Lesen zum Überleben?

Dinosaurier haben nicht gelesen. Jetzt sind sie ausgestorben. Zufall?

rhetorische Frage

Lesen als Schlüssel

Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.

wird Aldous Leonard Huxley zugeschrieben – britischer Schriftsteller (1894-1963)

Lesen stärkt

Lesen ist für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist.

Joseph Addison – britischer Politiker und Schriftsteller (1672-1719), in „Der Tatler“, Nr. 147 (1709)

Gutes Buch

Ein gutes Buch ist ein guter Freund.

Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre – französischer Schriftsteller (1737-1814), aus „Paul und Virginie“ (1788)

Gewissensforschung der Presse

Ist Dein Blatt so charaktervoll, daß es der Wahrheit Zeugnis gibt? Tritt es auch für die Wahrheit ein, die nicht gern gehört wird?
Ist Dein Blatt Ausdruck des Gewissens? Steht ihm das Gewissen höher als die Interessen irgendeiner politischen Partei? Höher als eigener Gewinn oder Geschäft?
Vertritt Dein Blatt die Gerechtigkeit? Tritt es ein für eine gerechte Verteilung der Soziallasten oder rückt es einseitig die Interessen bestimmter Berufe in den Vordergrund?
Hat es das Volksganze und das Staatswohl im Auge? …
Hat Dein Blatt Mut? Mut nach jeder Richtung? Mut gegenüber den Volksmassen? Mut gegenüber der öffentlichen Meinung? Mut gegenüber den Abgeordneten und Parteien? Mut gegenüber der Regierung?

Pater Ingbert Naab – geboren Karl Borromäus Naab, deutscher Kapuziner (1885-1935), aus einem Artikel in „Illustrierter Sonntag“, 20.9.1931

Gut für die Seele

Bücher erreichen Stellen, da kommt der Fernseher gar nicht hin.

Sinnspruch – gesehen auf „Der Kinderaztblog“

Lesen macht schlau, reich und gesund

Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zaune.

wird Johann Wolfgang von Goethe zugeschrieben – deutscher Dichter (1749-1832)

das Zitat hängt in der Deutsch-Türkischen Buchhandlung in Istanbul, konnte aber von der Klassik-Stiftung in Weimar nicht bestätigt werden

Lesen macht erfolgreich

Kein Faktor determiniert den späteren Erfolg im Leben eines Menschen stärker als die Frage, ob die Eltern Bücher zu Hause haben oder nicht. Wo Bücher im Haus sind, herrscht ein ganz anderer Anspruch, über die Welt nachzudenken.

Dr. Hans-Georg Häusel – deutscher Diplom-Psychologe und Vortragsredner (*1951), Zitateheft 2017

Sprache

Sprache ist das Tor zur Welt, Sprache vereint Menschen, sie ermöglicht uns den Zugang zu Bildung und ist ein Mittel zur Persönlichkeitsentfaltung.

Dennenesch Zoudé – deutsche Schauspielerin (*1966)

Lebenserfahrung

Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben, das wird die rechte Form dem Geiste geben.

Lebensweisheit

Besser Zitieren

Ein Zitat ist wesentlich wirkungsvoller, wenn es Aristoteles zurückgeschrieben wird, als wenn es Will Durant zugeschrieben wird.

Frank F. Herron – amerikanischer Dozent für Kommunikationswissenschaften (*1952)

[Aristoteles: griechischer Philosoph (384-322 v. Chr.); Will Durant: amerikanischer Philosoph und Priester (1885-1981)]

Nachdenken

Schreiben ist die Kunst des vertieften Nachdenkens.

René J. Cappon – amerikanischer Autor und Journalist (1924-2007), Zitateheft 2014

Zitate

Ich zitiere nicht viel von anderen, außer wenn ich mich damit selbst besser auszudrücken kann.

Michel de Montaigne – französischer Schriftsteller und Philosoph (1533-1592), aus „Über die Kinderzucht“ („De l’Institution des Enfans“, erschienen im ersten Band seiner Essays 1580)

Presse-Echo

Achte nicht darauf, was sie über Dich schreiben. Miß es einfach in Zentimetern.

Andy Warhol – amerikanischer Künstler (1928-1987), Zitateheft 2013

Nachdenken

Wir beide bestehen darauf, beinahe jeden Tag viel Zeit dafür zu haben, nur dazusitzen und nachzudenken. Das ist sehr ungewöhnlich in der amerikanischen Geschäftswelt. Wir lesen und denken nach. Also lesen und denken Warren und ich mehr und tun weniger als die meisten Geschäftsleute. Wir tun das, weil wir diese Art zu leben mögen. Aber letztlich hat diese Eigenheit eine positive Auswirkung auf uns selbst.

Charlie Munger – Vice Chairman von Berkshire Hathaway (*1924), Zitateheft 2013

Auflagenglück

Man kauft das Buch zuerst und liest es dann. Das Auflagenglück so vieler Autoren beruht auf dieser zeitlichen Anordnung.

wird Alexander Roda-Roda zugeschrieben – eigentlich Sandór Friedrich Rosenfeld, österreichischer Schriftsteller (1872-1945), Zitateheft 2010

Bibel

Mich beunruhigen nicht die Bibelstellen, die ich nicht verstehe, es sind vielmehr die Stellen, die ich verstehe.

wird Mark Twain zugeschrieben – eigentlich Samuel Langhorne Clemens, amerikanischer Schriftsteller (1835-1910)

Bibellesen

Immer ist mir, als läse ich etwas ganz Neues. Darin ähnelt die Bibel dem nächtlichen Himmel: je länger man schaut desto mehr Sterne sind da.

Dimitri Mereschkowski – russischer Schriftsteller (1865-1914)

Fortschritt

O glücklichster Leser, wasche Deine Hände und fasse das Buch so an, drehe die Blätter sanft, halte die Finger weit ab von den Buchstaben. Der, der nicht weiß, zu schreiben, daß dies eine Arbeit sei. O wie schwer ist das Schreiben: es trübt die Augen, quetscht die Nieren und bringt zugleich allen Gliedern Qual! Drei Finger schreiben, der ganze Körper leidet…

Notiz eines Schreibers aus dem 8. Jahrhundert – gesehen in der Bibelgalerie Mersburg

Lernen

Ein Mensch lernt auf zwei Arten. Die eine ist Lesen, die andere die Gesellschaft von gewandteren Leuten.

William Penn Adair „Will“ Rogers – amerikanischer Humorist (1879-1935)

Fehleinschätzung

In den zwei dicken Bänden mit ihren mehr als tausend Seiten werden uns die wertlosen Geschicke wertloser Menschen in wertlosem Gerede vorgeführt. Thomas Mann kann rund heraus nicht deutsch, seine Muttersprache versagt ihm für die einfachsten Ausdrücke.

Eduard Engel – deutscher Sprach- und Literaturwissenschaftler (1851-1938), über „Buddenbrooks“ von Thomas Mann, aus „Was bleibt? Die Weltliteratur“ (1928)

Lesen

Lesen kostet Zeit, nicht lesen kostet Geld!

wird Erwin Barth von Wehrenalp zugeschrieben – deutscher Verleger, Gründer des Econ-Verlags (1911-1996), Zitateheft 2009

Bibel beantwortet alle Fragen

Ich glaube, daß die Bibel allein die Antwort auf all unsere Fragen ist und daß wir nur anhaltend und demütig zu fragen brauchen, um die Antwort von ihr zu bekommen.

Dietrich Bonhoeffer – deutscher evangelischer Theologe (Bekennende Kirche) und Widerstandskämpfer (1906-1945), Zitateheft 2009

Bibellesen

Man muß Bibel und Zeitung lesen. Man muß die Bibel lesen, damit man die Zeitung versteht. Die Zeitung verwirrt einen, wenn man sie nicht liest auf der Basis dessen, was die Bibel an Menschenbild und Zukunftsperspektive hat. Wenn man das aus dem Blick verliert, dann wird man, wie der Apostel Paulus sagt, hin und her getrieben vom Winde der Meinungen.

Johannes Rau – deutscher Politiker (SPD), 1999-2004 Bundespräsident (1931-2006), 1996 als Ministerpräsident von NRW im Bundesrat, Zitateheft 2004

Kraft

Ein Wort, ein Buch, ein Autor sind nichts als einzelne Wassertropfen. Alle zusammen ergeben den Strom, der alles hinwegreisst und den keine Kraft zurückfließen lassen kann.

wird Adelbert von Chamisso zugeschrieben – eigentlich Louis Charles Adélaide de Chamissot, deutscher Dichter und Naturforscher französischer Herkunft (1781-1838), Zitateheft 2008

Bibel

Die Einzigartigkeit der Bibel läßt sich unwiderleglich aufzeigen nicht am geschriebenen, sondern nur am gelesenen Buch. Die Bibel ist nicht das schönste Buch der Welt, nicht das tiefste, das wahrste, das weiseste, das spannendste und was es sonst noch für Superlative geben mag – wenigstens kann man keine von diesen Einzigartigkeiten einem, der nicht schon ein Vorurteil dafür hat, aufzwingen. Aber die Bibel ist das wichtigste Buch.

Franz Rosenzweig – jüdischer Philosoph und Theologe (1886-1929), aus „Das Formgeheimnis der biblischen Erzählungen“ in „Der Mensch und sein Werk, gesammelte Schriften, Band 3“, Zitateheft 2008

Menschen und Bücher

Von allen leblosen Gegenständen, von allen Erfindungen der Menschheit, sind uns die Bücher am nächsten, denn sie enthalten unsere wirklichen Gedanken, unsere Bestrebungen, unsere Empörung, unsere Illusionen, unsere Wahrheitstreue und unseren ständigen Hang zum Irrtum. Aber vor allem gleichen sie uns in ihrem unsicheren festhalten am Leben.

Joseph Conrad – eigentlich Josef Teodor Nalecz Konrad Kerzeniowski, britisch-polnischer Schriftsteller (1857-1924)

Bettlektüre

Wenn Du am Abend schlafen gehst, so nimm noch etwas aus der Heiligen Schrift mit Dir zu Bett, um es im Herzen zu erwägen und es – gleich wie ein Tier – wiederzukäuen und damit sanft einzuschlafen. Es soll aber nicht viel sein, eher ganz wenig, aber gut durchdacht und verstanden. Und wenn Du am Morgen aufstehst, sollst Du es als den Ertrag des gestrigen Tages vorfinden.

Martin Luther – deutscher Reformator (1483-1546), Zitateheft 2002

Lesegewohnheiten

Geldleute lesen gründlicher als Bücherliebhaber. Sie wissen, was für Nachteile aus flüchtiger Lektüre entstehen können.

Bertolt Brecht – deutscher Schriftsteller und Regisseur (1898-1956), Zitateheft 2002

Zitieren

Haben Sie auch schon bemerkt, daß wir viel mehr Aufmerksamkeit einer Textpassage widmen wenn sie zitiert wird, als wenn wir sie vom Original-Autor lesen?

Philip G. Hamerton – englischer Schriftsteller (1834-1894), Zitateheft 2004

Innovation

„Sie verdummt, macht abhängig und mithin unselbständig“ – gegen die Einführung der Schrift als Mittel der Debatte

Platon – griechischer Philosoph (etwa 428-348 v. Chr.), Zitateheft 2002