Verstehen

Der alte Arzt spricht Lateinisch, der junge Arzt Englisch.
Der gute Arzt spricht die Sprache des Patienten.

Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr – deutsche Politikerin (CDU), 1988-91 Bundesministerin für Familie, Frauen, Jugend und Gesundheit (*1930), Zitateheft 2017

Mitarbeiter

Betriebswirtschaftsstudenten verkünden: „Meine Mitarbeiter sind mein wichtigstes Kapital.“ Schwachsinn. Mitarbeiter sind normalerweise euer größter Kostenfaktor. Wir alle beschäftigen ein paar faule Mistkerle, die einen Tritt in den Hintern brauchen, aber keiner kann sich dazu durchringen, das zuzugeben.

Michael O’Leary – irischer Geschäftsmann, der Ryanair zu einer der größten europäischen Luftfahrtgesellschaften machte (*1961)

Arbeiten

Es gibt eine Menge großer Egos in dieser Branche. Die meisten Firmenchefs sind in dieses Geschäft eingestiegen, weil sie gern beruflich reisen wollen. Ich nicht, ich will arbeiten.

Michael O’Leary – irischer Geschäftsmann, der Ryanair zu einer der größten europäischen Luftfahrtgesellschaften machte (*1961), Zitateheft 2017

Kühn bezweifeln

Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.

wird Alexander von Humboldt zugeschrieben – deutscher Naturwissenschaftler (1769-1859)

konnte von der Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle der Berlin-brandenburgischen Akademie der Wissenschaften nicht zweifelsfrei verifiziert werden

Worte, die heilen

Dem guten Arzt ist das Wort das wichtigste therapeutische Hilfsmittel überhaupt. Es kann mächtiger sein als jedes Medikament und jedes Skalpell.

Dr. Werner Bartens – deutscher Arzt, Historiker und Wissenschaftsjournalist (*1966), Zitateheft 2017

Glückliche Mitarbeiter

Wir versuchen zu erreichen, daß die Mitarbeiter hier glücklich sind. Wenn sie es nicht sind, dann finden sie einen anderen Job. Gute Mitarbeiter finden immer einen Job. Die besten Mitarbeiter arbeiten nur da, wo sie glücklich sind, und wir wollen wirklich versuchen, hier nur die Besten zu haben.

Lars Kjeldgaard – Leiter des Ingenieurbüros MOE in Aalborg (*1965), Zitateheft 2017

Künstler und Banker

Wenn Banker Banker treffen, reden sie über Kunst.
Wenn Künstler Künstler treffen, reden sie über Geld.

wird Oscar Wilde zugeschrieben – irischer Schriftsteller (1854-1900), Zitateheft 2017

Werkzeuge des Meisters

Eines Morgens versammelten sich die Werkzeuge in einer Schreinerei zu einer Sitzung.

Bruder Hammer führte den Vorsitz. Doch einige waren schon seit längerer Zeit mit ihm unzufrieden. Sie verlangten, daß er die Werkstatt verlassen solle. Als Grund gaben sie an, daß er viel zu lautstark und unsensibel sei. Bruder Hammer entgegnete darauf jedoch – natürlich wieder einmal in etwas überhöhter Lautstärke: „Also wenn ich gehen soll, dann muß Schwester Schraubenzieher erst recht unsere Gemeinschaft verlassen! Alles was sie kann, ist, daß sie sich um sich selbst dreht.”

Aber Schwester Schraubenzieher meinte nur: „Naja, ich kann gerne gehen. Aber dann sollte auch Bruder Zollstock ausgeschlossen werden. Immer versucht er Andere mit seinem Maßstab zu messen. Nie läßt er Andere einfach so stehen!” Bruder Zollstock brummelte vor sich hin: „Viel dringender als ich muß Schwester Schleifpapier gehen! Mit ihrer rauen und kratzbürstigen Art bringt sie doch alle zur Verzweiflung!”

Mit beleidigter Miene meinte Schwester Schleifpapier:„Also wenn wir schon am Abrechnen sind, dann muß auch Bruder Säge gehen. Mit seiner scharfen Zunge richtet er nichts als Zertrennung an!“

Doch mitten in dieser erregten Diskussion ging plötzlich die Türe auf, und herein kam der Zimmermann von Nazareth. Er zog sich seine Arbeitsschürze an und er gebrauchte die vielen Werkzeuge, um eine schöne Kanzel aus Holz zu bauen.

Als am Ende des Tages die Kanzel fertig war und der Zimmermann die Werkstatt verließ, erhob sich zögerlich Bruder Hammer und sagte: „Liebe Mitwerkzeuge! Ich glaube wir können unsere Diskussion ganz schnell wieder vergessen. Wir gehören zusammen, denn wir sind alle Werkzeuge in der Hand unseres Meisters.“

Fabel von Pfarrer Andrei Pinte – rumänischer evangelischer Geistlicher (*1984), Zitateheft 2016

Wahrheit

Nun werden Sie sagen, der Politiker kann nicht immer alles sagen; da haben Sie Recht. Aber das, was er sagt, muß wahr sein.

Dr. Konrad Adenauer – deutscher Politiker (CDU), 1949-63 erster Bundeskanzler (1876-1967), aus einem Interview mit Günter Gaus im SFB (29.12.1965)

Augen

Schau in die Augen und nicht in die Akten.

Dr. h.c. Helmut O. Maucher – ehemaliger Generaldirektor von Nestlè (*1927), Zitateheft 2015

Investieren

Der Chef fragt den Finanzleiter: „Was passiert eigentlich, wenn wir in die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter investieren und die uns dann verlassen?“

Der Finanzleiter fragt den Chef: „Und was ist, wenn wir es nicht tun und die uns dann nicht verlassen?“

Stefan Erschwendner – österreichischer Unternehmensberater und Gründungsunternehmer (*1982), Zitateheft 2015

Gute Arbeit

Was Du auch machst, mach es gut. Mach es so gut, daß Menschen, die Dich sehen, zurückkommen wollen, um es Dich noch einmal machen zu sehen, und andere Menschen zu Dir bringen wollen, um ihnen zu zeigen, wie gut Du es machst.

Walt Disney – amerikanischer Zeichner und Filmproduzent (1901-1966), Zitateheft 2015

Widerspruch

Die Pflicht zum Widerspruch ist im Gehalt inbegriffen.

Prof. Dr. Theodor Heuss – deutscher Politiker (FDP), 1949-59 erster Bundespräsident (1884-1963), im Anschluß an ein Vorstellungsgespräch, Zitateheft 2015

Mund halten

Mach auf Deiner ersten Verwaltungsrat-Sitzung nicht den Mund auf.

Brian Joffe – südafrikanischer Gründungsunternehmer: Bidvest Group (*1947)

Arbeit

Arbeit ist persönlicher Einsatz, aber keine Last.

Patrizio Bertelli – italienischer Unternehmer (Prada, *1946)

Gehen Sie zum Ort des Geschehens

Ich sage jungen Managern: Gehen Sie raus zu ihren Mitarbeitern, gehen Sie raus zu ihren Kunden. Sorgen Sie dafür, daß eine kreative, lebendige Atmosphäre herrscht, damit die Dinge in Gang kommen. Jeder Tag, den Sie in Ihrem Büro verbringen, ist ein verlorener Tag.

Jack Welch – eigentlich John Francis Welch jr., legendärer amerikanischer Manager (General Electric), Fortune 1999: Manager des Jahrhunderts (*1935), Zitateheft 2014

Werte

Wenn überhaupt, gibt es nur wenige Tätigkeiten, in denen Fähigkeiten allein ausreichen. Loyalität, Aufrichtigkeit, Begeisterung und Teamgeist sind auch nötig.

wird William B. Given Jr. zugeschrieben – amerikanischer Unternehmer: American Brake Shoe Company, Zitateheft 2014

Ärzte

Ärzte haben es am besten von allen Berufen. Ihre Erfolge laufen herum und ihre Mißerfolge werden begraben.

wird Jacques Tati zugeschrieben – eigentlich Jacques Tatischeff, französischer Schauspieler und Regisseur (1907-1982)

Mehr

Die Arbeit ist mehr als ein Job, das Geschäft mehr als Rendite.

Prof. h.c. Manfred Maus – deutscher Gründungsunternehmer, OBI (*1935)

Liebe zur Arbeit

Wer seine Arbeit liebt, kann sich viele schöne Stunden machen.

Leitspruch von Hartmut Steeb – Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz (*1953)

Arbeit und Erfolg

Aus gutem Grund steht das Wort Erfolg erst hinter dem Wort Arbeit in jedem Wörterbuch.

Weisheit – Zitateheft 2013

Arbeit

Je mehr Freude du an deiner Arbeit hast, desto besser wird sie bezahlt.

Mark Twain – eigentlich Samuel Langhorne Clemens, amerikanischer Schriftsteller (1835-1910), aus „A Connecticut Yankee in King Arthur`s Court“ (1889), Kap. XXVIII, Zitateheft 2013

Leidenschaft

Der einzige Weg, großartige Arbeit zu machen, ist, daß man liebt, was man tut. Wenn Ihr es noch nicht gefunden habt – sucht weiter. Gebt Euch nicht zufrieden.

Steve Jobs – amerikanischer Gründungsunternehmer, Apple (1955-2011), vor Absolventen der Stanford University am 12. Juni 2005, Zitateheft 2013

Mitarbeiterauswahl

Wenn Du Leute einstellst, die ihre Arbeit lieben, lassen sie Dich wie ein Genie aussehen.

Warren Buffett – amerikanischer Value-Investor, Chairman von Berkshire Hathaway (*1930), Zitateheft 2012

Jungbrunnen

Freude an der Arbeit finden ist die Entdeckung des Jungbrunnens.

Pearl S. Buck – amerikanische Schriftstellerin, Literaturnobelpreis 1938 (1892-1973), aus „The Joy of Children“ (1964), Zitateheft 2012

Gute Arbeit

Wenn es Dir im Leben zufällt, Straßen zu kehren, dann kehre die Straßen wie Michelangelo Bilder malte. Kehre die Straßen wie Beethoven Musik komponierte. Kehre die Straßen wie Shakespeare dichtete. Kehre die Straßen so gut, daß alle Heerscharen im Himmel und auf Erden innehalten müssen und sagen: „Hier lebte ein großer Straßenkehrer, der seine Aufgabe gut gemacht hat.“

Martin Luther King jr. – amerikanischer Bürgerrechtler und Pastor, Friedensnobelpreis 1964  (1929-1968), aus seiner Rede „Facing the Challenge of A New Age“ vom 1.1.1957, zitiert so seinen Mentor Dr. Benjamin Mays vom Morehouse College (1894-1984), Zitateheft 2012

Beten und Arbeiten

Bete und arbeite!

Benedikt von Nursia – Gründer des Benediktinerordens (etwa 480-547), Leitsatz des Benediktinerordens, Zitateheft 2012

Arbeit

Von der Arbeit stirbt kein Mensch, aber von Ledig- und Müßiggehen kommen die Leute um Leib und Leben; denn der Mensch ist zum Arbeiten geboren wie der Vogel zum Fliegen.

Martin Luther – deutscher Reformator (1483-1546), in Weimarer Ausgabe (WA17,1;23, 38f), Zitateheft 2012

Führungkräfteauswahl

Ich suche immer nach einem Kopf, der mir 10.000 Arbeiter wert ist.

Hugo Stinnes – deutscher Industrieller (1870-1924), zu seiner Zeit reichster Mann Deutschlands, der mehrere tausend Unternehmen kaufte, mehr als jede heutige Private Equity Gesellschaft, aus „Stinnes – vom Rhein in die Welt“ (2009), S. 66, Zitateheft 2011

Führungskräfte im Kloster

Der „Vorstand“:

Der Abt wisse, daß er mehr helfen als herrschen soll.

Er hasse die Fehler, er liebe die Brüder.

Damit wollen wir nicht sagen, er dürfe Fehler wuchern lassen, vielmehr schneide er sie klug und liebevoll weg.

Er suche mehr geliebt als gefürchtet zu werden.

Er mache alles Gute und Heilige mehr durch sein Leben als durch sein Reden sichtbar.

Er zeige den entschlossenen Ernst des Meisters und die liebevolle Güte des Vaters. Härter tadeln muß er solche, die keine Zucht kennen.

Zum Fortschritt im Guten ermutige er alle, die gehorsam, willig und geduldig sind; streng zurechtweisen und bestrafen soll er jene, die nachlässig und widerspenstig sind.

 

Der „Finanzvorstand“:

Als Cellerar werde ein Bruder ausgewählt, der reifen Charakters ist.

Er sei nicht überheblich, nicht umständlich und nicht verschwenderisch.

Er trage Sorge für alles.

Ohne die Weisung des Abtes tue er nichts.

An seine Aufträge halte er sich.

Er mache die Brüder nicht traurig.

Falls ein Bruder unvernünftig etwas fordert, kränke er ihn nicht durch Verachtung, sondern schlage ihm die unangemessene Bitte vernünftig und mit Demut ab.

Er vergeude nicht das Vermögen des Klosters, sondern tue alles nach Maß.

Vor allem habe er Demut.

Kann er einem Bruder nichts geben, dann schenke er ihm wenigstens ein gutes Wort.

Es steht ja geschrieben: „Ein gutes Wort geht über die beste Gabe.“

In größeren Gemeinschaften gebe man ihm Helfer. Mit ihrer Unterstützung kann er das ihm anvertraute Amt mit innerer Ruhe verwalten.

Benedikt von Nursia – Gründer des Benediktinerordens (etwa 480-547), aus den Regeln des Heiligen Benedikt, Zitateheft 2011

Eine Sache um ihrer selbst Willen tun

Wenn Mitarbeiter nur ein Fixgehalt haben, können sie sich auf die Prinzipien der guten Berufsausübung konzentrieren und ihren Job verantwortungsvoll ausfüllen. Ein Bonus behindert sie darin.

Ulrich Thielemann – deutscher Wirtschaftsethiker (*1961), Zitateheft 2011

Begeisterung wecken

Ich halte meine Fähigkeit, Menschen zu begeistern für meine größte Gabe. Anerkennung und Ermutigung sind der Weg, das Beste in einem Menschen zu entwickeln. Es gibt nichts, was den Ehrgeiz eines Menschen stärker bremst als Kritik durch Vorgesetzte. Ich kritisiere nie jemanden. Ich glaube daran, Menschen Anreize zur Arbeit zu geben. Also bin ich darauf bedacht, zu loben, aber nicht darauf aus, Fehler zu finden. Wenn ich etwas mag, zeige ich herzliche Anerkennung und herzliches Lob.

wird Charles M. Schwab zugeschrieben – amerikanischer Industrieller und Stahlmagnat (1862-1939), Zitateheft 2011

Mitarbeiter

Ein christlicher Unternehmer betrachtet seine Mitarbeiter nicht als Produktionsfaktor Arbeit, sondern als Person mit Würde und Freiheitsrechten. Jeder Mensch, jeder Mitarbeiter, ist für uns ein Ebenbild Gottes und hat sein persönliches Schicksal, seine Vorstellungen, aber auch seine Emotionen.

Peter Unterberg – Geschäftsführer des Bundes Katholischer Unternehmer (*1963), Zitateheft 2010

Beruf als Gottesdienst

Beruf als Gottesdienst Der weltliche Beruf ist der gottgewollte Ort des Dienstes des Christen. Denn der Christ soll Gott durch seinen Dienst in der Welt, nicht durch Rückzug aus der Welt dienen. Alles, was der Christ tut, ist weltlich. Aber wenn er es im Glauben an Gott tut, wird es heilig. Dadurch bekommt alles Tun eines Christen seine Würde.

Pfarrer Frank Schöller – Studienleiter Wirtschaftspolitik- und ethik, ev. Akademie Bad Boll (*1969), in Anlehnung an Martin Luther, Zitateheft 2010

Charakterprüfung

Die meisten Menschen können Mißgeschick ertragen, aber wenn Du wissen willst, wer jemand wirklich ist, gib ihm Macht.

Robert G. Ingersoll – amerikanischer Jurist und Orator (1833-1899); über Abraham Lincoln, amerikanischer Politiker, 1961-65 16. Präsident (1809-1865), aus „True Greatness Exemplified in Abraham Lincoln“ (1883)

Besessenheit

Unser Beispiel für Leidenschaft im Beruf ist der katholische Schneider, der jahrelang gespart hatte, um eine Pilgerreise in den Vatikan zu finanzieren. Als er zurückkam, hielt seine Gemeinde ein Treffen ab, um aus erster Hand einen Bericht über den Papst zu bekommen. „Sag uns,“ sagten die eifrigen Gläubigen, „was für eine Art Mensch ist er?“. Unser Held verschwendete keine Worte: „Er trägt Größe 54.“

Warren Buffett – amerikanischer Value-Investor, Chairman von Berkshire Hathaway (*1930), aus „Warren Buffett’s Management Secrets“ (2009)

Spitzenleistung

Jede Aufgabe ist ein Selbstbildnis der Person, die sie ausgeführt hat. Signiere Deine Arbeit mit hervorragender Leistung.

Motivation

Atmosphäre

Man kann keinen großartigen Laden zum Einkaufen haben, wenn man ihn nicht vorher zu einem großartigen Laden zum Mitarbeiten (Arbeitsplatz) macht.

Stew Leonard, Sr. – amerikanischer Unternehmer, Gründer der Stew Leonard’s Supermärkte (*1929)

Politik als Beruf

Man kann sagen, daß drei Kriterien vornehmlich entscheidend sind für den Politiker: Leidenschaft – Verantwortungsgefühl – Augenmaß.

Max Weber – Gründervater der deutschen Soziologie, bekannt insbesondere durch „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ (1864-1920), aus einem Vortrag vor dem Freistudentischen Bund in München, 1919

Öffentliche Kritik

Wer öffentlich kegelt, der muß sich auch öffentlich sagen lassen, wie viel er getroffen hat.

nach Kurt Tucholsky – deutscher Schriftsteller (1890-1935)

Führen

Führen ist die Kunst, den Schlüssel zu finden, der die Schatztruhe des Mitarbeiters aufschließt.

Pater Anselm Grün – Mönch und Cellerar der Benediktinerabtei Münsterschwarzach (*1945), aus „Menschen führen – Leben wecken“ (2006)

„Einfache“ Arbeit

Ich war glücklicher als ich noch Mechaniker war.

wird Henry Ford zugeschrieben – amerikanischer Ingenieur und Unternehmer (1863-1947)

Qualität

Die wichtigste Loyalität des Künstlers ist jene gegenüber der Qualität.

wird Jean-Louis Barrault zugeschrieben – französischer Schauspieler, Pantomime und Regisseur (1910-1994)

Arbeitsfreude

Ich mache meine Arbeit, weil sie mir Freude macht, und ich habe keinen Grund, mir diese Freude selbst zu nehmen.

Dr. Hans Riegel – deutscher Unternehmer, Haribo (1923-2013), Zitateheft 2012

Wild entschlossen

Wir standen jeden Morgen um 5 Uhr auf und machten in unserem Imbiss in Littlehampton Frühstück für die örtlichen Fischer. Unser Laden schloß, wenn der letzte Gast gegangen war. Die anderen hatten von 9-17 Uhr auf. So bekam ich eine Vorstellung davon, was manche Leute zu Unternehmern macht und andere eben nicht. Wir waren wild entschlossen – die anderen waren es nicht.

Anita Roddick – britische Unternehmerin, Gründerin der Kosmetikkette Body Shop (1942-2007), aus Financial Times Deutschland vom 16.11.2006, Zitateheft 2009

Langes Leben

Und wenn man sich die gesamte Biographie von Hundertjährigen anschaut, dann läßt sich feststellen, daß überaus viele Probanden nicht nur von einem Beruf, sondern vielleicht eher von einer Berufung sprechen.

Prof. Dr. Peter Martin – Deutsches Zentrum für Alternsforschung, Heidelberg, Zitateheft 2009

Können

Es gibt Maler, die die Sonne in einen gelben Fleck verwandeln. Es gibt aber andere, die dank ihrer Kunst und Intelligenz einen gelben Fleck in die Sonne verwandeln.

wird Pablo Picasso zugeschrieben – spanischer Künstler (1881-1971), Zitateheft 2009

Berufung

Wenn Du Deine Berufung zum Beruf machst, dann arbeitest Du nicht, dann lebst Du.

Michael Flatley – irisch-amerikanischer Tänzer und Choreograph (*1958), Zitateheft 2009

Aufgaben

Wir bieten große Aufgaben in einer kleinen Firma. Das ist besser, als kleine Aufgaben in einer großen Firma.

Heribert Rohrbeck – deutscher Manager, Christian Bürkert GmbH & Co. KG (*1960), Zitateheft 2009

Öffentliche Beobachtung

Die charakterlichen Veränderungen können schon gravierend sein, weil Politiker von morgens bis abends unter öffentlicher Beobachtung stehen. Das ist sehr anstrengend und kann bisweilen zu einer Überforderung führen. Vor allem, wenn man nicht damit umgehen kann, daß man in den Medien kritisiert wird, und dann ständig der Anerkennung hinterherhechelt.

Prof. Dr. Friedhelm Farthmann – deutscher Politiker (SPD), 1975-85 Arbeitsminister in Nordrhein-Westfalen (*1930), Zitateheft 2008

Dickes Fell

Wer Hitze nicht verträgt, darf nicht Koch werden. Wer Angriffe nicht verkraftet, muß einen anderen Beruf ausüben.

Gerhard Mayer-Vorfelder – deutscher Politiker und Sportfunktionär (*1933), Zitateheft 2008

Beruf

Wähle einen Beruf, den Du liebst, und Du brauchst keinen Tag in Deinem Leben mehr zu arbeiten.

asiatisches Sprichwort – Zitateheft 2008

Arbeit und Glück

Ich stelle fest, je härter ich arbeite, umso mehr Glück scheine ich zu haben.

wird Thomas Jefferson zugeschrieben – amerikanischer Politiker, 1801-09 3. Präsident und Vertreter der amerikanischen Aufklärung (1743-1826), Zitateheft 2008

Motivation

Sie müssen Ihre Angestellten glücklich machen. Wenn die Angestellten glücklich sind, werden sie die Kunden glücklich machen.

John Willard Marriott – amerikanischer Unternehmer, Gründer der Marriott-Hotelkette (1900-1985)

Arbeit

Wenn Deine Arbeit für sich selbst spricht, rede nicht dazwischen.

wird Henry J. Kaiser zugeschrieben – amerikanischer Unternehmer, Gründer mehrerer Unternehmen – heute Kaiser Group International (1882-1967)

Liebe zum Beruf

Willst Du Dein Leben lang glücklich sein, suche Dir einen Beruf, den Du wirklich liebst.

Weisheit

Drei Arbeitsregeln

1. Im Durcheinander finde die Einfachheit.

2. Im Mißklang finde die Harmonie.

3. Inmitten von Schwierigkeiten liegen Chancen.

Weisheit – werden oft fälschlicherweise Albert Einstein zugeschrieben („The new quotable Einstein“)

Sachfremdheit

Der Beamte und der Philosoph beziehen ihre Stärke aus der Sachfremdheit.

Friedrich II. von Preußen – genannt Friedrich der Große, 1740-86 König von Preußen (1712-1786), Zitateheft 2007

Alt oder kühn

Es gibt alte Piloten und es gibt kühne Piloten. Aber es gibt keine alten kühnen Piloten.

Sprichwort in der British Royal Air Force – Zitateheft 2007

Länger leben

Ein zweiter klösterlicher Freiraum ist, daß es keine Pensionsgrenze gibt. 80-jährige stehen bei uns noch jeden Tag in ihrer Werkstatt oder sitzen an ihrem Schreibtisch, soweit sie noch können. Das gibt ihnen Freude und sinnerfüllte Tage, und das läßt uns Mönche im Durchschnitt deutlich älter werden, als die Zivilbevölkerung.

Erzabt Jeremias Schröder OSB – deutscher Mönch, Erzabt der Benediktinerabtei St. Ottilien (*1964), Zitateheft 2007

Partei

In einer Partei ist die Struktur viel diffuser als einem Unternehmen. Die Zustimmung der anderen ist schwerer kalkulierbar als das Verhalten eines einzelnen Vorgesetzten, der in einem Unternehmen die Bezugsperson sein kann, die über meine Zukunft entscheidet.

Wer in einer Partei Karriere machen will, muß mit mehr Faktoren rechnen und viel umsichtiger vorgehen, als der Aufsteiger in einem Unternehmen. Er oder sie muß eine ziemlich hohe Frustrationstoleranz haben, Härte gegen sich selbst entwickeln, eine hohe Belastbarkeit mitbringen und sehr viel Zeit investieren.

Prof. Dr. Ulrich von Alemann – deutscher Parteienforscher (*1944), Zitateheft 2007

Arbeit

Arbeit ist oft die einzige Erholung von der Last des Daseins.

Peter Rosegger – österreichischer Schriftsteller (1843-1918), Zitateheft 2007

Mitarbeiter

Jeder Vorgesetzte hat es lieber mit Leuten zu tun, die sich viel zumuten, als mit solchen, die wenig in Angriff nehmen.

Lee Iacocca – amerikanischer Unternehmer, Retter von Chrysler (*1924), Zitateheft 2007

Mitarbeiter

Mitarbeiter sind Menschen. Keiner ist perfekt. Sie kommen immer wieder, um sich über andere zu beschweren. Obwohl die Bibel klar erklärt: „Geh‘ erst mal hin, erkläre es dem anderen, was dich an ihm stört“, versuchen einige Menschen immer wieder, sich über andere zu beschweren statt mit den anderen zu reden und es erst mal selbst zu klären.

Arol Wolford – selbständiger Unternehmer, Chef von 1.200 Mitarbeitern

Presse

Wenn ich Interviews gebe, zehrt das an den Kräften. Und dann leidet die Musik.

Norah Jones – amerikanische Sängerin und Songwriterin (*1979), im Magazin „Focus“, Zitateheft 2005

Beten und Arbeiten

Bete, als ob alles Arbeiten nichts nützt und arbeite, als ob alles Beten nichts nützt.

Martin Luther – deutscher Reformator (1483-1546), Zitateheft 2005

Alle im gleichen Boot

Diejenigen, die immer davon reden, daß wir doch alle im gleichen Boot sitzen, sind meist diejenigen, die sich rudern lassen.

Helmut Ruge – deutscher Satiriker (1940-2014)

Die unteren 10 Prozent

Das grausamste System der Welt ist, wenn Sie Leuten 3-4 Prozent Gehaltserhöhung als Inflationsausgleich geben. Sie schleppen sie mit, bieten Ihnen kein Personalgespräch, sagen ihnen nicht, was sie falsch machen, wie sie sich verbessern können. Und dann kommt eine Rezession.

Dann rufen Sie sie herein und sagen „Hey, Sie müssen gehen.“ Das ist die grausamste Form von Management.

Wir sagen den unteren 10 Prozent „Seht her, Ihr habt ein Jahr. Sucht euch etwas wo Ihr hingehen könnt.“ Und das machen sie. Sie haben gute Empfehlungen, sie gehen raus und bauen eine neue Karriere auf, anstatt immer in den unteren 10 Prozent festzukleben. Halten Sie das nicht für grausam. Sehen Sie die Verpflichtung, den Leuten zu sagen, wo sie stehen, als eine der wichtigsten in Ihrer Position als Vorgesetzter.

Jack Welch – eigentlich John Francis Welch jr., legendärer amerikanischer Manager (General Electric), Fortune 1999: Manager des Jahrhunderts (*1935)

Menschen und Arbeit

Manche Menschen erinnern an Wale, Sie tauchen auf, wenn die Arbeit getan ist.

schwedisches Sprichwort – aus einer Sammlung von Gunnel (*1941) und Kjell Swärd (*1937)

Liebe zur Arbeit

Ein Mensch, der seine Arbeit liebt, wird niemals alt.

Pablo Casals – spanischer Cellist (1876-1973)

Journalisten

Mit kleinen Jungen und Journalisten soll man vorsichtig sein. Die schmeißen immer noch einen Stein hinterher.

Dr. Konrad Adenauer – deutscher Politiker (CDU), 1949-63 erster Bundeskanzler (1876-1967)

Delegieren

Wenn ein Chef alles selbst machen will, darf er sich nicht wundern, wenn sich seine Mitarbeiter zur Ruhe setzen.

Weisheit – Zitateheft 2006

Erziehung

Warum wird es als Beruf anerkannt, wenn eine Frau fremde Kinder erzieht, aber nicht, wenn sie eigene Kinder betreut?

Philip Prinz von Preußen – deutscher Theologe, Urenkel von Kaiser Wilhelm II (*1968)

Charakter

Den Charakter eines Menschen erkennt man erst dann, wenn er Vorgesetzter geworden ist.

Erich Maria Remarque – eigentlich Erich Paul Remark, deutsch-amerikanischer Schriftsteller (1898-1970)

Zustimmung und Beifall

Für seine Arbeit muß man Zustimmung suchen, aber niemals Beifall.

Charles-Louis Baron de Montesquieu – französischer Schriftsteller und Staatstheoretiker (1689-1755), Zitateheft 2002

Zivilcourage

Zivilcourage ist das, was von einem Menschen übrig bleibt, wenn der Vorgesetzte das Zimmer betritt.

Wernher von Braun – deutsch-amerikanischer Raketenbauer (1912-1977), Zitateheft 2004

Wachstum

Ein guter Mitarbeiter ist nur dann ein guter Mitarbeiter, wenn er einen doppelt so guten Nachfolger findet.

Prof. Dr. Jörg W. Knoblauch – deutscher Unternehmer (*1949), Zitateheft 2004

Jeder Einzelne zählt

Der Einsatz des Einzelnen an den Anstrengungen der Gruppe – das ist es, was ein Team, eine Gesellschaft und die Zivilisation funktionieren läßt.

Vince Lombardi – legendärer amerikanischer Football-Trainer (1913-1970)

Lebenserfahrung

Eine Dame spazierte in Paris eine Straße entlang, als sie Picasso in einem Cafe sah, wo dieser gerade zeichnete.

Die Frau ging zu ihm herüber und fragte ihn, ob er sie zeichnen würde, sie würde sofort dafür bezahlen.

Picasso stimmte zu. In drei Minuten war es fertig: Ein Original-Picasso.

„Was schulde ich Ihnen?“, fragte sie.

„Fünftausend Fancs“ antwortetet er.

„Aber es hat nur drei Minuten gebraucht!“, fuhr sie auf.

„Nein“, sagte Picasso, „es brauchte mein ganzes Leben.“

Pablo Picasso – spanischer Künstler (1881-1973), Zitateheft 2004

Dienen in Freiheit

Es gibt eine höchste Lebensform, und die heißt, in Freiheit zu dienen.

Theodor Fontane – deutscher Schriftsteller (1819–1898), Zitateheft 2004

Ordnung

Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb.

Kurt Tucholsky – deutscher Schriftsteller (1890-1935), aus „Das kann man noch gebrauchen-!“ (Neue Leipziger Zeitung, 1930), Zitateheft 2003

Besser werden

Werde gut – oder geh.

Peter F. Drucker – amerikanischer Management-Denker österreichischer Herkunft (1909-2005), Zitateheft 2012