suchet, wo ein Mensch oder ein Menschen gewidmetes Werk ein bißchen Zeit, ein bißchen Freundlichkeit, ein bißchen Teilnahme, ein bißchen Gesellschaft, ein bißchen Arbeit eines Menschen braucht.

Vielleicht ist es ein Einsamer, oder ein Verbitterter, oder ein Kranker, oder ein Ungeschickter, dem du etwas sein kannst. Oder ein gutes Werk braucht Freiwillige, die einen freien Abend opfern oder Gänge tun können. Wer kann die Verwendungen alle aufzählen, die das kostbare Betriebskapital, Mensch genannt, haben kann! An ihm fehlt es an allen Ecken und Enden. Drum suche, ob sich nicht eine Anlage für dein Menschentum findet. Laß Dich nicht abschrecken, wenn Du warten oder experimentieren mußt. Auch auf Enttäuschungen sei gefaßt. Aber laß Dir ein Nebenamt, in dem Du Dich als Mensch an Menschen ausgibst, nicht entgehen. Es ist Dir eines bestimmt, wenn Du es nur richtig willst.

Albert Schweitzer – deutsch-französischer Missionsarzt, Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965), aus „Kulturphilosophie“ (1923), Zitateheft 2011

Gelegenheit

Die meisten Menschen versäumen die Gelegenheit, weil sie Arbeitskleidung trägt und nach Anstrengung aussieht.

Thomas Alva Edison – amerikanischer Erfinder (1847-1931)

Dem Volk aufs Maul schauen

Man muß die Mutter im Hause, die Kinder auf der Gassen, den gemeinen Mann auf dem Markt drum fragen und denselbigen auf das Maul sehen, wie sie reden, und darnach dolmetschen; da verstehen sie es denn und merken, daß man Deutsch mit ihnen redet.

Martin Luther – deutscher Reformator (1483-1546), aus dem „Sendbrief vom Dolmetschen“ (1530), Zitateheft 2011

Charakter

Kümmere Dich mehr um Deinen Charakter als um Deinen Ruf, denn Dein Charakter ist, wie Du wirklich bist, während Dein Ruf nur das ist, was andere von Dir denken.

John Wooden – amerikanischer Basketballspieler und -trainer (1910-2010), Zitateheft 2011

Wahrheit als Brücke

Es kostet uns enorm viel Mut, einem Bekannten die Wahrheit zu sagen. Wenn wir etwas sagen, das schmerzhaft für ihn ist, könnten wir auf Ablehnung stoßen und es besteht die große Wahrscheinlichkeit, daß man uns sagt, wir sollten uns nicht in Dinge einmischen, die uns nichts angehen. Wir sprechen die Wahrheit deshalb nur so lange aus, wie es bequem für uns ist und uns nichts kostet. Ähnlich ergeht es uns oft mit der Wahrheit über uns selbst. Wir haben Angst, daß wir das Gehörte nur schwer ertragen.

Nur mit dem Mut zur Wahrheit können jedoch dauerhaft Brücken zwischen den Herzen der Menschen entstehen.

Jesus ist der größte Brückenbauer, den die Menschheit jemals hatte.

Bernhard Müller – deutscher Unternehmensberater (*1960), Zitateheft 2010

Vergeben

Eines der Geheimnisse eines langen und erfolgreichen Lebens ist es, jedem alles jede Nacht, bevor man zu Bett geht, zu vergeben.

wird Bernard M. Baruch zugeschrieben – amerikanischer Finanzier, Berater mehrerer amerikanischer Präsidenten (1870-1965), Zitateheft 2010

Predigt

Eine gute Predigt ist eine dosierte Provokation.

Prof. Achim Härtner – deutscher evangelischer Theologe (*1960), Zitateheft 2010

Mitmensch

Wo aus Übermut Sanftmut und aus Wankelmut Wandelmut wird, wo aus Eigensinn Gemeinsinn, aus Leid Mitleid, aus Hartherzigkeit Barmherzigkeit, aus Vergeltung Vergebung, aus Sorge Fürsorge, aus Vorherrschaft Partnerschaft und aus dem Geschöpf das Mitgeschöpf wird – da wird aus dem Menschen ein Mitmensch.

Friedrich Schorlemmer – deutscher Theologe, (*1944), aus Friedenspreisrede von 1993, Zitateheft 2010

Menschlichkeit

Der Mensch darf niemals aufhören, Mensch zu sein. In aller Tätigkeit darfst Du nie unpersönliche Energie, Ausführungsorgan irgendeiner Sache, Beauftragter einer Gesellschaft sein, sondern Du mußt Dich in allem mit Deiner persönlichen Sittlichkeit auseinandersetzen, so unbequem, so verwirrend es für Dich ist, und versuchen, in allem, was Du tun mußt, nach der Menschlichkeit zu verfahren und die Verantwortung für das Los, das Du einem anderen Menschen bereitest, zu tragen.

Albert Schweitzer – deutsch-französischer Missionsarzt, Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965), aus A. Schweitzer, Predigten 1898-1948 (hrsg. von R. Büllmann, E. Gräßler, München 2001), Zitateheft 2010

Maß der Wirtschaft

Das Maß der Wirtschaft ist der Mensch; das Maß des Menschen ist sein Verhältnis zu Gott.

Wilhelm Röpke – deutscher Ökonom und Sozialphilosoph, mit Walter Eucken, Alfred Müller-Armack und Ludwig Erhard Vater der sozialen Marktwirtschaft (1899-1966), Zitateheft 2010

Kirche

Die Kirche ist ein Hospital für Sünder, kein Museum für Heilige.

wird Abigail van Buren zugeschrieben – eigentlich Pauline Esther Friedman Phillips, amerikanische Ratgeberkolumnistin (1918-2013), Zitateheft 2010

Europa

Europa ist wie eine Wohngemeinschaft. Jeder greift in die Haushaltskasse, aber keiner bringt den Müll runter.

wird Matthias Beltz zugeschrieben – deutscher Kabarettist (1945-2002), Zitateheft 2010

Erben

Man erbt kein Vermögen, man erbt Verantwortung.

Reinhard Zinkann – deutscher Unternehmer, Mitbegründer der Miele & Cie. KG (1869-1939), Motto der Miele-Geschäftsleitung, Zitateheft 2010

Genies

Alle genialen Menschen sind gewissermaßen Blutsauger. Sie ernähren sich alle von demselben Stoff – dem Blut des Lebens … Der Ursprung der Dinge hat nichts Geheimnisvolles an sich. Wir alle sind Teil der Schöpfung, sind Könige, Dichter, Musiker; wir müssen uns nur öffnen, müssen nur entdecken, was schon da ist.

Henry Miller – amerikanischer Schriftsteller und Maler (1891-1980), aus „Sexus“ (1949)

Wahrheit

Laß uns also sein, was wir sind, und sagen, was wir denken, und in allen Dingen der Wahrheit treu bleiben.

Henry Wadsworth Longfellow – amerikanischer Dichter (1807-1882), aus „The Courtship of Miles Standish“ (1858)

Jung bleiben

Ein Mensch ist erst alt, wenn Reue den Platz von Träumen einnimmt.

John Barrymore – amerikanischer Schauspieler (1882-1942), so zitiert in der Biographie „Good Night, Sweet Prince: The Life and Times of John Barrymore“ von Gene Fowler (1949)

Perfekte Gemeinde

Wenn Du auf eine vollkommene Gemeinde wartest, mußt Du warten, bis Du in den Himmel kommst; und wenn Du doch eine vollkommene Gemeinschaft auf der Erde finden könntest, würde sie Dich sicherlich nicht in ihrer Mitte aufnehmen, denn Du selbst bist nicht vollkommen.

Charles Haddon Spurgeon – englischer Baptistenpastor (1834-1892), aus „Additions to the Church“, Predigt 1167 (1874)

Gastfreundschaft

Das ist aller Gastfreundschaft tiefster Sinn, daß ein Mensch dem andern Rast gebe auf der großen Wanderschaft zum ewigen Zuhaus.

Romano Guardini – katholischer Religionsphilosoph und Theologe (1885-1968), aus „Briefe über die Selbstbildung“ (1925)

Angst vor dem Tod

Die meisten Menschen haben Angst vor dem Tod, weil sie nicht genug aus ihrem Leben gemacht haben.

wird Sir Peter Ustinov zugeschrieben – englischer Schauspieler und Schriftsteller (1921-2004)

Einfache Dinge

In den 35 Jahren, in denen ich Value Investment betreibe, habe ich keinerlei Trend in diese Richtung gesehen. Es scheint einen verwunderlichen menschlichen Charakterzug zu geben, der einfache Dinge gerne schwierig macht.

Warren Buffett – amerikanischer Value-Investor, Chairman von Berkshire Hathaway (*1930)

Menschlichkeit

Um attraktive Lippen zu haben, sprich liebenswürdige Worte.

Um reizende Augen zu haben, suche das Gute in den Menschen.

Um schlank zu sein, teile Dein Essen mit den Hungernden.

Um schönes Haar zu haben, laß Deines einmal täglich von einem Kind mit seinen Fingern zerzausen.

Um gelassen zu sein, gehe Deinen Weg mit der Gewißheit, daß Du ihn niemals alleine gehen wirst.

Menschen müssen, mehr noch als Dinge, restauriert, erneuert, wiederbelebt, verbessert und erlöst werden; laß niemals jemanden fallen.

Vergiß nicht, wann immer Du eine helfende Hand benötigst, Du wirst eine am Ende eines jeden Deiner Arme finden.

Wenn Du älter wirst, wirst Du entdecken, daß Du zwei Hände hast; eine um Dir selbst zu helfen und die andere um anderen zu helfen.

Audrey Hepburn – amerikanische Schauspielerin (1929-1993), Zitateheft 2005

Offenheit

Es gibt eine ausgezeichnete Regel: Im Umgang mit anderen – ob geschäftlich oder gesellschaftlich – soll man Offenheit und Transparenz üben. Der offene Mensch beschreitet eine feste Brücke über einen Fluß, während der Heimlichtuer von Stein zu Stein hüpft.

wird Malcolm S. Forbes zugeschrieben – amerikanischer Verleger, Forbes Magazine (1919-1990), gefunden im Jahresbericht 2008 der Swiss Small Cap Invest AG

Vater und Sohn

Auf die Frage, ob er seinen Vater übertreffen wolle: „Nein, ich habe immer versucht, ihn in nichts zu kopieren – manchmal etwas töricht. Mein Freund Peter Handke und ich haben mal dem französischen Avantgarde-Regisseur Jean-Luc Godard einen Bambi verliehen. Eine vollkommen sinnlose Aktion. Ich glaube, mein Vater ist oft an mir verzweifelt.“

Dr. Hubert Burda – deutscher Verleger: Hubert Burda Media (*1940), aus einem Interview in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 30.1.2005

Unnachahmbar

Weil wir nicht einfach sind, sind wir unnachahmbar.

Ueli Prager – Gründer der Schweizer Gastronomiekette „Mövenpick“ (1916-2011)

Bewahre Dein Alter

Du bist so jung, wie Deine Zuversicht

Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt – sie ist ein Geisteszustand.
Sie ist Schwung des Willens, Regsamkeit und Fantasie,
Stärke der Gefühle, Sieg des Mutes über die Feigheit,
Triumph der Abenteuerlust über die Trägheit.

Niemand wird alt, weil er eine Anzahl Jahre hinter sich gebracht hat.
Man wird nur alt, wenn man seinen Idealen Lebewohl sagt.
Mit den Jahren runzelt die Haut,
mit dem Verzicht auf Begeisterung aber runzelt die Seele.
Sorgen, Zweifel, Mangel an Selbstvertrauen, Angst und Hoffnungslosigkeit,
das sind die langen, langen Jahre,
die das Haupt zur Erde ziehen und den aufrechten Gang in den Staub beugen.

Ob siebzig oder siebzehn,
im Herzen eines jeden Menschen wohnt die Sehnsucht nach Wunderbarem,
das erhebende Staunen beim Anblick der ewigen Sterne und der ewigen Gedanken und Dinge,
das furchtlose Wagnis, die unersättliche kindliche Spannung,
was der nächste Tag bringen möge, die ausgelassene Freude und Lebenslust.

Du bist so jung wie Deine Zuversicht, so alt wie Deine Zweifel.
So jung wie Dein Selbstvertrauen, so alt wie Deine Furcht,
So jung wie Deine Hoffnung, so alt wie Deine Verzagtheit.
Solange die Botschaften der Schönheit, Freude,
Kühnheit, Größe von der Erde, den Menschen und dem Unendlichen Dein Herz erreichen,
solange bist Du jung.

Erst wenn die Flügel nach unten hängen und das Innere Deines Herzens vom Schnee des Zynismus bedeckt sind, dann bist Du wahrhaftig alt geworden.

wird Albert Schweitzer zugeschrieben – deutsch-französischer Missionsarzt, Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965)

Heftigkeit

Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt.

Johann Wolfgang von Goethe deutscher Dichter (1749-1832), aus „Torquato Tasso“, 4. Aufzug „Antonio“ (1790)

Reichtum

Das Größte und Beste, das Du für jemanden tun kannst, ist nicht, Deinen Reichtum mit ihm zu teilen, sondern vielmehr den Reichtum, der bereits in ihm liegt, zu offenbaren.

wird Benjamin Disraeli zugeschrieben – englischer Schriftsteller und Politiker, 1868 und 1874-80 Premierminister (1804-1881)

Gegensätze

Ich habe das Schweigen von den Redseligen gelernt, die Toleranz von den Unduldsamen. Und doch bin ich diesen Lehrern nicht dankbar.

Khalil Gibran – libanesischer Dichter, Philosoph und Maler, auch Kahlil Gibran (1883-1931), aus „Sand und Schaum” (1926)

Wirkung

Was Dein Wort zu bedeuten hat, erfährst Du durch den Widerhall, den es erweckt.

Marie von Ebner-Eschenbach – österreichische Schriftstellerin (1830-1916), aus „Aphorismen“ (1893)

Gesetze

Nicht weil die Menschen Gesetze erlassen haben, gibt es Persönlichkeit, Freiheit und Eigentum. Im Gegenteil, weil Persönlichkeit, Freiheit und Eigentum vorherbestehen, erlassen die Menschen Gesetze.

Frédéric Bastiat – französicher Ökonom und Journalist (1801-1850), aus „Der Staat – die große Fiktion“

Erfülltes Leben

Im Glauben daran, daß es genügt, so zu sein, wie man ist, liegt der Schlüssel zu einem befriedigenden und ausgewogenen Leben.

Ellen Sue Stern – amerikanische Lebensberaterin und Autorin (*1954)

Wozu?

Ich war nur eine Maschine zum Geld machen. Es sieht aus, als habe ich mein ganzes Leben in einem goldenen Tunnel verbracht, auf der Suche nach dem Ausgang, der zum Glück führt. Aber der Tunnel ging immer weiter. Nach meinem Tod wird nichts übrig sein.

wird Aristoteles Onassis zugeschrieben – griechischer Reeder (1906-1975), galt zu seiner Zeit als einer der reichsten Männer der Welt

Was die Welt braucht

Frage Dich nicht, was die Welt braucht. Frage Dich, was Dich lebendig macht und dann geh‘ hin und tue das Entsprechende. Denn die Welt braucht nichts so sehr, wie Menschen, die lebendig geworden sind.

John Eldredge – amerikanischer christlicher Ratgeber und Autor (*1960)

Menschen gewinnen

Wer Menschen gewinnen will, muß das Herz zum Pfande einsetzen.

Adolph Kolping – deutscher Priester, Gründer des Kolpingwerkes (1813-1865), Kolpingschriften Band 3, S. 177, Original erschienen im „Vereinsorgan“ 1850

Geld einsetzen

Wenn ein Mensch stolz auf seinen Reichtum ist, soll er nicht gerühmt werden, bevor bekannt ist, wie er ihn einsetzt.

wird Sokrates zugeschrieben – griechischer Philosoph (469-399 v. Chr.)

Himmelreich

Wenn wir glauben, daß der Himmel unsere Heimat ist, dann sollen wir auch unsere Reichtümer dahin schaffen, statt sie hier zurückzuhalten, wo sie uns bei plötzlichem Aufbruch verlorengehen könnten.

Johannes Calvin – eigentlich Jean Cauvin, französischer Reformator und Begründer des Calvinismus (1509-1564)

Verschwendung

Zu viele Leute geben Geld aus, das sie nicht verdient haben, um Dinge zu kaufen, die sie nicht wollen, um Leute zu beeindrucken, die sie nicht mögen.

William Penn Adair „Will“ Rogers – amerikanischer Humorist (1879-1935)

Neid

Der Mensch gönnt seiner Gattung nichts, daher hat er die Gesetze erfunden. Darf er schon nicht, dann sollen die anderen aber auch nicht.

Kurt Tucholsky – deutscher Schriftsteller (1890-1935), aus „Der Mensch“, erschienen in „Die Weltbühne“ 27. Jahrgang 1931, Nr. 24, S. 889-890

Pressescheu

Über Ludwig van Beethoven, zur Erläuterung der Pressescheu des Komponisten: „Medien? – Han ich keen Zick für. (Medien? – Habe ich keine Zeit für.)“

Konrad Beikircher – deutscher Kabarettist (*1945)

Alter

Ein Mensch ist so alt wie seine Ansichten.

Gerhard Kocher – Schweizer Gesundheitsökonom und Aphoristiker (*1939)

Verantwortung

Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit; das ist der Grund, weshalb die meisten Menschen sich vor ihr fürchten.

George Bernard Shaw – irischer Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1925 (1856-1950), Zitateheft 2005

Was Ausgaben verraten

Gib mir fünf Minuten mit jemandes Kontoauszügen und ich sage Dir, wo sein Herz ist.

wird Billy Graham zugeschrieben – eigentlich William Franklin Graham jr., amerikanischer Prediger (*1918)

Gretchenfrage

Das eigentliche, einzige und tiefste Thema der Welt- und Menschengeschichte, dem alle übrigen untergeordnet sind, bleibt der Konflikt des Glaubens und des Unglaubens.

Johann Wolfgang von Goethe – deutscher Dichter (1749-1832), aus „West-östlicher Divan“ (1819)

Gutmenschentum

Es ist viel einfacher, Sympathie mit dem Leiden zu haben als mit Entschluß. Dementsprechend setzen sie sich sehr ernsthaft und sehr sentimental mit bewundernswerten, aber fehlgeleiteten Absicht an die Aufgabe, dieses Übel, das sie sehen, zu bekämpfen. Aber ihre Bemühungen heilen diese Krankheit nicht, sie verlängern sie bloß. Tatsächlich sind diese Bemühungen ein Teil der Krankheit.

Oscar Wilde – irischer Schriftsteller (1854-1900), aus „Die Seele des Menschen im Sozialismus“ (1891), Zitateheft 2004

Lebenserfüllung

Die meisten Menschen möchten lange leben, aber sie möchten nicht, daß man es ihnen ansehen kann, daß ihr Wunsch in Erfüllung gegangen ist.

schwedisches Sprichwort – aus einer Sammlung von Gunnel (*1941) und Kjell Swärd (*1937), Zitateheft 2004

Üble Nachrede

„Es ist eine allgemeinschändliche Plage, daß jedermann lieber Böses als Gutes von dem Nächsten sagen hört… Das heißt nur Afterredner…, wenn sie ein Stücklein von einem anderen wissen, tragen es in alle Winkel und haben eine Freude daran, daß sie eines anderen Schmutz aufwühlen können, wie die Säue, die sich im Kot wälzen und mit dem Rüssel darin wühlen.“

Martin Luther – deutscher Reformator (1483-1546) zum achten Gebot „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden gegen Deinen Nächsten“, Zitateheft 2002

Vererben

Wenn Du Deinen Kindern viel Reichtum hinterlassen willst, dann gib sie in Gottes Fürsorge und hinterlaß ihnen nicht Reichtümer, sondern Tugenden und Qualifikationen.

Johannes Chrysostomos – eigentlich Johannes von Antiochien, griechischer Kirchenlehrer, 398-407 Erzbischof von Konstantinopel (344 oder 349-407), Zitateheft 2009

Moral

Eine Moral, die dabei die Sachkenntnis der Wirtschaftsgesetze überspringen zu können meint, ist nicht Moral, sondern Moralismus, also das Gegenteil von Moral. Eine Sachlichkeit, die ohne das Ethos auszukommen meint, ist Verkennung der Wirklichkeit des Menschen und damit Unsachlichkeit.

Papst Benedikt XVI. – eigentlich Joseph Ratzinger, 2005-13 Heiliger Vater, (*1927), Zitateheft 2009

Migranten

Migranten brechen nicht so häufig die Gesetze, wie vielmehr die Gesetze die Migranten brechen.

Hernando de Soto – peruanischer Ökonom (*1941), aus „Freiheit für das Kapital! Warum der Kapitalismus nicht weltweit funktioniert“ (2002), Kapitel 2: Gesetzliche Hindernisse, Zitateheft 2009

Fehler

Alle Fehler, die man hat, sind verzeihlicher als die Mittel, die man anwendet, um sie zu verbergen.

François de La Rochefoucauld – französcher Aphoristiker (1613-1680), aus „Unterdrückte Maximen“, Zitateheft 2009

Formen

Erst formen wir unsere Institutionen, dann formen diese Institutionen uns.

Sir Winston L. Churchill – britischer Politiker, 1940-45 und 1951-55 Premierminister, Literaturnobelpreis 1953 (1874-1965) in seiner Rede zum Wiederaufbau des Unterhauses, Zitateheft 2009

Charaktere

Die Welt besteht aus denen, die etwas in Gang setzen, denen, die zusehen, wie etwas geschieht, und denen, die fragen, was geschehen ist.

Norman R. Augustine – amerikanischer Manager, ehemaliger CEO Lockheed Martin Corporation (*1935), Zitateheft 2009

Bekehrung

Es gibt drei Bekehrungen: die Bekehrung des Herzens, des Verstandes, des Geldbeutels.

wird Martin Luther zugeschrieben – deutscher Reformator (1483-1546), Zitateheft 2009

Auswandern

Egal, wo Ihr hinzieht, Ihr nehmt Euch selber immer mit.

Manfred Kock – deutscher Theologe, 1997-2003 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und Ratsvorsitzender der EKD (*1936), Zitateheft 2009

Schlechte Geschäfte

Nach einigen Fehlern lernte ich, nur mit Leuten Geschäfte zu machen, die ich mag, denen ich traue und die ich bewundere. Wir haben es nie geschafft, ein gutes Geschäft mit einem schlechten Menschen zu machen.

Warren Buffett – amerikanischer Value-Investor, Chairman von Berkshire Hathaway (*1930), Zitatebuch 2002 + 2006

Söldnertum

Eine Tätigkeit nur des Geldes wegen anzunehmen ist wie jemanden des Geldes wegen heiraten – was besonders dumm ist, wenn Sie bereits reich sind.

Warren Buffett – amerikanischer Value-Investor, Chairman von Berkshire Hathaway (*1930), Zitateheft 2006

Menschen kennenlernen

Wer Menschen kennenlernen will, muß nur abwarten und zuhören können. Schließlich enthüllt jeder sich selbst.

Oswald Bumke – deutscher Psychiater und Neurologe, 1828-29 Rektor der Universität München (1877-1950)

Denkfaul

Es gibt nichts, worauf der Mensch nicht zurückgreifen würde, um die wirkliche Arbeit des Denkens zu vermeiden.

Sir Joshua Reynolds – englischer Maler (1723-1792)

Desidirata

Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann. Stehe – soweit ohne Selbstaufgabe möglich – in freundlicher Beziehung zu allen Menschen. Äußere deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, auch den Geistlosen und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte. Meide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist. Wenn Du Dich mit anderen vergleichst, könntest Du bitter werden und Dir nichtig vorkommen; denn immer wird es jemanden geben, größer oder geringer als Du.

Freue Dich Deiner eigenen Leistungen wie auch Deiner Pläne. Bleibe weiter an Deiner Laufbahn interessiert, wie bescheiden auch immer. Sie ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten.

In Deinen geschäftlichen Angelegenheiten laß Vorsicht walten; denn die Welt ist voller Betrug. Aber dies soll Dich nicht blind machen gegen gleichermaßen vorhandene Rechtschaffenheit. Viele Menschen ringen um hohe Ideale; und überall ist das Leben voller Heldentum. Sei Du selbst, vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung. Noch sei zynisch was die Liebe betrifft; denn auch im Angesicht aller Dürre und Enttäuschungen ist sie doch immerwährend wie das Gras.

Ertrage freundlich-gelassen den Ratschluß der Jahre, gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf. Stärke die Kräfte des Geistes, damit sie Dich in plötzlich hereinbrechendem Unglück schütze. Aber beunruhige Dich nicht mit Einbildungen. Viele Befürchtungen sind Folge von Erschöpfung und Einsamkeit. Bei einem heilsamen Maß an Selbstdisziplin sei gut zu Dir selbst. Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und die Sterne; Du hast ein Recht hier zu sein. Und ob es Dir nun bewußt ist oder nicht: Zweifellos entfaltet sich das Universum wie vorgesehen.

Darum lebe in Frieden mit Gott, was für eine Vorstellung Du auch von ihm hast und was immer Dein Mühen und Sehnen ist. In der lärmenden Wirrnis des Lebens erhalte Dir den Frieden Deiner Seele. Trotz allem Schein, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen ist diese Welt doch wunderschön. Sei vorsichtig. Strebe danach, glücklich zu sein.

Max Ehrmann – amerikanischer Jurist und Schriftsteller (1872-1945), geschrieben 1927

Geduld

Habe Geduld in allen Dingen, vor allem aber mit Dir selbst.

Franz von Sales – Bischof von Genf, Ordensgründer (1567-1622)

Märchen

Früher fingen Märchen immer mit den Worten „Es war einmal“ an. Heutzutage beginnen sie alle mit „Wenn ich gewählt werde“.

aus der politischen Satire

Zerstreutheit

Zerstreutheit ist ein Zeichen von Klugheit und Güte. Dumme und boshafte Menschen sind immer geistesgegenwärtig.

wird Charles Josef Fürst von Ligne zugeschrieben – belgischer Offizier, Diplomat in für Österreich und Schriftsteller (1735-1814)

Anstand oder Berechnung

Es ist schwierig zu beurteilen, ob ein aufrichtiges und ehrliches Benehmen das Ergebnis der Anständigkeit oder der Berechnung ist.

François de La Rochefoucauld – französcher Aphoristiker (1613-1680), aus “Sätze aus der höhern Welt- und Menschenkunde” (1678)

Veränderung

Wo immer Paulus hinging, brach eine Revolution aus. Wo immer ich hingehe, wird Tee serviert.

Ausspruch eines anglikanischen Bischofs

Mission

Kommen die Leute nicht in die Kirche, so muß die Kirche zu den Leuten kommen.

Johann Hinrich Wichern – Mitbegründer der „Inneren Mission“ in Deutschland (1808-1881), Zitateheft 2008

Mittelpunkt der Geschichte

Die wirklichen Zentren der Welt- und Heilsgeschichte sind nicht die betriebsamen Hauptstädte von Politik und Wirtschaft, von Geld und irdischer Macht. Die wahren Mittelpunkte der Geschichte sind die stillen Gebetsorte der Menschen. Hier vollziehen sich in besonders dichter Weise die Begegnung der irdischen Welt mit der überirdischen Welt, der pilgernden Kirche auf Erden mit der ewigen und siegreichen Kirche des Himmels. Hier geschieht Größeres und für Leben und Sterben Entscheidenderes als in den großen Hauptstädten, wo man meint, am Puls der Zeit zu sitzen und am Rad der Weltgeschichte zu drehen.

Papst Johannes Paul II. – eigentlich Karol Wojtyla, 1978-2005 Heiliger Vater, (1920-2005), Zitateheft 2008

Kinder

Kinder tun gut – nur Mut!

Slogan der JAKO-O Wanderausstellung „Mehr Mut zur Familie“ – Zitateheft 2008

Neid

Der Neid ist wie die Lichtgeschwindigkeit eine der Konstanten unserer Welt, auf die man sich verlassen kann.

Karl Garbe – deutscher Satiriker und Essayist (*1927)

Freiheit

Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein.
Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen, wenn ich es kann.
Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten.
Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt.
Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben.
Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.
Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen.
Lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens.
Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben.
Ich habe gelernt, für mich selbst zu denken und zu handeln und der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen:
Dies ist mein Werk.

wird Albert Schweitzer zugeschrieben – deutsch-französischer Missionsarzt, Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965), Zitateheft 2006

Gesicht

Mit 20 hat jeder das Gesicht, das Gott ihm gegeben hat; mit 40 das Gesicht, das ihm das Leben gegeben hat, und mit 60 das Gesicht, das er verdient.

Albert Schweitzer – deutsch-französischer Missionsarzt, Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965)

Menschen beurteilen

Wir neigen alle dazu, uns selbst nach unseren Idealen – andere jedoch nach ihren Taten zu beurteilen.

Harold George Nicolson – britischer Schriftsteller und Diplomat (1886-1986), Zitateheft 2005

Gruppenzwang

Jeder, siehst Du ihn einzeln, ist leidlich klug und verständig, sind sie in corpore, gleich wird dir ein Dummkopf draus.

Friedrich Schiller – deutscher Schriftsteller (1759-1805)

Mögen

Da die Hälfte der Leute mich ohnehin nicht mag, kann sie mich auch aus dem richtigen Grund nicht mögen.

Patrick Morley – englischer Autor und ehemaliger BBC-Reporter

Jahreslosung 2003

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an.

Die Bibel, 1. Samuel 16,7 (LUT)

Respekt

Respektiere die Leute dafür, wer sie sind, nicht für ihre Titel.

Herbert D. “Herb” Kelleher – amerikanischer Unternehmer, Mitgründer von Southwest Airlines (*1931)

Men and women

A woman worries about the future until she gets a husband… A man never worries about the future until he gets a wife.

A successful man is one who makes more money than his wife can spend… A successful woman is one who can find such a man.

To be happy with a man, you must understand him a lot and love him a little… To be happy with a woman, you must love her a lot & not try to understand her at all.

Any married man should forget his mistakes… there’s no use in two people remembering the same thing.

Men wake up as good-looking as they went to bed… Woman somehow deteriorate during the night.

A woman marries a man expecting he will change, but doesn’t… A man marries a woman expecting that she won’t change and she does.

Wisdom

Antrieb

Es gibt zwei Hebel, die einen Menschen in Bewegung setzen: Angst und Eigennutz.

Napoleon Bonaparte – französischer General und 1804-14 Kaiser (1769-1821)

Mann von Wert

Versuch nicht, ein Mann des Erfolgs zu werden. Werde lieber ein Mann von Wert!

Albert Einstein – deutscher Physiker, Physiknobelpreis 1921 (1879-1955), Zitateheft 2005

Gutes sehen

Suche im anderen das Gute, und Dein Leben wird hell. – Suche in ihm das Schlechte, dann wundere Dich nicht, wenn es auch bei Dir Nacht wird.

Dr. Peter Amendt OFM – deutscher Franziskaner (*1944)

Größe

Merkmal großer Menschen ist, daß sie an andere weit geringere Anforderungen stellen als an sich selbst.

Marie von Ebner-Eschenbach – österreichische Schriftstellerin (1830-1916)

Freiheit

Alle Menschen zerfallen, wie zu allen Zeiten so auch jetzt noch, in Sklaven und Freie; denn wer von seinem Tage nicht zwei Drittel für sich hat, ist ein Sklave, sei er übrigens, was er wolle: Staatsmann, Kaufmann, Beamter, Gelehrter.

Friedrich Nietzsche – deutscher Philosoph (1844-1900), Zitateheft 2007

Gefahren als Chancen

Die Grundgefahren menschlichen Lebens (Leiden, Altern, Sterben) werden zu Grundchancen, zu einem neuen Leben. Dreierlei kann menschliches Leben unerträglich machen: Die Angst vor der Vernichtung, die Verzweiflung am Absurden und die Trostlosigkeit der Vereinsamung.

Der Mensch sucht Sicherheit, Sinn und Liebe, und wo eines dieser drei völlig fehlt, steht sein Leben vor einer mit natürlichen Mitteln nicht mehr zu überwindenden Schranke. Wo das natürliche Ich an dieser Schranke zerbricht, kann ein neuer Mensch geboren werden.

Und wenn für den natürlichen Menschen Leiden, Krankheit und letzten Endes Sterben die großen Feinde sind, die der Arzt bekämpft, so können gerade die auf dem inneren Weg zu einem Sprungbrett werden in eine Wirklichkeit, in der ein neues Leben anfängt; ein Leben, das seinen Sinn im erfahren und Bezeugen der überweltlichen Wirklichkeit findet und nicht mehr nur im Bestehen, Meistern und Genießen der Welt.

Karlfried Graf Dürckheim – deutscher Diplomat und Psychotheratpeut (1896-1988)

Wandel der Gesellschaft

Die Gesellschaft läuft unseren Spielregeln weg. Alles was wir bisher gemacht haben, Du arbeitest oder Du arbeitest nicht, das mag in einer Produktionsgesellschaft funktionieren, aber das wird in einer Dienstleistungsgesellschaft, in der in Zukunft 80% der Menschen beschäftigt sind, nicht passen.

Prof. Dr. Lothar Späth – deutscher Politiker (CDU), 1991-2003 Vorstandsvorsitzender der Jenoptik AG (1937-2016)

Trotzdem

Die Leute sind unvernünftig,
unlogisch und egoistisch.
LIEBE SIE TROTZDEM!

Wenn Du Gutes tust,
werden die Leute Dich beschuldigen,
Du hättest eigennützige Hintergedanken.
TU TROTZDEM GUTES!

Wenn Du erfolgreich bist,
gewinnst Du falsche Freunde und wahre Feinde.
HABE TROTZDEM ERFOLG!

Was Du heute Gutes tust,
wird morgen vergessen sein.
TU TROTZDEM GUTES!

Ehrlichkeit und Offenheit
machen Dich verletzlich.
SEI TROTZDEM OFFEN UND EHRLICH!

Was Du jahrelang aufbaust,
kann über Nacht zerstört werden,
BAU ES TROTZDEM AUF!

Die Menschen, die Hilfe brauchen,
mögen Dich angreifen, wenn Du ihnen hilfst.
HILF DEN MENSCHEN TROTZDEM!

Wenn Du der Welt Dein bestes gibst,
wird sie Dich ins Gesicht schlagen.
GIB DER WELT TROTZDEM DEIN BESTES!

von einer Tafel in Sishu Bhavan, dem Kinderheim von Kalkutta, in dem Mutter Teresa (albanische Ordensfrau, 1910-1997) arbeitete. „Trotzdem“ (Original: „Anyway“) ist ein Text aus acht der zehn „Paradoxical Commandments“ von Dr. Kent M. Keith (siehe Zitat „Anyway“), Zitateheft 2002

Kinder lernen, was sie erleben

Wenn ein Kind mit Kritik lebt, lernt es zu verdammen.

Wenn ein Kind mit Feindseligkeit lebt, lernt es zu kämpfen.

Wenn ein Kind mit Spott lebt, lernt es schüchtern zu sein.

Wenn ein Kind mit Scham lebt, lernt es, sich schuldig zu fühlen.

Wenn ein Kind mit Toleranz lebt, lernt es, geduldig zu sein.

Wenn ein Kind mit Ermutigungen lebt, lernt es Zuversicht.

Wenn ein Kind mit Lob lebt, lernt es wertzuschätzen.

Wenn ein Kind mit Fairneß lebt, lernt es Gerechtigkeit.

Wenn ein Kind mit Sicherheit lebt, lernt es, Glauben zu haben.

Wenn ein Kind mit Bestätigung lebt, lernt es, sich selbst zu mögen.

Wenn ein Kind mit Zustimmung und Freundschaft lebt, lernt es, Liebe in der Welt zu finden.

gesehen auf Guthrie Castle, Schottland – Zitateheft 2002

Wesentliches

Mensch! Werde wesentlich.

Denn wenn die Welt vergeht,

so fällt der Zufall fort –

das Wesen, das besteht.

Angelius Silesius – eigentlich Johannes Scheffler, deutscher Mystiker, (1624-1677), Zitateheft 2002

Charakter

Das beste Maß für den Charakter einer Person ist (a), wie sie Menschen behandelt, die ihr nichts Gutes tun können, und (b) wie sie Leute behandelt, die sich nicht wehren können.

Abigail van Buren – eigentlich Pauline Esther Friedman Phillips, amerikanische Ratgeberkolumnistin (1918-2013), Zitateheft 2003

Verantwortung

Der weltanschaulich neutrale freiheitliche Staat lebt von der sittlichen Bindung und Verantwortlichkeit seiner Bürger und damit von Voraussetzungen, die er selbst weder schaffen noch garantieren kann. Diese Verantwortlichkeit hat auch in einer pluralistischen Gesellschaft oft ein religiöses Fundament. Eine lebendige Kirche kann deshalb viel dazu beitragen, daß dieses Fundament immer wieder erneuert wird.

Prof. Dr. Dr. Ernst Wolfgang Böckenförde – deutscher Jurist, 1983-96 Bundesverfassungrichter (*1930), Zitateheft 2005

Lernen

Man kann den Menschen nichts beibringen. Man kann ihnen nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.

Galileo Galilei – italienischer Astronom und Physiker (1564-1642), Zitateheft 2005

Wert des Lebens

Der Wert des Lebens liegt nicht in der Länge der Zeit, sondern darin, wie wir sie nützen. Ein Mensch kann lange, aber dennoch sehr wenig leben.

Michel de Montaigne – französicher Schriftsteller und Philosoph (1533-1592)

Hoffnung

Jedes Kind hat seine eigene Chance.

Weiser Arzt auf die Frage beunruhigter Eltern, welche Überlebenschancen ihr Kind habe: Dem Kind geht es heute gut.

gehört auf der Ira W. Sohn Conference for Tomorrows Childrens Fund – Zitateheft 2005

Freiheit und Offenheit

Freiheit – und Offenheit, die damit einhergeht – wird uns nicht geschenkt. Die Menschen müssen darum kämpfen, immer wieder.

Alfred Herrhausen – deutscher Bankier (1930-1989)

Diskussionsstoff

Große Geister diskutieren über Ideen.

Durchschnittliche Geister diskutieren über Geschehnisse.

Kleine Geister diskutieren über Menschen.

Eleanor Roosevelt – sozial sehr engagierte amerikanische Präsidentengattin 1933-45, Co-Autorin der UN-Menschenrechtscharta (1884-1962), Zitateheft 2005

Charakter

Der Ruf ist, was andere von uns denken; Charakter ist, was Gott und die Engel über uns wissen.

Thomas Paine – amerikanischer Unabhängigkeitskämpfer und Menschenrechtler, die „Stimme der amerikanischen Revolution“ (1737-1809), Zitateheft 2005

Bedürfnisse und Gier

Die Erde hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

Mahatma Gandhi – indischer Politiker (1869-1948), Zitateheft 2005

Menschen

Wenn wir die Menschen nur nehmen, wie sie sind, so machen wir sie schlechter; wenn wir sie behandeln, als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind.

Johann Wolfgang von Goethe – deutscher Dichter (1749-1832)

Zwänge

Was für ein merkwürdiges Phänomen ist es, daß Du Menschen dazu bringen kannst für die Freiheit der Welt zu sterben, die nicht einmal das kleine Opfer bringen, das nötig ist, um sie von ihren eigenen Zwängen zu befreien.

Bruce Barton – amerikanischer Autor und Werbefachmann (1886-1967), Zitateheft 2006

Vermögen ist Verantwortung

Mein Leben würde ich auch als völlig unvollkommen empfinden, wenn ich die Hunderte von Millionen vererbt hätte, um dann einen freudigen Ruhestand zu durchleben, denn dann hätte ich ja die Aufgabe abgegeben statt sie zu erfüllen.

Es ist eine merkwürdige Sache, daß die meisten Menschen immer nur bis zum Punkt des Vermögenserwerbs denken, und bei dem, was danach kommt, das Denken abschalten. Wie ein Happy-end im Film. Sie träumen vom Lottogewinn, und dann ist Schluß.

Dann aber muß das Denken und Bedenken erst anfangen, denn wie ich sagte, ist Vermögen eine vom Schicksal aufgetragene und daher mitgebrachte Verantwortung, und nicht ein Zufallsprodukt von Glück, wie Amerikaner es nennen würden, oder von eigener Tüchtigkeit.

Natürlich braucht es normalerweise auch der eigenen Tüchtigkeit, sogar hoher Tüchtigkeit, um durch harte Arbeit zu dem Vermögen zu kommen. Aber harte Arbeit ist keine hinreichende Bedingung. Viele Menschen arbeiten sehr hart, müssen aber dennoch ihr Leben in schwierigen Verhältnissen verbringen.

Wenn man 100 Millionen sein eigen nennt, so hat man die ja nicht verdient, sondern gemacht, dadurch daß viele andere geholfen haben. Warum soll man dann nicht vielen anderen helfen?

Peter M. Schnell – deutscher Gründungsunternehmer, Vorsitzender des Vorstandes der Software AG-Stiftung (*1938), Zitateheft 2006

Menschen beurteilen

Wenn Gott den Menschen mißt, legt er das Maßband nicht um die Taille, sondern um das Herz.

Schwester Gaudentia Bröcker – deutsche Ordensfrau, Clemensschwester (*1932), Zitateheft 2006

Menschen

Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt’s nicht.

Dr. Konrad Adenauer – deutscher Politiker (CDU), 1949-63 erster Bundeskanzler (1876-1967), Zitateheft 2006

Kreditwürdigkeit

Das Wichtigste ist Charakter … wichtiger als Geld oder Besitz oder irgendwas sonst.

John Pierpont Morgan – amerikanischer Bankier (1837-1913), Zitateheft 2006

Religion

Wenn ich Gutes tue, fühle ich mich gut; wenn ich schlechtes tue, fühle ich mich schlecht. Das ist meine Religion.

Abraham Lincoln – amerikanischer Politiker, 1861-65 16. Präsident (1809-1865)

Ethik

Ethik ist ins Grenzenlose erweiterte Verantwortung.

Albert Schweitzer – deutsch-französischer Missionsarzt, Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965)

Zeit

„Ich habe keine Zeit“, bedeutet auf deutsch: „Alles andere ist mir wichtiger“.

allgemeine Erkenntnis – Zitateheft 2002

Freiheit

Es gibt keinen Menschen, der nicht die Freiheit liebte, aber der Gerechte fordert sie für alle, der Ungerechte nur für sich.

Carl Ludwig Börne – eigentlich Löb Baruch, deutscher Journalist, Literatur- und Theaterkritiker (1786-1837)

Menschen sind Möglichkeiten

Liebe sieht Menschen nicht als Probleme, sondern als Möglichkeiten.

Dr. Robert H. Schuller – amerikanischer Evangelist und reformierter Pfarrer (1926-2015)

Lästern

Versuche nicht, alles mitzubekommen, was die Leute reden. Was hast Du davon, wenn Du hörst, wie Deine Untergebenen über Dich schimpfen? Du weißt doch, daß Du selbst oft genug über andere geschimpft hast.

Die Bibel, Prediger 7,21-22 (HFA) – Zitateheft 2002

Gerücht

Böse Zungen tun 3-fach weh: Dem, der spricht, dem, über den gesprochen wird und dem, der zuhört.

jüdisches Sprichwort – Zitateheft 2002

Dankbarkeit

Keine Schuld ist dringender als die, Dank zu sagen.

Marcus Tullius Cicero – römischer Politiker und Philosoph (106-43 v. Chr.), Zitateheft 2002

Fehler

Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er läßt auch anderen eine Chance.

wird Sir Winston L. Churchill zugeschrieben – britischer Politiker, 1940-45 und 1951-55 Premierminister, Literaturnobelpreis 1953 (1874-1965)

Vergebung

Der Schwache kann nicht vergeben.

Vergebung ist das Merkmal der Starken.

Mahatma Gandhi – indischer Politiker (1869-1948), Zitateheft 2004

Teilhaben

Sagst Du es mir, so vergesse ich es.

Zeigst Du es mir, so merke ich es mir vielleicht.

Läßt Du mich teilhaben, so behalte ich es!

chinesisches Sprichwort – Zitateheft 2004

Computer

EDV-Systeme verarbeiten, womit sie gefüttert werden. Kommt Mist rein, kommt Mist raus.

André Kostolany – Autor und Börsenexperte (1906-1999)

Reisen

Der Reisende verändert nur den Himmel über sich – nie die Seele.

Quintus Horatius Flaccus (Horaz) – römischer Schriftsteller (65-8 v.Chr.), Zitateheft 2004

Lebensläufe

Es gibt keinen Heiligen ohne eine Vergangenheit und keinen Sünder ohne Zukunft.

allgemeine Weisheit – Zitateheft 2004

Leben

Es ist wichtiger, wie wir leben, als wie lange wir leben.

schwedisches Sprichwort – aus einer Sammlung von Gunnel (*1941) und Kjell Swärd (*1937), Zitateheft 2004

Fassungslosigkeit

Menschen sind wie Diamanten. Man erkennt ihren Wert erst, wenn man sie aus der Fassung bringt.

gefunden in einer Rede von Dr. Peter Steinacker – 1993-2008 Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (1943-2015), Zitateheft 2004

Die Welt braucht Frauen und Männer…

die nicht gekauft werden können,
die ihre Versprechen halten,
die Charakter über Geld stellen,
die eine Meinung und Willen besitzen,
die innere Größe über äußere Karriere stellen,
die nicht zögern, Glaubensschritte zu wagen,
die ihre Identität nicht in der Menge verlieren,
die ehrlich im Kleinen wie im Großen sind,
die keinen Kompromiß mit Falschheit eingehen,
deren persönliche Ambitionen nicht auf persönliche Vorteile eingeschränkt sind,
die nicht sagen: „Wir machen es, weil alle anderen es auch machen“,
die ihren Freunden bei Erfolg und Mißerfolg treu bleiben,
die nicht glauben, daß Raffinessen, Tricks und Berechnungen die einzigen Schlüssel zum Erfolg sind,
die sich nicht schämen, für die Wahrheit zu stehen, auch wenn sie unpopulär ist,
die mit Entschiedenheit „nein“ sagen können, auch wenn alle Welt „ja“ sagt.

Dr. Elijah Morgan/Peter Riederer – deutscher Theologe und Wirtschaftsberater (*1952)/Schweizer Unternehmer, „YELL AG“, aus „Schweizer Arbeitgeber“ Nr. 14, 2002, Zitateheft 2004

Werte

Schöne Worte von ewigen Werten und Wahrheiten sind zu wenig. Wir müssen die Werte herunterholen vom Podest der Ewigkeit und in unsere Zeit hereinstellen. Konkrete Haltungen brauchen wir, geeignet für den Alltag.

Meinrad Baumüller – deutscher Manager, Zitateheft 2003

Verpflichtung

Ich glaube, daß jedes Recht eine Verantwortung beinhaltet, jede Gelegenheit eine Auflage und jeder Besitz eine Verpflichtung.

John D. Rockefeller jr. – amerikanischer Philanthrop (1874-1960), Zitateheft 2003

Vergebens

Manche Menschen geben Geld aus, das sie nicht haben, für Dinge, die sie nicht brauchen, um Leute zu imponieren, die sie nicht mögen.

Danny Kaye – amerikanischer Entertainer (1913-1987), Zitateheft 2003

Spötter

Es wird kein Ding so schön gemacht,

es kommt ein Spötter, der’s verlacht.

Wärst Du früher hergekommen

so hätt‘ ich Rat von Dir genommen,

drum gehe hin und schweige still

es baut ein jeder wie er will.

gesehen in Lech/Arlberg – Zitateheft 2003

Hohelied der Liebe im Business-Deutsch

Wenn ich alle Sprachen sprechen könnte und ein perfekter Kommunikator wäre, ich aber Menschen nicht lieben könnte, dann würde ich letztlich doch nur Geräusche erzeugen und würde andere nicht erreichen.

Wer Menschen lieben kann, der hat Geduld mit ihnen, der behandelt sie auch fair. Er stellt nicht immer wieder seine eigenen Vorzüge heraus. Er redet nicht zu ihnen herunter. Er spricht mit ihnen, nicht zu ihnen.

Wer Menschen liebt, kann deren Gefühle verstehen. Er sucht nicht immer wieder nach seinem eigenen Vorteil. Er kann sein Ego kontrollieren und läßt seinen Ärger nicht an anderen aus.

Wer Menschen liebt, der ist nicht nachtragend und hält den anderen nicht immer wieder ihre Fehler vor. Er freut sich nicht insgeheim, wenn andere ausrutschen, sondern er freut sich, wenn dem anderen Gutes gelingt.

Wer Menschen liebt, der wird sie nicht aufgeben. Er vertraut ihnen und er traut ihnen etwas zu. Er gibt ihnen Hoffnung und Ermutigung.

nach Paulus (1. Korinther 13,1-8), übertragen von Siegfried Buchholz – ehemaliger BASF-Generaldirektor und christlicher Buchautor (*1930), Zitateheft 2003

Haß

Wenn wir einen Menschen hassen, so hassen wir in seinem Bild etwas, was in uns selbst sitzt. Was nicht in uns selbst ist, das regt uns nicht auf.

Hermann Hesse – deutscher Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1946 (1877-1962), Zitateheft 2003

Führung

Versuche niemals, jemanden so zu machen, wie Du selbst bist. Du weißt – und Gott weiß es auch – daß einer von Deiner Sorte genug ist.

Ralph Waldo Emerson – amerikanischer Schriftsteller (1803-1882), beim Gideon-Bund, Zitateheft 2003

Eigentum verpflichtet

Wir brauchen keine besseren Spitzenleute. Wir brauchen bessere Eigentümer. Beziehungsweise einst gute Eigentümer, die sich darauf besinnen, wie sie waren, ehe sie die Hybris infizierte.

Helmut A. Gansterer – österreichischer Journalist (*1946), Zitateheft 2003

Eigentümer

Das Problem sind die hysterischen Eigentümer, darunter die heute wichtigen Funds und die Kleinaktionäre. Sie sind hochintelligente Jahreszeitidioten. Ihr Geheul hängt davon ab, wie geschickt die Quartalsberichte geschönt werden.

Helmut A. Gansterer – österreichischer Journalist (*1946), Zitateheft 2003

Deutsche

Die Deutschen sind ehrliche Leute.

William Shakespeare – englischer Schriftsteller (1564-1616), aus „Die lustigen Weiber von Windsor“ (UA: 1597), Zitateheft 2003

Definition

Von allen Möglichkeiten, den Menschen zu definieren, ist die die schlechteste, die ihn zu einem rationalen Tier macht.

Anatole France – eigentl. Jacques Anatole François Thibault, französischer Dichter, Literaturnobelpreis 1921 (1844-1924), Zitateheft 2003

Christsein

Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch nicht zum Auto, wenn man in einer Garage steht.

Albert Schweitzer – deutsch-französischer Missionsarzt, Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965), Zitateheft 2003