Fehleinschätzung

Die meisten Leute ignorieren Wahrscheinlichkeiten und überbetonen Risiken.

Ralph Wanger – amerikanischer Fund-Manager (*1933), aus „A Zebra in Lion Country“ (1999)

Wahl in Zeiten der Rebellion

Die gegenwärtige Rebellion bescherte unserer Republik eine Belastungsprobe; und eine Präsidentenwahl mit rechtmäßigem Ablauf während dieser Rebellion abzuhalten fügte nicht wenig Spannung hinzu. Wenn das treue Volk, vereinigt, durch den Aufruhr zum Äußersten seiner Kräfte gebracht wurde, müßte es dann nicht versagen, wenn es durch einen politischen Krieg untereinander gespalten und teilweise gelähmt wurde? Doch die Wahl war notwendig. Ohne Wahlen können wir keine freie Regierung haben.

Abraham Lincoln – amerikanischer Politiker, 1861-65 16. Präsident (1809-1865), schaffte 1863 die Sklaverei ab, Rede als Antwort zu einer Serenade nach seiner Wiederwahl, 10. November 1864

Rettung

Wo aber Gefahr ist, wächst
das Rettende auch.

Friedrich Hölderlin – deutscher Dichter (1770-1843), aus „Patmos“ (1808)

Recht

Das Recht verhindert, daß das Diktat der Macht erneut über Europa herrschen kann.

Beatrix – 1980-2013 Königin der Niederlande (*1938), aus ihrer Rede anläßlich der Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen (16. Mai 1996), Zitateheft 2017

Entschuldigen

Es ist leichter, sich für etwas zu entschuldigen, als vorher um Erlaubnis zu bitten.

Dr. Horst Marquardt – deutscher evangelischer Theologe, Autor und Journalist, Gründer mehrerer Werke (*1929), Zitateheft 2017

Die richtige Sichtweise

Der Pessimist klagt über Wind, der Optimist hofft, daß der Wind sich dreht, und der Realist hißt die Segel.

amerikanisches Sprichwort – Zitateheft 2017

Demut statt Hochmut

Wohlstand ist nicht das Problem, wohl aber der Hochmut, der oft mit ihm einhergeht.
Und umgekehrt ist Armut kein Segen, aber die Demut, die oft mit ihr einhergeht.

nach Johannes Chrysostomos – eigentlich Johannes von Antiochien, griechischer Kirchenlehrer, 398-407 Erzbischof von Konstantinopel (344 oder 349-407), Zitateheft 2017

Konfliktlösung

Die Lösung von Konflikten hängt von meiner Bereitschaft ab, in die Schuhe des anderen zu schlüpfen.

Ulrich Eggers – deutscher Publizist und evangelischer Geistlicher (*1955), Zitateheft 2016

Beteiligen

Die Betroffenen beteiligen und nicht die Beteiligten betroffen machen.

Rolf Wöhrle – Finanzvorstand der Sto AG (*1965), Zitateheft 2015

Das wohlfeile Mittagessen

Es ist ein altes Sprichwort: Wer andern eine Grube gräbt, fällt selber darein. – Aber der Löwenwirt in einem gewissen Städtlein war schon vorher darin.

Zu diesem kam ein wohlgekleideter Gast. Kurz und trotzig verlangte er für sein Geld eine gute Fleischsuppe. Hierauf forderte er auch ein Stück Rindfleisch und ein Gemüs für sein Geld. Der Wirt fragte ganz höflich, ob ihm nicht auch ein Glas Wein beliebe? „O freilich ja!“, erwiderte der Gast, „wenn ich etwas Gutes haben kann für mein Geld.“

Nachdem er sich alles wohl hatte schmecken lassen, zog er einen abgeschliffenen Sechser aus der Tasche und sagte: „Hier, Herr Wirt, ist mein Geld.“ Der Wirt sagte: „Was soll das heißen? Seid Ihr mir nicht einen Taler schuldig?“ Der Gast erwiderte: „Ich habe für keinen Taler Speise von Euch verlangt, sondern für mein Geld. Hier ist mein Geld. Mehr hab‘ ich nicht. Habt Ihr mir zu viel dafür gegeben, so ist’s Eure Schuld.“

Dieser Einfall war eigentlich nicht weit her. Es gehörte nur Unverschämtheit dazu und ein unbekümmertes Gemüt, wie es am Ende ablaufen werde. Aber das Beste kommt noch: „Ihr seid ein durchtriebener Schalk“, erwiderte der Wirt, „und hättet wohl etwas anders verdient. Aber ich schenke Euch das Mittagessen und hier noch ein Vierundzwanzigkreuzerstück dazu. Nur seid stille zur Sache und geht zu meinem Nachbarn, dem Bärenwirt, und macht es ihm ebenso!“

Das sagte er, weil er mit seinem Nachbarn, dem Bärenwirt, aus Brotneid in Unfrieden lebte und einer dem andern jeglichen Tort und Schimpf gerne antat und erwiderte.

Aber der schlaue Gast griff lächelnd mit der einen Hand nach dem angebotenen Geld, mit der andern vorsichtig nach der Türe, wünschte dem Wirt einen guten Abend und sagte: „Bei Eurem Nachbarn, dem Herrn Bärenwirt, bin ich schon gewesen, und eben der hat mich zu Euch geschickt und kein anderer.“

So waren im Grunde beide hintergangen, und der dritte hatte den Nutzen davon. Aber der listige Kunde hätte sich noch obendrein einen schönen Dank von beiden verdient, wenn sie eine gute Lehre daraus gezogen und sich miteinander ausgesöhnt hätten. Denn Unfrieden verzehrt, aber Frieden ernährt.

Johann Peter Hebel – deutsch-alemannischer Dichter, Pädagoge und evangelischer Theologe (1760-1826), aus seinen Kalendergeschichten (1804), Zitateheft 2015

Stärke

Gutes Holz wächst nicht mit Mühelosigkeit. Je stärker der Wind, desto stärker der Baum.

Douglas Malloch – amerikanischer Schriftsteller, bekannt als „Poet der Holzfäller“ (1877-1938), aus dem Gedicht „Good Timber“ (1926), Zitateheft 2015

Problemlösung

Wer ein Problem gut definiert, hat es schon halb gelöst.

wird Charles Franklin Kettering zugeschrieben – amerikanischer Erfinder und Forschungschef (General Motors, 1876-1958)

Talent

Schwierigkeiten bringen Talente ans Licht, die bei günstigeren Bedingungen schlummern würden.

Quintus Horatius Flaccus (Horaz) – römischer Schriftsteller (65-8 v. Chr.), aus „Satiren“ („Sermones“ 2,8,74 f, um 40 v. Chr.), Zitateheft 2016

Mut und Ausdauer

Mut und Ausdauer haben einen magischen Talisman, vor dem Schwierigkeiten verschwinden und Hindernisse sich in Luft auflösen.

John Quincy Adams – amerikanischer Politiker, 1825-29 6. Präsident (1767-1848), aus einer Ansprache in Plymouth am 22. Dezember 1802

Geheimnisse

Geheimnisse tendieren dazu, ihre Träger aufzuzehren. Je größer die Bürde des Geheimnisses, je größer die angenommene klandestine Gegenwehr des ehemaligen Besitzers der Daten, desto größer die Paranoia, desto schneller und umfangreicher die gegenseitigen Verdächtigungen.

Frank Rieger – deutscher Publizist, Internetaktivist und Sprecher des „Chaos Computer Clubs“ (*1971), aus „Wie man sich selbst lahmlegt“ (2011), Zitateheft 2016

Chancen

Krisen sind Chancen – in Arbeitskleidung.

Gottfried Heller – deutscher Fondsmanager und Vermögensverwalter (*1935), aus „Der einfache Weg zum Wohlstand: Mehr verdienen, weniger riskieren und besser schlafen“ (2014), Zitateheft 2016

Politik

Politik ist die hohe Kunst, Probleme zu lösen, die man zum größten Teil selbst angerichtet oder erfunden hat; sich Erfolge an die Brust zu heften, für die man im besten Fall nichts getan hat, und für Mißerfolge Schuldige zu suchen, die sich nicht wehren können.

Xaver Zimmerer – deutscher Unternehmer (*1957), aus dem „54. Jahresbericht“ der InterFinanz GmbH

Richtig

Wenn eine Person oder eine Organisation 1.000 mal Falsches sagt oder schreibt, entscheidet oder tut und nur einmal was Richtiges, dann will ich dem Richtigen nicht meine Anerkennung und mein Lob verweigern!

Hartmut Steeb – Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz (*1953)

Blickwinkel

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, mit angespannten Situationen umzugehen: Du kannst sie verändern, oder Du kannst Deinen Blickwinkel darauf verändern. Erleuchtung erlangt man durch den Wechsel des Blickwinkels.

Paul Wilson – australischer Autor und Experte für Streßbewältigung (*1949), Zitateheft 2013

Toleranz

Toleranz bewährt sich darin, daß sie beides zusammenhält: den Streit um die Wahrheit und die Fähigkeit zum Frieden.

Bischof Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber – deutscher evangelischer Theologe, 2003-09 Ratsvorsitzender der EKD (*1942), Zitateheft 2013

Zeit heilt

Ein einziger Grundsatz wird Dir Mut geben, nämlich, daß kein Übel ewig währt.

wird Epikur von Samos zugeschrieben – griechischer Philosoph (341-270 v. Chr.), Zitateheft 2012

Zehn Gebote der Gelassenheit

Johannes XXIII. hatte mit sich selber immer Schwierigkeiten und er sagte sich immer: „Nimm Dich nicht so wichtig.“ Damit er als Diplomat nicht immer ins Fettnäpfchen trat, formulierte er einige Vorsätze, die er dann bis zu zehn Stück ausbauen mußte. Bekannt wurden sie als „Dekalog der Gelassenheit“:

1. Leben
Nur für heute werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.

2. Sorgfalt
Nur für heute werde ich großen Wert auf mein Auftreten legen: vornehm in meinem Verhalten; ich werde niemand kritisieren, ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern – nur mich selbst.

3. Glück
Nur für heute werde ich in der Gewißheit glücklich sein, daß ich für das Glück geschaffen bin – nicht für die anderen, sondern auch für diese Welt.

4. Realismus
Nur für heute werde ich mich den Umstände anpassen, ohne zu verlangen, daß die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.

5. Lesen
Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen; wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist eine gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.

6. Handeln
Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen, und ich werde es niemandem erzählen.

7. Überwinden
Nur für heute werde ich etwas tun, für das ich keine Lust habe zu tun: sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, daß es niemand merkt.

8. Vertrauen
Nur für heute werde ich fest glauben (selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten), daß die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.

9. Mut
Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem zu freuen, was schön ist – und ich werde an die Güte glauben.

10. Planen
Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen – und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: der Hetze und der Unentschlossenheit.

Papst Johannes XXIII. – eigentlich Angelo Guiseppe Roncalli, 1958-63 Heiliger Vater, wird auch der „Konzilspapst“ oder wegen seiner Bescheidenheit und Volksnähe „il Papa buono“ – „der gute Papst“ genannt (1881-1963), Kompilation aus den „Geistlichen Tagebüchern von Joh. XXIII.“, Zitateheft 2012

Schwierigkeiten

Schwierigkeiten sind oft die Werkzeuge, mit denen Gott uns für bessere Dinge formt.

Henry Ward Beecher – amerikanischer Geistlicher, Gegner der Sklaverei (1813-1887), Zitateheft 2012

Probleme

Probleme sind Gelegenheiten zu zeigen, was man kann.

wird Duke Ellington zugeschrieben – eigentlich Edward Kennedy Ellington, amerikanischer Jazzmusiker (1899-1974), Zitateheft 2012

Guter Hirte

Ein guter Hirte schert seine Schafe. Er zieht ihnen aber nicht das Fell über die Ohren.

Tiberius Claudius Nero Caesar – auch Tiberius Iulius Caesar Augustus, römischer Staatsmann, 14-37 Kaiser (42 v. Chr. – 37 n. Chr.), zitiert in „Die zwölf Caesaren“ von Sueton (70-140 n.Chr.), Zitateheft 2012

Befürchtungen

Die Realität erweist sich fast immer als freundlicher als unsere Befürchtungen.

Dr. Elisabeth Mardorf – Psychotherapeutin, Coach und Autorin (*1950), Zitateheft 2012

Wahrheit

Nicht der liebt die Wahrheit, der sie anderen sagt. Nur der liebt die Wahrheit, der sie gegen sich verträgt.

wird Hermann Oeser zugeschrieben – deutscher Pädagoge (1849-1912), Zitateheft 2011

Teilen

Es gibt genug für jedermanns Bedürfnis, jedoch nicht für jedermanns Habgier. Wenn jeder mit dem anderen teilt, dann ist für alle genug da.

Dr. Frank Buchman – amerikanischer Theologe, Gründer der Moralischen Aufrüstung (MRA) (1878-1961), Zitateheft 2011

Lächeln

Lächeln ist die eleganteste Art, einem Gegner die Zähne zu zeigen.

wird Werner Finck zugeschrieben – deutscher Kabarettist (1902-1978), Zitateheft 2011

Europa

Europa ist wie eine Wohngemeinschaft. Jeder greift in die Haushaltskasse, aber keiner bringt den Müll runter.

wird Matthias Beltz zugeschrieben – deutscher Kabarettist (1945-2002), Zitateheft 2010

Einfachheit

Halte die Dinge einfach und nimm sie ernst. Einfachheit ist das Endergebnis langer harter Arbeit, nicht der Anfang.

Erkenntnis – Zitateheft 2010

Beherzt

Beherzt ist nicht, wer keine Angst kennt. Beherzt ist, wer die Angst kennt und sie überwindet.

wird Khalil Gibran zugeschrieben – auch Kahlil Gibran, libanesischer maronitischer Dichter, Philosoph und Maler (1883-1931), Zitateheft 2010

Ruhe

Wir haben gesunde Entschlüsse nötig; früher werden wir nicht zur Ruhe kommen. Und nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft. Ruhe aber haben wir wenig, besonders geistige Ruhe fehlt uns, und gerade diese wäre die Hauptsache, denn ohne geistige Ruhe gibt es auch keine andere.

Fjodor Michailowitsch Dostojewskij – russischer Schriftsteller (1821-1881), aus „Politische Schriften“ (1877)

Fehler machen

Ein Geschäftsmann gab mir einmal einen guten Rat. “Du wirst immer Fehler machen, aber es ist möglich durchs Leben zu gehen, Fehler zu machen und sie werden Deinem Geschäft nur wenig oder gar keinen Schaden zufügen. Denn der Trick ist, den Fehler frühzeitig zu erkennen und ihn zu bewältigen.”

Lord Ashcroft (*1946) – britischer Unternehmer und Politiker der “Conservative Party”

Planung

Die Kunst der Planung besteht darin, den Schwierigkeiten der Ausführung zuvorzukommen.

Luc de Clapier, Marquis de Vauvenargues – französischer Schriftsteller (1715-1747)

Schwierigkeiten

Schwierigkeiten sind da, um überwunden zu werden.

Ralph Waldo Emerson – amerikanischer Schriftsteller (1803-1882), aus einer Rede in Cambridge, 18. Juli 1867

Einkommensteuer

Um eine Einkommensteuererklärung abgeben zu können, muß man ein Philosoph sein. Für einen Mathematiker ist es zu schwierig.

Albert Einstein – deutscher Physiker, Physiknobelpreis 1921 (1879-1955)

Krise

Das Wort „Krise“ besteht im Chinesischen aus zwei Zeichen: Das erste ist das Symbol für Gefahr… das zweite das für Chance.

aus dem Wörterbuch

Vererben

Ich würde meinem Sohn einen Fluch aufbürden, sobald ich ihm den allmächtigen Dollar hinterließe.

Andrew Carnegie – amerikanischer Stahlunternehmer schottischer Herkunft (1835-1919), aus „The Gospel of Wealth“ (1889)

Schwierigkeiten

Die Frage, wie man Schwierigkeiten meistert: Das ist die unternehmerische Aufgabe.

Norman Rentrop – deutscher Verleger (*1957)

Kundenservice

Besonders allergisch reagiere ich, wenn einer meiner Mitarbeiter vom Kunden erwartet, daß dieser Verständnis für seine Probleme hat, statt daß er die Probleme des Kunden löst.

Claus Wisser – deutscher Unternehmer, Gründer der WISAG Service Holding GmbH & Co. KG (*1942)

Sündenböcke

Die Suche nach Sündenböcken ist von allen Jagdarten die einfachste.

wird Dwight D. Eisenhower zugeschrieben – amerikanischer General und Politiker, 1953-61 34. Präsident (1890-1969)

Bürokratie

Die Zehn Gebote haben 279 Wörter.

Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung hat 300 Wörter.

Die EU-Verordnung zur Einfuhr von Karamelbonbons hat 25.911 Wörter.

Bodo H. Hauser – deutscher Fernseh-Moderator beim ZDF (1946-2004), Zitateheft 2004

Nicht verzagen

Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, darf man den Kopf nicht hängen lassen.

viel zitiert von Josef Ackermann – Schweizer Bankmanager: Deutsche Bank (*1948), Zitateheft 2009

Lösungen

Mitte der 90er Jahre habe ich mein Unternehmen, die Max Schön AG, in das dänische Unternehmen Sanistal eingebracht. Nun bin ich dort ein Minderheitsgesellschafter. Ein Risiko, das sich für mich bezahlt gemacht hat: Ich habe die dänische Mentalität kennen und schätzen gelernt. Wenn in Dänemark etwas schiefläuft, sucht man nach der Lösung. Wenn hingegen in Deutschland etwas schiefläuft, sucht man den Schuldigen.

Max Schön – deutscher Unternehmer (*1961), Zitateheft 2009

Durchhaltevermögen

Es ist nicht so, daß ich besonders pfiffig bin. Es ist nur so, daß ich mich länger mit den Problemen beschäftige.

Weisheit – wird oft fälschlich Albert Einstein zugeschrieben, Zitateheft 2009

Ausweichen

Insgesamt jedoch erging es uns besser damit, den Drachen aus dem Weg zu gehen statt sie zu erschlagen.

Warren Buffett – amerikanischer Value-Investor, Chairman von Berkshire Hathaway (*1930), Zitateheft 2002

Problemlösungen

Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, daß Gott allein sich darum kümmert.

Dr. Martin Luther King jr. – amerikanischer Bürgerrechtler und Pastor, Friedensnobelpreis 1964 (1929-1968), Zitateheft 2002 + 2006

Gesinnung

Auf die Füße kommt unsere Welt erst sicher, wenn sie sich beibringen läßt, daß ihr Heil nicht in neuen Maßnahmen, sondern in neuen Gesinnungen besteht.

Albert Schweitzer – deutsch-französischer Missionsarzt, Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965), Zitateheft 2003

Gesetze

Worüber ich mich immer wieder wundere ist dies: Es gibt auf der Welt über 30 Millionen Gesetze, um die zehn Gebote durchzuführen.

wird Albert Schweitzer zugeschrieben – deutsch-französischer Missionsarzt, Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965)

Optimisten

Optimisten weigern sich nicht, Negatives zur Kenntnis zu nehmen. Sie weigern sich, sich ihm zu unterwerfen.

wird Norman Vincent Peale zugeschrieben – amerikanischer Pfarrer und Autor (1898-1993)

Verstaatlichung

Nennt man das Kind beim Namen und sagt ‚Verstaatlichung‘, so wird aller Sozialismus unromantisch und nüchterner.

Prof. Dr. Theodor Heuss – deutscher Politiker (FDP), 1949-59 Bundespräsident (1884-1963), aus der Rede „Deutschlands Zukunft“, Versammlung der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) in Stuttgart, 19.1.1919

Genießen

Wer nicht genießen kann, wird ungenießbar.

Peter Hahne – deutscher Fernsehmoderator, 1992-2009 Mitglied des Rates der EKD (*1952), Zitateheft 2005

Was bedeutet „Krise“

Sprachlich entstammt das Wort „Krise“ drei verschiedenen Wurzeln: Zum einen dem griechischen Wort „krisis“, welches so viel bedeutet wie „Entscheidung, entscheidende Wende“. Für die Griechen ist damit keinesfalls gesagt, daß diese Wende negativ sein muß. Die zweite Wurzel des Wortes „Krise“ ist das lateinische Wort „cribum“, welches so viel bedeutet wie „Sieb“. In eine ähnliche Richtung weißt die dritte sprachliche Wurzel des Wortes „Krise“, nämlich das mittelhochdeutsche Verb „kreian“, was so viel heißt wie „reinigen“.

philologische Weisheit – Zitateheft 2007

Verantwortung

Wo alle verantwortlich sind, ist niemand verantwortlich.

Friedrich Dürrenmatt – Schweizer Schriftsteller (1921-1990), Zitateheft 2008

Schweigen

Die Narren tragen ihr Herz auf der Zunge, aber die Weisen haben ihren Mund im Herzen.

Die Bibel, Buch Jesus Sirach 21,28 – Zitateheft 2008

Lebenskunst

Lebenskunst ist, Problemen nicht auszuweichen.

wird Anaximander zugeschrieben – griechischer Philosoph, auch Anaximandos (ca. 610 – nach 547 v. Chr.)

Problemen zuvorkommen

Intelektuelle lösen Probleme, Genies kommen Ihnen zuvor.

wird oft fälschlich Albert Einstein zugeschrieben – Zitateheft 2008

Gesetze

Früher litten wir an Verbrechen, heute an Gesetzen.

wird Publius Cornelius Tacitus zugeschrieben – römischer Politiker und Historiker (55-116 n. Chr.), Zitateheft 2008

Durchhaltevermögen

Wenn man denkt, es geht nicht mehr, hat man immer noch zwei Drittel seiner Kräfte.

Dr. Horst Köhler – deutscher Politiker (CDU), 2004-10 Bundespräsident (*1943), Zitateheft 2008

Geduld

Hab‘ Geduld, alle Dinge sind schwierig, bevor sie leicht werden.

französisches Sprichwort

Unterschied

Der Unterschied zwischen dem beinahe richtigen Wort und dem richtigen Wort ist wirklich eine große Sache – es ist der Unterschied zwischen dem Glühwürmchen und dem Blitz.

Mark Twain – eigentlich Samuel Langhorne Clemens, amerikanischer Schriftsteller (1835-1910)

Sichtweisen

Der Pessimist sieht Schwierigkeiten bei jeder Gelegenheit.
Der Optimist erkennt die Gelegenheit bei jeder Schwierigkeit.

L.-P. Jacks – britischer Pfarrer und Universitätsprofessor (1860-1955), Zitateheft 2004

Sorgen

Wir müssen aus unseren Sorgen für den Anderen Gebete werden lassen.

Dietrich Bonhoeffer – deutscher evangelischer Theologe (Bekennende Kirche) und Widerstandskämpfer (1906-1945), Zitateheft 2005

Chancen

Wohin wir auch blicken auf dieser Welt, überall entwickeln sich die Chancen aus den Problemen.

Nelson A. Rockefeller – amerikanischer Politiker und Philanthrop,1974-77 Vizepräsident (1908-1997)

Risikominimierung

Der einzige Weg, Risiken zu minimieren, ist Denken.

Charlie Munger – Vice Chairman von Berkshire Hathaway (*1924)

Verbesserung

Wann haben Sie das letzte Mal nach einer besseren Lösung gesucht?

Motivationsfrage

Was uns beunruhigt

Die Menschen werden nicht beunruhigt durch die Dinge, die passieren, sondern durch die Gedanken darüber.

Epiktet – griechischer Philosoph (um 50 – etwa 138)

Wehret den Anfängen

Als sie die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

Martin Niemöller – deutscher Theologe und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus (1892-1984), Zitateheft 2007

Streitlust

Wer den Streit sucht, ist zum Frieden nicht geeignet.

Dr. Peter Amendt OFM – deutscher Franziskaner (*1944)

Gewißheit

Wenn ich zweifle erinnere ich mich: In der Geschichte hat sich der Weg der Wahrheit und Liebe immer durchgesetzt. Es gab Tyrannen und Mörder, und für eine gewisse Zeit erschienen sie unbesiegbar – aber am Ende sind sie alle gefallen. Denke daran, IMMER!

Mahatma Gandhi – indischer Politiker (1869-1948)

Versprechen

Lieber sich einmal versprechen, als zigmal Versprechen zu brechen.

Friedbert Pflüger – deutscher Politiker (CDU) und Unternehmensberater (*1955), Zitateheft 2007

Ratschläge

Ich habe immer gefunden, daß es sehr nützlich ist, Ratschläge einzuholen, auch wenn man keinen befolgt.

Johannes Gross – deutscher Publizist und Journalist (1932-1999), Zitateheft 2007

Bürokratie

Auf die Frage, wie die Russen die eigentlich führenden Amerikaner doch noch überrunden konnten: „Bei der Eroberung des Weltraums hatten wir zwei Probleme zu überwinden: die Schwerkraft und den Papierkrieg. Mit der Schwerkraft wären wir fertig geworden…“

Wernher von Braun – deutsch-amerikanischer Raketenbauer (1912-1977), Zitateheft 2007

Ausreden

Wenn die Vernunft Disziplin erfordert – und das ist meistens der Fall -, verlieben wir uns in die Ausrede.

Roland Baader – deutscher Autor und Publizist (1940-2012), Zitateheft 2007

Süßes

Ein ganz klein wenig Süßes kann viel Bitteres verschwinden machen.

Francesco Petrarca – italienischer Dichter (1304-1374)

Falsche Sicherheit

Du hast eine trügerische Sicherheit erworben, und es ist diese trügerische Sicherheit in der Du lebst, die Deine Minderwertigkeitsgefühle erzeugt.
Man lebt so eingewickelt in Decken, geschützt vor Kälte und Hitze. Und es ist nicht gut, niemals Kälte und Hitze an sich heran zu lassen.

Dr. Carl Gustav Jung – Schweizer Psychologe (1875-1961)

Folter

In früheren Zeiten bediente man sich der Folter, heutzutage bedient man sich der Presse: Das ist gewiß ein Fortschritt.

Oscar Wilde – englischer Schriftsteller (1854-1900)

Presse

Für mich ist es unerträglich, wenn mir Journalisten dumm kommen oder aggressiv sind. Dann möchte ich am liebsten aufspringen und gehen. Aber ich versuche, das wie eine Prüfung durchzustehen.

Peter Hoeg – dänischer Schriftsteller (*1957), Zitateheft 2005

Leben

Alles Leben ist Problemlösen.

Sir Karl Raimund Popper – englischer Philosoph und Soziologe österreichischer Herkunft (1902-1994)

Diskussion

Stelle Dich nicht auf die falsche Seite einer Diskussion, nur weil Dein Gegner auf der richtigen Seite steht.

Baltasar Gracián y Morales – spanischer Philosoph und Schriftsteller (1601-1658), Zitateheft 2005

Ausflucht

Die Berufung auf die Dummheit und Gemeinheit der anderen ist immer eine Flucht aus der eigenen Verantwortung.

Prof. Dr. Theodor Heuss – deutscher Politiker (FDP), 1949-59 erster Bundespräsident (1884-1963), Zitateheft 2005

Wiedergutmachung

Die schlimmsten Fehler macht man in der Absicht, einen Fehler gutzumachen.

Jean Paul – eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter (1763-1825), Zitateheft 2006

Probleme und Fähigkeiten

Wünsch Dir nicht weniger Probleme, sondern mehr Fähigkeiten.

Weisheit – Zitateheft 2006

Ordnung

Wer die Welt in Ordnung bringen will, gehe zuerst dreimal durchs eigene Haus.

Sprichwort aus Südasien – Zitateheft 2006

Fehlersuche

Suche nicht nach Fehlern. Suche nach Lösungen.

Henry Ford – amerikanischer Ingenieur und Unternehmer (1863-1947), Zitateheft 2006

Kompromiß

Ein Kompromiß ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder glaubt, er habe das größte Stück bekommen.

Ludwig Erhard – deutscher Politiker (CDU), 1963-66 Bundeskanzler, Vater des deutschen Wirtschaftswunders und der sozialen Marktwirtschaft (1897-1977)

Worte

Du bist der Herr Deiner Worte, doch einmal ausgesprochen, beherrschen sie Dich.

Sprichwort aus Schottland – Zitateheft 2002

Warten

Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, daß Gott allein sich darum kümmert.

Dr. Martin Luther King jr. – amerikanischer Bürgerrechtler und Pastor, Friedensnobelpreis 1964 (1929-1968), Zitateheft 2002

Schweigen

Wer schweigt, fördert immer das, was gerade läuft.

allgemeine Weisheit – Zitateheft 2002

Kunst

Kunst wäscht den Staub des Alltags aus der Seele.

Pablo Picasso spanischer Maler, Graphiker und Bildhauer (1881-1973), Zitateheft 2002

Ratgeben

Ratgeben kann man nur da, wo man die Lage des Anderen aus eigenem Erlebnis kennt.

Hermann Hesse – deutscher Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1946 (1877-1962)

Vergebung

Vergib jemandem und setze eine Person frei und Du wirst entdecken, daß Du diese Person bist.

Sprichwort – Zitateheft 2004

Sichtweisen

Wenn das einzige Werkzeug, das Du besitzt, ein Hammer ist, dann bist Du geneigt, jedes Problem als Nagel anzusehen.

Abraham Harold Maslow – amerikanischer Psychologe (1908-1970), Zitateheft 2004

Durchhalten

Konflikte sind Wegweiser zum Erfolg.

Marie von Ebner-Eschenbach – österreichische Schriftstellerin (1830-1916), Zitateheft 2004

Vorurteile

Ein Urteil läßt sich widerlegen, aber ein Vorurteil nie.

Marie von Ebner-Eschenbach – österreichische Schriftstellerin (1830-1916), Zitateheft 2003

Streit

Nicht jene, die streiten, sind zu fürchten, sondern jene, die ausweichen.

Marie von Ebner-Eschenbach – österreichische Schriftstellerin (1830-1916), Zitateheft 2003

Schwere Zeiten

Eine schwere Zeit ist wie ein dunkles Tor, gehst du hindurch, kommst du gestärkt hervor.

Marie von Ebner-Eschenbach – österreichische Schriftstellerin (1830-1916), Zitateheft 2003

Loslassen

Wir müssen das Loslassen lernen; es ist die große Lektion des Lebens.

Julie Schlosser – deutsche Schriftstellerin (1883-1965), Zitateheft 2003

Experten

Das Hauptproblem eines Ministers ist, daß man andauernd Vorschläge von Experten bewerten muß, ohne selbst Experte sein zu können.

Gerhard Stoltenberg – deutscher Politiker (CDU), 1982-89 Bundesfinanzminister (1928-2001), Zitateheft 2003