Vier Kerzen

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, daß man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.“ Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüßig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, daß ich brenne.“ Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus.

Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: „Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.“ Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: „Aber, aber, ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!“ Und es fing an zu weinen.

Doch da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Hab keine Angst, denn ich heiße Hoffnung. So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden!“

Voller Freude nahm das Kind von der Kerze „Hoffnung“ und zündete die anderen Kerzen wieder an.

Fabel im Advent

Aus Schwächen Wunder machen

Morgen für Morgen, Tag für Tag ging Ghele zum Fluß, füllte zwei Krüge und machte sich auf den Weg zur Stadt, um das Wasser seinen Kunden zu bringen. Denn Ghele war Wasserverkäufer.

„Es kann nicht mehr lange dauern, bis mich Ghele ausrangiert“, dachte der eine Krug traurig. Denn er hatte einen Sprung und verlor deshalb ständig Wasser. Der andere Krug hingegen war ganz neu und brachte viel mehr Geld ein.

Eines Morgens machte sich der gesprungene Krug wieder Vorwürfe und beschloß, sich Ghele anzuvertrauen: „Wenn wir in der Stadt ankommen, bin ich halb leer. Du verlierst Geld wegen mir. Bitte, verzeih mir meine Schwäche.“

„Schau, da, am Rand des Weges“, entgegnete Ghele. Vorsichtig riskierte der gesprungene Krug einen Blick. „Oh, wie schön. Lauter kleine Blumen“, meinte er bewundernd.

„Du hast diese Pracht bewirk!“ Der gesprungene Krug schaute verständnislos. Bis Ghele weitersprach: „Ich habe Blumensamen gekauft und ihn entlang des Weges gesät. Und Du, ohne es zu wissen und zu wollen, hast ihnen jeden Tag Wasser gegeben. Vergiß nie: Wir alle sind ein wenig zersprungen. Aber Gott kann, wenn wir ihn darum bitten, aus unseren Schwächen Wunder machen.“

traditionelles Gleichnis

Zuversicht

Wenn Du kein Vertrauen in Dich selbst hast, bist Du im Rennen des Lebens doppelt geschlagen. Mit Zuversicht hast Du gewonnen, bevor Du überhaupt angefangen hast.

Marcus Mosiah Garvey – jamaikanischer Politiker und Bürgerrechtler, einer der Nationalhelden Jamaikas (1887-1940), aus “Philosophy and Options of Marcus Garvey: Or, Africa for the Africans“ (1967)

Vertrauen

Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen.

wird Jean-Paul Sartre zugeschrieben – französischer Philosoph, Romancier und Publizist, lehnte den Literaturnobelpreis 1964 ab (1905-1980)

Leben

Wer sich vor dem Leben absichert, hat kein’s mehr.

Friedrich von Bodelschwingh d. J. („Pastor Fritz“) – deutscher evangelischer Theologe, 1910-46 Leiter der Anstalten von Bethel, Sarepta und Nazareth als Nachfolger seines Vaters (1877-1946), Weisheit aus einer Sprechmotette zu Friedrich von Bodelschwinghs Karfreitagslied „Nun gehören unsre Herzen ganz dem Mann von Golgatha“ (1927)

Furchtlos

Der größte Fehler, den Du im Leben machen kannst, ist ständige Angst zu haben, einen zu machen.

Elbert Hubbard – amerikanischer Schriftsteller („Botschaft an Garcia“) und Verleger (1856-1915), Zitateheft 2014

Dividende

Wo Vertrauen gelebt wird, wird eine „Vertrauensdividende“ verdient. Vertrauen ersetzt Kontrolle und spart viel Geld.

Leitspruch von Prof. Dr. Jörg Knoblauch – deutscher Unternehmer (*1949), in Anlehnung an Stephen Covey (amerikanischer Managemant-Vordenker, 1932-2012), Zitateheft 2014

Verhandeln

Verhandeln ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Vertrauen.

Prof. Roger Fisher – Autor und Professor an der Harvard Law School (1922-2012)

Abhängig

Wer am Tropf hängt, den darf man nicht an den Hahn lassen.

Klaus Winterhoff – deutscher Jurist, seit 2003 Mitglied im Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (*1950)

Mut

Man kann nicht kämpfen, wenn die Hosen voller sind als das Herz.

Carl von Ossietzky – deutscher Journalist („Die Weltbühne“) und Pazifist, Friedensnobelpreis 1935 (1889-1938), aus „Professoren, Zeitungsschreiber und verkrachte Existenzen“ („Das Tage-Buch“, 31. Januar 1925)

Vertrauen

Vertrauen vor Kontrolle.

Motto von Ortwin Goldbeck – deutscher Unternehmer: Goldbeck GmbH (*1939), Zitateheft 2014

Vertrauen

Die größte Ehre, die man einem Menschen geben kann ist die, daß man ihm vertraut.

wird Matthias Claudius zugeschrieben – deutscher Dichter (1740-1815), Zitateheft 2014

Vertrauen

Wenn Leute Dich mögen, werden sie Dir zuhören, aber wenn sie Dir vertrauen, werden sie Geschäfte mit Dir machen.

Zig Ziglar – amerikanischer Autor, Motivationstrainer und Unternehmer (1926-2012), Zitateheft 2016

Mut

Mut ist Angst, die gebetet hat.

Joyce Meyer – amerikanische Evangelistin (*1943), aus „Nur Mut!: lebe leidenschaftlich und zielgerichtet“, Kapitel 7 (2007)

Sicherheit

Ohne Sicherheit ist keine Freiheit.

Wilhelm von Humboldt – deutscher Gelehrter und Staatsmann, Mitgründer der Universität Berlin (1767-1835), aus „Schriften zur Anthropologie und Geschichte“, Zitateheft 2013

Treue

Niemand auf der ganzen Welt übertrifft die Germanen an Treue.

Publius Cornelius Tacitus – römischer Politiker und Historiker (55-116 n. Chr.), Zitateheft 2013

Vertrauen

Je mehr unser Unternehmen wächst, desto wichtiger wird es, Verantwortung zu delegieren und die Mitarbeiter zu Eigeninitiative aufzufordern. Das verlangt ein hohes Maß an Toleranz. Mitarbeiter, denen wir Autorität und Verantwortung übertragen, wollen – wenn sie gut sind – ihre Aufgaben selbständig erledigen.

Fehler wird es immer geben. Aber die Fehler der Mitarbeiter, die meist die richtigen Dinge tun, sind nicht so gravierend wie die, die dadurch entstehen, daß das Management den Verantwortlichen genau vorschreiben will, wie sie ihre Arbeit zu verrichten haben.

Ein Management, das überkritisch auf Fehler reagiert, zerstört Eigeninitiative. Doch Mitarbeiter mit persönlichem Engagement sind lebenswichtig, wenn ein Unternehmen weiter wachsen will.

William L. McKnight – amerikanischer Geschäftsmann und Philanthrop, der mit dieser Einstellung 3M zur Weltfirma machte (1887-1978), Zitateheft 2013

Wahrheit

Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.

André Gide – französischer Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1947 (1869-1951), Zitateheft 2012

Treue

Meine Art der Treue war die Treue zum Heimatland, nicht zu seinen Institutionen oder Amtsinhabern. Das Land ist das Wirkliche, das Wesentliche, das Ewige. Es ist dasjenige, über das man wachen muß und um das man sich kümmern muß und demgegenüber man treu sein muß. Institutionen sind belanglos, sie sind lediglich Kleidung, und Kleidung kann sich abtragen, kann in Fetzen gehen, kann unbequem werden, kann aufhören, den Körper vor Winter, Krankheit und Tod zu schützen.

Mark Twain – eigentlich Samuel Langhorne Clemens, amerikanischer Schriftsteller (1835-1910), aus „A Connecticut Yankee in King Arthur’s Court“ (1889), Zitateheft 2012

Risikobereitschaft

Wenn Du auf dem Boden schläfst, hast Du keine Angst, aus dem Bett zu fallen.

Weisheit – Zitateheft 2010

Gutes Gewissen

Sei mit Lust bei den Geschäften am Tage, aber mache nur solche, daß wir in der Nacht ruhig schlafen können.

Thomas Mann – deutscher Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1929 (1875-1955), aus „Buddenbrooks“ (1901)

Vertrauen

Wer Vertrauen hat, erlebt jeden Tag Wunder.

wird Epikur von Samos zugeschrieben – griechischer Philosoph (341-270 v. Chr.)

Vertrauen

Wer selbst kein Vertrauen hat, wird kein Vertrauen finden.

Lao-Tse – chinesischer Philosoph (ca. 3.-5. Jh. v. Chr.), aus „Tao te king“, Übersetzung von Bodo Kirchner

Verträge und Vertrauen

Wenn man einem Menschen trauen kann, erübrigt sich ein Vertrag. Wenn man ihm nicht trauen kann, ist ein Vertrag nutzlos.

wird John Paul Getty zugeschrieben – amerikanischer Öl-Industrieller und Kunstmäzen, zu seiner Zeit reichster Mann der Welt (1892-1976), Zitateheft 2009

Medien

Ursprünglich vertraute ich den Medien. Ich stellte insbesondere das, was mir im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen übermittelt wurde, grundsätzlich nicht infrage – verließ ich mich doch auf deren selbstauferlegten Wahrheitsanspruch sowie auf das sogenannte journalistische Berufsethos. Daß viele Inhalte derart verdreht und Details völlig aus dem Zusammenhang gerissen werden, erschloß sich für mich zum damaligen Zeitpunkt nicht – auch daß sich Journalisten einzelne Versatzstücke herauspicken, um so eine für sie passendere und damit markttauglichere Story zu kreieren, die wiederum an der Realität so weit vorbeigeht, daß sich Protagonisten nur mit Mühe darin wiederfinden.

Natascha Kampusch – österreichisches Entführungsopfer (*1988), in ihrem ersten eigenen Zeitschriftenartikel im Branchenmagazin „Der Österreichische Journalist“ über ihre Erfahrungen mit der Berichterstattung durch die Medien nach ihrer Flucht, Zitateheft 2009

Erstklassige Manager

Erstklassige Manager sind wie gute Freunde: Wenn man einen gefunden hat, ist die Freundschaft beständig und kann jahrelang halten. Aber Freundschaften werden nicht geschenkt. Sie erfordern Arbeit und Geduld. Und sie belohnen uns, wenn wir sie am meisten brauchen, indem sie uns vor Dummheiten bewahren.

Denken Sie einmal darüber nach, welchen mentalen Streß es bedeuten würde, seine Freunde regelmäßig zu wechseln! Wie viel finanzieller Streß entsteht durch den ständigen Wechsel finanzieller Beziehungen?

Arthur D. Clarke – amerikanischer Vermögensberater (*1942), Zitateheft 2005

Sehen

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.

Antoine de Saint-Exupéry – französischer Schriftsteller und Pilot (1900-1944), aus „Der kleine Prinz“ (1943)

Ehrlichkeit

Wenn Du die Wahrheit sagst, brauchst Du Dir Deine Lügen nicht zu merken.

Warren Buffett – amerikanischer Value-Investor, Chairman von Berkshire Heathaway (*1930), Zitateheft 2007

Wahrheit

Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten.

wird Prof. Dr. Theodor Heuss zugeschrieben – deutscher Politiker (FDP), 1949-59 Bundespräsident (1884-1963), Zitateheft 2008

Vertrauen

Wenn Sie dem Vorstandsvorsitzenden Ihre Kinder nicht anvertrauen, falls Ihnen etwas zustoßen sollte, dann sollten Sie die Einladung, Beirat oder Aufsichtsrat zu werden, nicht annehmen.

Armando Codina – amerikanischer Unternehmer und Investor (*1946)

Kontrolle

Wir vertrauen auf Gott, bei allen anderen prüfen wir die Bücher.

Grundsatz einer Kirche in Kenia – Zitateheft 2008

Vertrauen

Vertrauen und Kameradschaft werden ganz selbstverständlich entstehen, wenn Disziplin und hohe Maßstäbe durchgesetzt werden.

Tao Zhu Gong – eigentlich Fan Li, chinesischer Berater des Kaisers von Yue (500 v. Chr.), elftes Wirtschaftsprinzip

Wahlstimmen

Eine Wahlstimme ist wie ein Gewehr: ihr Nutzen hängt vom Charakter des Benutzers ab.

Theodore Roosevelt – amerikanischer Politiker, 1901-09 26. Präsident, Friedensnobelpreis 1906 (1858-1919)

Selbstbetrug

Du kannst Dich selbst am leichtesten betrügen.

Richard Phillips Feynman – amerikanischer Physiker, Physiknobelpreis 1965 (1918-1988)

Jahreslosung 1999

Jesus Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Die Bibel, Matthäus 28,20 (LUT)

Glaubensbeweis

Meinen Glauben beweise ich nicht, indem ich um das bitte, was ich brauche, sondern indem ich darauf vertraue, daß ich brauche, was ich erhalte.

Bruder David Steindl-Rast – amerikanischer Benediktinermönch österreichischer Herkunft (*1926)

Vertrauen

Wir fürchten uns nicht davor, dem amerikanischen Volk unerfreuliche Fakten, fremde Ideen, ausländische Philosophien und konkurrierende Werte anzuvertrauen. Denn eine Nation, die sich davor fürchtet, sein Volk in einem freien Markt zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden zu lassen, ist eine Nation, die sich vor ihrem Volk fürchtet.

John F. Kennedy – amerikanischer Politiker, 1961-63 35. Präsident (1917-1963), Zitateheft 2005

Vertrauen

Auf Gott vertrauen wir. Von allen anderen verlangen wir Zahlen.

Prof. Dr. William Edwards Deming – Gründer der „Total Quality“-Bewegung (1900-1993), Zitateheft 2005

Vertrauen

Lieber Geld verlieren als Vertrauen.

Robert Bosch – deutscher Unternehmer (1861-1942), Zitateheft 2005

Hoffnung

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, daß etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, daß etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.

Weisheit

Geschenke

Die größte Ehre für Geschenke: sie zu nutzen.

Die größte Schmach: sie auszunutzen.

Sprichwort

Vertrauen

Alles geschieht zum Besten.

Richard Prentice Ettinger – amerikanischer Verleger, Loseblattwerk-Erfinder und Gründer des US-Verlags Prentice Hall (1893-1971), aus „Everything Happens for the Best“ (1970), Zitateheft 2002

Vertrauen

Was würdest Du versuchen zu tun, wenn Du wüßtest, Du könntest nicht scheitern?

Dr. Robert H. Schuller – amerikanischer Evangelist und reformierter Pfarrer (1926-2015), Zitateheft 2002

Betrogen

Besser gelegentlich betrogen zu werden als immer mißtrauisch zu sein.

Bertie Charles Forbes – amerikanischer Journalist und Verleger (1880-1954), Zitateheft 2002

Vertrauen

Nichts kann den Menschen mehr stärken als Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.

Paul Claudel – französischer Dichter und Diplomat (1868-1955), Zitateheft 2004

Vertrauen

Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, geben uns Halt im Leben.

Marie von Ebner-Eschenbach – österreichische Schriftstellerin (1830-1916), Zitateheft 2004

Vertrauen

Ich habe dies früh gelernt: Du mußt den Leuten Verantwortung geben, Du mußt ihnen vertrauen und dann mußt du sie kontrollieren.

Samuel M. „Sam“ Walton – amerikanischer Unternehmer, Gründer der Walmart-Einzelhandelskette (1918-1992), Zitateheft 2003

Krokodile

Denke nicht, daß es keine Krokodile gibt, nur weil das Wasser ruhig ist.

malaysisches Sprichwort – Zitateheft 2003

Ethos

Geld verloren, nichts verloren. Vertrauen verloren, alles verloren.

Robert Bosch – deutscher Unternehmer (1861-1942), Zitateheft 2003