Vermächtnis

Was Dir von Anfang an anvertraut wurde, ist nicht nur Deine Pflicht, sondern auch Dein Vermächtnis.

Roswitha Bloch – deutsche Lyrikerin, Aphoristikerin, Dozentin und Lektorin (*1957)

Zutrauen

Wir beurteilen uns danach, was wir uns zutrauen; andere beurteilen uns danach, was wir bereits getan haben.

Henry Wadsworth Longfellow – amerikanischer Dichter (1807-1882), aus „Kavanagh“ (1849)

Weisheit: Eine Reihe von Benjamin Franklins zeitlosen Maximen und Aphorismen

Er erfand den „Franklin“-Heizofen. Er entdeckte, daß Blitze eine elektrische Entladung sind, indem er während eines Gewitters mit einem Drachen experimentierte. Er gründete die Bibliothek von Philadelphia, die Universität von Pennsylvania und die Amerikanische Philosophische Gesellschaft. Ein versierter Linguist half er seiner Nation, ihre Beziehungen zu den europäischen Mächten zu verbessern, als diese Beziehungen entscheidend fürs Überleben wurden. Er etablierte das amerikanische Postwesen. Er half, die Unabhängigkeitserklärung zu entwerfen. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend wurde Benjamin Franklin einer der wohlhabendsten Männer seines Landes, der dessen erfolgreichste Druckfirmen und Verlage besaß. „Poor Richard’s Almanac“, den er etwa 25 Jahre unter dem Pseudonym Richard Saunders herausgab, war eine der erfolgreichsten Publikationen des Landes seiner Zeit.

Poor Richard’s Almanac ist die Quelle der folgenden Weisheiten:

1. Genie ohne Ausbildung ist wie Silber in der Mine.
2. Wer sich nicht beraten läßt, dem ist nicht zu helfen.
3. Lern von den Fachkundigen; wer sich selbst unterrichtet, hat einen Narren zum Lehrmeister.
4. Narren brauchen die meiste Beratung, aber nur weise Männer sind dafür geeignet.
5. Der gelehrte Narr schreibt seinen Unsinn in besserer Sprache als der unbelesene, doch es ist immer noch Unsinn.
6. Hör die Vernunft, oder Du wirst sie Fühlen.
7. Wer ein Gewerbe hat, hat ein Vermögen.
8. Große Unternehmen können mehr wagen, kleine Boote müssen nahe am Ufer bleiben.
9. Wenn Deine Reichtümer Dir gehören, warum nimmst Du sie dann nicht mit Dir in die andere Welt?
10. Wer Geduld haben kann, kann haben, was er will.
11. Große Redner, kleine Macher.
12. Schwachköpfe reden viel, sagen aber wenig.
13. Wenn die Leidenschaft fährt, laß die Vernunft die Zügel halten.
14. Es ist leicht zu sehen, aber schwer vorherzusehen.
15. Wer auf das Glück wartet, wird sich seines Abendessens nie sicher sein.
16. Ein Wechsel des Glücks trifft einen weisen Mann nicht mehr als ein Wechsel des Mondes.
17. Fleiß ist die Mutter des Glücks.
18. Es gibt träge Geister ebenso wie träge Körper.
19. Keine Gewinne ohne Schmerzen.
20. Eifer, Ausdauer und Genügsamkeit
21. Alle Dinge sind einfach für den Eifer, alle Dinge sind schwer für die Faulheit.
22. Nichts ist bescheidener als ein Ziel, wenn es ums Klettern geht.
23. Eifer bezahlt Schulden, Verzweiflung vergrößert sie.
24. Gut gemacht ist besser als gut gesagt.
25. Große Güte ohne Besonnenheit ist großes Unglück.
26. Erhalte Dein Geschäft und es wird Dich erhalten.
27. Notwendigkeit hat noch nie ein gutes Geschäft gemacht.
28. Sei langsam in der Wahl eines Freundes, noch langsamer beim Wechseln.
29. Wer ist reich? Der sich über seinen Teil freut.
30. Reichtum ist nicht dem, der es hat, sondern dem, der es genießt.
31. Wer nach Pfennig kauft, erhält nicht nur sich, sondern auch die Anderen.
32. Lenk Dein Geschäft oder es wird Dich lenken.
33. Die höchste Torheit ist aus zu fein gesponnener Weisheit gemacht.
34. Wie der Stolz anschwillt, so nimmt der Erfolg ab.
35. Tricks und Verrat sind die Methode von Narren, die genug Verstand haben, ehrlich zu sein.
36. Wer ist stark? Jemand, der seine schlechten Angewohnheiten überwindet.
37. Versprechungen mögen Dir Freunde verschaffen, aber Nichteinhaltung wird sie zu Feinden machen.
38. Zufriedenheit macht arme Menschen reich; Unzufriedenheit macht reiche Menschen arm.
39. Du kannst Deine eigenen Fehler ertragen, doch warum nicht die Fehler Deiner Frau?
40. Derselbe Mensch kann nicht Freund und Schmeichler zugleich sein.
41. Jene, die gefürchtet sind, werden gehaßt.
42. Ein guter Freund ist die beste Habe.
43. Hör weder das Böse eines Freundes, noch sprich eines über einen Feind.
44. Bezahl, was Du schuldest, und Du wirst wissen, was Du besitzt.
45. Mit 20 regiert der Wunsch, mit 30 der Verstand, mit 40 das Urteilsvermögen.
46. Wenn Du Deine Geheimnisse vor einem Feind verbergen möchtest, dann erzähl es keinem Freund.
47. Wer über nichts beunruhigt sein muß, wird über nichts beunruhigt sein.
48. Eine ungehorsame Tochter belegt eine widerspenstige Ehefrau.
49. Iss um zu leben. Lebe nicht um zu essen.
50. Um Dein Leben zu verlängern, verkürze Deine Mahlzeiten.
51. Eine verlorene gute Ehefrau ist ein verlorenes Gottesgeschenk.
52. Es gibt keine kleinen Feinde.

Benjamin Franklin – amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler (1706-1790), aus „Poor Richard’s Almanack“ (1733-1758)

Weisheit, Tugend, Entschlossenheit

Weisheit befreit von Zweifel,
Tugend befreit von Leid,
Entschlossenheit befreit von Furcht.

wird Konfuzius zugeschrieben – chinesischer Philosoph und Lehrmeister (etwa 551-479 v. Chr.), aus dem „Lun Yu“, einer Sammlung von Lehrgesprächen, die Meister Kong und seinen Schülern zugeschrieben werden, erstmals erschienen im 2. Jahrhundert nach Christus (Buch IX, Kapitel 28), Zitateheft 2017

Lebenskraft

Die Lebenskraft eines Zeitalters liegt nicht in seiner Ernte, sondern in der Aussaat.

wird Carl Ludwig Börne zugeschrieben – eigentlich Löb Baruch, deutscher Journalist, Literatur- und Theaterkritiker (1786-1837)

Kühn bezweifeln

Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.

wird Alexander von Humboldt zugeschrieben – deutscher Naturwissenschaftler (1769-1859)

konnte von der Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle der Berlin-brandenburgischen Akademie der Wissenschaften nicht zweifelsfrei verifiziert werden

Glücklich reisen

Wer glücklich reisen will, muß mit leichtem Gepäck reisen.

wird Antoine de Saint-Exupery zugeschrieben – französischer Schriftsteller und Pilot (1900-1944), Zitateheft 2017

Dankbarkeit

Je schöner und voller die Erinnerungen, desto schwerer die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude.

Dietrich Bonhoeffer – deutscher evangelischer Theologe (Bekennende Kirche) und Widerstandskämpfer (1906-1945), aus einem Brief an Renate und Eberhard Bethge, Gefängnis Berlin-Tegel an Heiligabend 1943, Zitateheft 2017

Ein wachendes Auge siehet

Das Licht der Herrlichkeit scheint mitten in der Nacht.
Wer kann es sehn? Ein Herz, das Augen hat und wacht.

Angelus Silesius – eigentlich Johannes Scheffler, deutscher Mystiker (1624-1677), aus “Der Cherbuinische Wandersmann” (Buch 5, Kapitel 12, 1674)

Lassen

Der Mensch ist umso reicher, je mehr Dinge er lassen kann.

Henry David Thoreau – amerikanischer Schriftsteller und Philosoph (1817-1862), aus „Walden“ (1854), Zitateheft 2015

Mitmachen

Das Wort gehört zur Hälfte dem, der spricht, und zur Hälfte dem, der zuhört.

Michel de Montaigne – französischer Schriftsteller und Philosoph (1533-1592), aus „Von der Erfahrung“ („De l’expèrience“, erschienen im dritten Band seiner Essays 1595), Zitateheft 2015

Glück

Glück heißt: seine Grenzen kennen und sie lieben.

Romain Rolland – französischer Schriftsteller und Pazifist, Literaturnobelpreis 1915 (1866-1944), aus „Johann Christof am Ziel“ (1912)

Erfahrung

Führe mich einmal hinters Licht, Schande über Dich.
Führe mich ein zweites Mal hinters Licht, Schande über mich.

chinesisches Sprichwort

Glück

Glück ist ein Parfüm, das du nicht auf andere sprühen kannst ohne selbst ein paar Tropfen abzubekommen.

amerikanisches Sprichwort

Welt verändern

Die Welt ist ein Spiegel, aus dem jedem sein eigenes Bild entgegenblickt. Wirf einen mürrischen Blick hinein, und sie wird dir ein saures Gesicht zeigen, lach sie an und lach mit ihr, und sie ist dir ein lustiger, freundlicher Gefährte.

William Makepeace Thackeray – englischer Romancier (1811-1863), aus „Jahrmarkt der Eitelkeit“ („Vanity Fair“, 1848)

Das Schöne

Das Schöne weckt die Erinnerung an das Wahre.

wird Platon zugeschrieben – griechischer Philosoph (etwa 428-348 v. Chr.)

Du kannst nicht…

Du kannst keinen Wohlstand erzeugen, indem Du Sparsamkeit verhinderst.
Du kannst den Schwachen nicht stärken, indem Du den Starken schwächst.
Du kannst den kleinen Menschen nicht helfen, indem Du die großen Menschen stürzt.
Du kannst den Lohnempfänger nicht fördern, indem Du den Lohnzahler niederdrückst.
Du kannst den Armen nicht helfen, indem Du den Reichen zerstörst.
Du kannst keine intakte Sicherheit mit geliehenem Geld aufbauen.
Du kannst keine Brüderlichkeit fördern, indem Du den Klassenkampf schürst.
Du kannst nicht Deine Schwierigkeiten lösen, indem Du mehr ausgibst als Du verdienst.
Du kannst Charakter und geistige Stärke der Menschen nicht aufbauen, indem Du ihre Initiative und Unabhängigkeit zerstörst.
Und Du kannst keinem Menschen auf Dauer helfen, indem Du für Ihn tust was er für sich selbst tun müßte und tun sollte.

William H. J. Boetcker – amerikanischer presbyterianischer Geistlicher, geboren in Hamburg (1873-1962), veröffentlicht 1916

Ruhm

Ruhm ist wie ein Fluß, der leichte und aufgeblasene Dinge trägt und schwere und feste Dinge untergehen läßt.

Sir Francis Bacon – englischer Philosoph, Politiker und Schriftsteller (1561-1626), aus dem Essay „Of Praise“ (1612)

Leben

Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst.

Weisheit, wird Hans Christian Andersen zugeschrieben – dänischer Märchendichter (1805-1875)

Perspektive

Ärgere Dich nicht, daß die Rosen Dornen haben, sondern freue Dich, daß die Dornen Rosen haben.

Sprichwort – Zitateheft 2014

Kritiker

Es wurde noch nie eine Statue errichtet, um einen Kritiker zu ehren.

Zig Ziglar – amerikanischer Autor, Motivationstrainer und Unternehmer (1926-2012)

Fokus

Man sieht nur dort etwas, wo man hinschaut, und man findet nur dort etwas, wo man sucht.

wird Karlfried Graf Dürckheim zugeschrieben – deutscher Psychotherapeut und Diplomat (1896-1988), konnte vom Dürckheim Zentrum Rütte nicht bestätigt werden

Alltägliches

Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

Pearl S. Buck – amerikanische Schriftstellerin, Literaturnobelpreis 1938 (1892-1973), Zitateheft 2013

Ausprobieren

Man lebt 75 Tage länger, wenn man das Glück hat, etwas zu essen, was man vorher noch nie gegessen hat.

japanisches Sprichwort – Zitateheft 2013

Wert der Welt

Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.

wird Oscar Wilde zugeschrieben – irischer Schriftsteller (1854-1900), Zitateheft 2016

Traumreise

In Deinen Träumen reist Dein Herz.

Pablo Neruda – chilenischer Dichter, Literaturnobelpreis 1971 (1904-1973), Zitateheft 2013

Trösten

Mitunter heilen, oft lindern, immer trösten.

Dr. Edward Livingston Trudeau – kanadischer Lungenspezialist (1848-1915), Zitateheft 2013

Danken

Nur wer für das Geringe dankt, empfängt auch das Große.

Dietrich Bonhoeffer – deutscher evangelischer Theologe (Bekennende Kirche) und Widerstandskämpfer (1906-1945), Auszug aus „Gemeinsames Leben“ (1939), Zitateheft 2012 + 2013

Stille

Den Wert der Stille erkennt man im Lärm.

Carmen Rubinacci – deutsche Farbdesignerin, Dipl.-Ing. Architektur (*1964), Zitateheft 2012

Freundlichkeit

Ein freundliches Wort kostet nichts und ist doch das schönste aller Geschenke.

wird Daphne du Maurier zugeschrieben – englische Schriftstellerin (1907-1989), Zitateheft 2012

Entscheidungen treffen

Der Tag, an dem Du einen Entschluß faßt, ist ein Glückstag.

japanisches Sprichwort – Zitateheft 2011 + 2012

Blickwinkel

Die Frage ist nicht, was man betrachtet, sondern was man sieht.

Henry David Thoreau – amerikanischer Schriftsteller (1817-1862), in seinem Tagebuch, Zitateheft 2012

Zurückhaltung

Lieber im Verborgenen blühen, als in der Sonne vertrocknen.

Michael Hilti – Mitglied des Verwaltungsrates der Hilti Aktiengesellschaft (*1946), Zitateheft 2011

Wertschätzung

Ich schätze, was ich habe, und bedaure nicht, was ich nicht habe.

Reiner Selz – deutscher Verleger in Frankreich (*1942), Zitateheft 2011

Wem soll es gehören

Daß da gehören soll, was da ist, denen, die gut für es sind,

also:

Die Kinder den Mütterlichen, damit sie gedeihen.

Die Wagen den guten Fahrern, damit gut gefahren wird.

Und das Tal den Bewässerern, damit es Frucht bringt.

Bertold Brecht – deutscher Schriftsteller und Dramatiker (1898-1956), aus „Der kaukasische Kreidekreis“ (1955); von Prof. Dr. Reinhard Pöllath (deutscher Rechtsanwalt,*1948) auf die Frage bezogen, wem Unternehmen gehören sollten, wer der beste Wirt für ein unternehmerisches Vermögen ist, Zitateheft 2011

Tod

Mich läßt der Gedanke an den Tod in völliger Ruhe. Ist es doch so wie mit der Sonne: Wir sehen Sie am Horizont untergehen, aber wir wissen, daß sie ‚drüben‘ weiterscheint.

nach Johann Wolfgang von Goethe – deutscher Dichter (1749-1832), nach Johann Peter Eckermann, Gespräche mit Goethe, 2.5.1824 (1836), Zitateheft 2011

Jugend

Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt – Jugend ist ein Geisteszustand.

wird Albert Schweitzer zugeschrieben – deutsch-französischer Missionsarzt, Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965), Zitateheft 2011

Jahreslosung 2011

Laß Dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

Die Bibel, Römer 12,21 (LUT) – Zitateheft 2011

Intuition

Und bleibe bei dem, was Dir Dein Herz rät; denn Du wirst keinen treueren Ratgeber finden.

Die Bibel, Buch Jesus Sirach 37,17 – Zitateheft 2011

Grundlagen

Autorität kommt von Autor und Qualität kommt von Qual.

Prof. Dr. Heribert Prantl – deutscher Journalist und Publizist (*1953), in der Preisrede anläßlich der Verleihung des Cicero-Rednerpreises 2010, Zitateheft 2011

Glück

Das Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.

Albert Schweitzer – deutsch-französischer Missionsarzt, Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965), Zitateheft 2011

Gleichheit

„Es gibt über Dir keinen Herren und unter Dir keinen Knecht.“

Der prinzipientreue Hanseat lehnt „Auszeichnungen fremder Herren“ ab. Zurück geht diese Tradition auf ein Gesetz im Hamburger Stadtrecht, dem „Ordelbook“ von 1270. Die Tatsache, daß die „äußerlich sichtbaren Ordensinsignien den Dekorierten vor seinen Kollegen und Mitbürgern als einen vorzüglicheren auszeichnen sollen“, galt schon damals als ein Umstand, der in entschiedenem Widerspruch zum bürgerlichen Geiste der Verfassung stehe („Es gibt über Dir keinen Herrn und unter Dir keinen Knecht“). Der Hanseat bekomme seinen Lohn in dem Bewußtsein erfüllter Pflicht, nicht etwa durch Auszeichnungen.

hanseatische Losung – erläutert von der Pressestelle der Freien und Hansestadt Hamburg, Zitateheft 2011

Freiheit

Die Freiheit kann nur erhalten bleiben … , wenn sie nicht bloß aus Gründen der erkennbaren Nützlichkeit im Einzelfall, sondern als Grundprinzip verteidigt wird.

Friedrich August von Hayek – österreichischer Ökonom und Sozialphilosoph, Nobel-Gedenkpreis für Wirtschaftswissenschaften 1974 (1900-1992), aus „Die Ursachen der ständigen Gefährdung der Freiheit“ in Ordo (Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft) Bd. 12, S. 104/106 (1961), Zitateheft 2011

Ewiger Reichtum

Aus der jüdischen Weisheit ist uns eine bemerkenswerte Geschichte überliefert. Sie erzählt von einem Mann, der in den Himmel kommt und dort alles genauso schön vorfindet, wie er sich das erträumt hat: Menschen flanieren über blühende Wiesen, er trifft nur auf freundliche Leute. Und es gibt sogar überall nette Verkaufsstände mit den herrlichsten Leckereien. „Was kostet das denn?“, fragt der Mann den Engel am Stand. „Alles kostet einen Cent“, antwortet der Engel. „Na, wunderbar“, sagt der Mann und holt sein Portemonnaie heraus, „gut, daß ich soviel Geld mitgebracht habe!“ – „Du hast mich falsch verstanden“, sagt der Engel. „Bei uns zählt nicht das Geld, das du mitgebracht hast. Bei uns zählt nur das, was du anderen gegeben hast.“

Jüdische Weisheit, nacherzählt von Pfarrer Joachim Gerhardt – evangelischer Pfarrer und Journalist (*1967), Zitateheft 2011

Ergebnis

Wie gut auch immer die Planung ist, man sollte gelegentlich auch auf das Ergebnis schauen.

wird oft Sir Winston L. Churchill zugeschrieben – britischer Politiker, 1940-45 und 1951-55 Premierminister, Literaturnobelpreis 1953 (1874-1965), kann aber in seinen Schriften nicht nachgewiesen werden, Zitateheft 2011

Beständigkeit

Fußball, Karriere, Geld, alles auf der Welt vergeht. Aber Jesus und das Leben mit ihm hält ewig.

wird Cacau zugeschrieben – eigentlich Claudemir Jeronimo Barreto, deutscher Fußballspieler (*1981)

Wahrheit

Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Zahl der Leute, die von ihr überzeugt sind.

wird Paul Claudel zugeschrieben – französischer Dichter und Diplomat (1868-1955), Zitateheft 2010

Vermögen

Als Vermögen sollte man das bezeichnen, was einer vermag, und nicht das, was einer besitzt.

Werner Mitsch – deutscher Aphoristiker (1936-2009), Zitateheft 2010

Nachfolge

Jeder tritt allein in die Nachfolge, aber keiner bleibt allein in der Nachfolge.

Dietrich Bonhoeffer – deutscher evangelischer Theologe (Bekennende Kirche) und Widerstandskämpfer (1906-1945), aus „Nachfolge“, Dietrich Bonhoeffer Werke, Bd. 4, Zitateheft 2010

Gesetzestreue

In den Gerichtshöfen sollen die Gesetze sprechen, und der Herrscher soll schweigen.

Friedrich II. von Preußen – genannt Friedrich der Große, 1740-86 König von Preußen (1712-1786), Zitateheft 2010

Geben

Gib nichts, bekomme dasselbe. Gib viel, bekomme dasselbe.

wird Malcolm S. Forbes zugeschrieben – amerikanischer Verleger, Forbes Magazine (1919-1990), Zitateheft 2010

Feinde der Freiheit

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.

Marie von Ebner-Eschenbach – österreichische Schriftstellerin (1830-1916), Zitateheft 2010

Alter

Das Alter ist wie eine Woge im Meer. Wer sich von ihr tragen läßt, treibt obenauf. Wer sich dagegen aufbäumt, geht unter.“

wird Gertrud von Le Fort zugeschrieben – eigentlich Freiin Gertrud Auguste Lina Elsbeth Mathilde Petrea von Le Fort, deutsche Schriftstellerin (1876-1971)

Lebe

Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern daß man nie begonnen hat zu leben.

nach Marc Aurel – römischer Kaiser 161-80 (121-180), nach „Selbstbetrachtungen“, Buch 12, Kap. 1 (etwa 168-178)

Leib und Seele

Tue Deinem Leib Gutes, damit Deine Seele Lust bekommt, darin zu wohnen.

nach Teresa von Ávila – spanische Mystikerin und Kirchenlehrerin (1515-1582), aus „Weg der Vollkommenheit“ („Camino de Perfección“, 1566)

Vertiefen

Du kannst Dein Leben nicht verlängern noch verbreitern: nur vertiefen.

Gorch Fock – eigentlich Johann Wilhelm Kinau, deutscher Schriftsteller (1880-1916), aus seinem Tagebuch (1909)

Träume

Nenne Dich nicht arm, weil Deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind, wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.

Marie von Ebner-Eschenbach – österreichische Schriftstellerin (1830-1916)

Gaben

Talent gibt Dir Gott. Sei bescheiden.
Ruhm geben Dir Menschen. Sei dankbar.
Einbildung gibst Du Dir selbst. Sei vorsichtig.

John Wooden – amerikanischer Basketballspieler und -trainer (1910-2010)

Fortschritt

Fortschritt ist das Werk der Unzufriedenheit.

wird Jean Paul Sartre zugeschrieben französischer Philosoph und Schriftsteller, lehnte den Literaturnobelpreis 1964 ab (1905-1980)

Erfahrung

Die eigene Erfahrung hat den Vorzug völliger Gewißheit.

Arthur Schopenhauer – deutscher Philosoph (1788-1860), aus „Die Welt als Wille und Vorstellung“, Kapitel 43 „Erblichkeit und Eigenschaft“

Freiheit

Freiheit bedeutet, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und damit Entscheidungen selbst fällen zu können.

wird Immanuel Kant zugeschrieben – deutscher Philosoph (1724-1804)

Arbitrage

Gib einem Menschen einen Fisch und Du machst ihn satt für einen Tag. Lehre ihn die Kunst der Arbitrage und Du machst ihn satt für immer.

Warren Buffett – amerikanischer Value-Investor, Chairman von Berkshire Hathaway (*1930)

Freiheit

Ein frei denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt.

Heinrich von Kleist – eigentlich Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist, deutscher Dramatiker (1777-1811), in einem Brief an Ulrike von Kleist, Mai 1799

Wahrer Reichtum

Reich ist, wer viel hat; reicher ist, wer wenig braucht; am reichsten ist, wer viel gibt!

Gerhard Tersteegen – evangelischer Theologe und Kirchenlieddichter (1697-1769)

Wahrheit

Die Wahrheit ist die Sonne des Geistes.

Luc de Clapier, Marquis de Vauvenargues – französischer Schriftsteller (1715-1747), aus „Reflexionen und Maximen“ Maxime Nr. 925 (1746)

Umsetzen

Alle guten Grundsätze sind in der Welt vorhanden; man versäumt nur, sie anzuwenden.

Blaise Pascal – französischer Mathematiker und Philosoph (1623-1662), „Pensée Nr. 540“

Hoffnung

Die Hoffnung ist Träumen mit offenen Augen.

wird Aristoteles zugeschrieben – griechischer Philosoph (384-322 v. Chr.), beschrieben in Diogenes Laertios‘ (griechischer Historiker und Doxograph, 3. Jh.) „Leben und Lehre der Philosophen“ (5. Buch, der Peripatos)

Sicherheit

Wenn Ihr rüstet, rüstet Euch im Geiste. Und wollt Ihr Sicherheit, so seid gerecht.

Sprichwort – verwendet auf einer Gedenkmedaille zum 100. Todestag Johann Wolfgang von Goethes (deutscher Dichter, 1749-1832)

Auswirkung

Alles Gute, was geschieht, wirkt nicht einzeln. Seiner Natur nach setzt es sogleich das Nächste in Bewegung.

Johann Wolfgang von Goethe – deutscher Dichter (1749-1832), aus einem Vortrag, veröffentlicht im 14. Goethe-Jahrbuch 1853, Hrsg. Ludwig Geiger

Wünsche

Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen.

Johann Wolfgang von Goethe – deutscher Dichter (1749-1832), aus „Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit“ (1812)

Reden

Am meisten schmerzen uns die Worte, die wir nicht gesagt haben.

Anke Maggauer-Kirsche – deutsche Lyrikerin und Aphoristikerin, Betagtenbetreuerin in der Schweiz (*1948)

Unterstützungsbedarf

Nur ein Fehltritt braucht die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht.

Thomas Jefferson – amerikanischer Politiker, 1801-09 dritter Präsident und Vertreter der amerikanischen Aufklärung (1743-1826), aus Notes on Virginia, Query 17 (1782)

Jung bleiben

Man bleibt jung, solange man noch lernen, neue Gewohnheiten annehmen und Widerspruch ertragen kann.

Marie von Ebner-Eschenbach – österreichische Schriftstellerin (1830-1916), aus „Aphorismen“ (1893)

Aufgabe des Staates

Der wichtigste Gesichtspunkt des Staates muß immer die Entwicklung der Kräfte der einzelnen Bürger in ihrer Individualität sein.

Wilhelm von Humboldt – deutscher Gelehrter und Staatsmann (1767-1835), aus „Ideen zu einem Versuch die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen“, Kapitel 14 (1792)

Geben

Der ist kein Tor, der weggibt, was er nicht behalten kann, um zu gewinnen, was er nicht verlieren kann.

Jim Elliot – eigentlich Philip James Elliot, amerikanischer Missionar (1927-1956), Tagebucheintrag vom 28. Oktober 1949

Demokratie

Die Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, daß wir nicht besser regiert werden als wir es verdienen.

wird George Bernard Shaw zugeschrieben – irischer Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1925 (1856-1950)

Zufriedenheit

Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat, wäre auch nicht zufrieden, wenn er das hätte, was er nicht hat.

wird Sokrates zugeschrieben – griechischer Philosoph (469-399 v. Chr.)

Gute Augenblicke

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.

Ich würde nicht mehr so perfekt sein wollen, ich würde mich mehr entspannen. Ich wäre ein bißchen verrückter, als ich es gewesen bin, ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen. Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen, Sonnenuntergänge betrachten, mehr bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen.

Ich war einer dieser klugen Menschen, die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten; Freilich hatte ich auch Momente der Freude, aber wenn ich noch einmal anfangen könnte, würde ich versuchen, mehr gute Augenblicke zu haben.

Falls Du es noch nicht weißt, aus diesen besteht nämlich das Leben.

wird Jorge Luis Borges zugeschrieben – argentinischer Schriftsteller (1899-1986)

Wie Feiglinge entstehen

Wer Angst sät, wird Feiglinge ernten.

Erhard H. Bellermann – deutscher Ingenieur und Autor (*1937), aus „Gedankenreich“ (2004), Zitateheft 2009

Staat

Mache nie Wetten mit dem Staat, denn am Ende gewinnt immer nur er.

lassen Ilja A. Ilf (1897-1937) und Jewgeni Petrow (J. P. Katajew, 1903-1942) ihren Helden im Buch „Zwölf Stühle“ (1928) sagen – Zitateheft 2008 + 2009

Staat

Es ist die Leistung der Menschen, die den Staat zusammenhält, und nicht die Leistung des Staates, die Menschen zusammenzuhalten.

Dr. Horst Köhler – deutscher Politiker (CDU), 2004-10 Bundespräsident (*1943), aus einem Interview in der FAZ vom 29.12.2007, Zitateheft 2009

Lebensweisheit

Sag, was wahr ist, iß, was nah ist, und trink, was klar ist.

Hedwig Specker – über 90-jährige, rüstige Tante (*1914) von Dr. Alois Teuber, Zitateheft 2009

Grundlagen

Adam Riese kann man nicht abwählen.

Prof. Dr. Lothar Späth – deutscher Politiker (CDU), 1991-2003 Vorstandsvorsitzender der Jenoptik AG (1937-2016), Zitateheft 2009

Freiheit und Knechtschaft

Der eine fragt, was kommt danach,

der andere fragt nur, ist es recht.

Also unterscheidet sich

der Freie von dem Knecht.

Theodor Storm – deutscher Schriftsteller (1817-1888), aus „Gedichte“, Berlin, Schindler 1856. Das Zitat hängt mehrfach in der Zentrale der DM-Drogeriemarkt-Kette von Dr. Götz Werner. Zitateheft 2009

Das Leben

Das Leben ist eine Chance, nutze sie.

Das Leben ist Schönheit, bewundere sie.

Das Leben ist Seligkeit, genieße sie.

Das Leben ist ein Traum, mach daraus Wirklichkeit.

Das Leben ist eine Herausforderung, stelle Dich ihr.

Das Leben ist eine Pflicht, erfülle sie.

Das Leben ist ein Spiel, spiele es.

Das Leben ist kostbar, geh sorgfältig damit um.

Das Leben ist Reichtum, bewahre ihn.

Das Leben ist Liebe, erfreue Dich an ihr.

Das Leben ist ein Rätsel, durchdringe es.

Das Leben ist Versprechen, erfülle es.

Das Leben ist Traurigkeit, überwinde sie.

Das Leben ist eine Hymne, singe sie.

Das Leben ist ein Kampf, akzeptiere ihn.

Das Leben ist eine Tragödie, ringe mit ihr.

Das Leben ist ein Abenteuer, wage es.

Das Leben ist Glück, verdiene es.

Das Leben ist das Leben, verteidige es.

Mutter Teresa – eigentlich Agnes Gonxha Bojaxhiu, indische Ordensgründerin albanischer Herkunft, Friedensnobelpreis 1979 (1910-1997), Zitateheft 2009

Die goldene Regel

Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt!

Die Bibel, Matthäus 7,12 und Lukas 6,31 (NeÜ) – „Was Du nicht willst, daß man Dir tut, das füg auch keinem andern zu!“, Zitateheft 2009

Besitz

Wenn Du etwas hast, was Du nicht weggeben kannst, besitzt Du es nicht, sondern es besitzt Dich.

wird Albert Schweitzer zugeschrieben – deutsch-französischer Missionsarzt, Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965), Zitateheft 2009

Empfehlung

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Deine Worte.

Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Deine Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

anglehnt an das Gedicht „Sow a thought“ von Charles Reade (1814-1884) – wird oft fälschlich als „aus dem Talmud“ zitiert. Siehe auch: http://www.talmud.de/cms/Haeufige_Fragen.377.0.html, Zitateheft 2006

Geben und Nehmen

Nehmen füllt die Hände, Geben füllt das Herz.

Peter Hahne – deutscher Fernsehmoderator, 1992-2009 Mitglied des Rates der EKD (*1952), Zitateheft 2009

Was besagt schlechte Presse?

Lemminge mögen ein mieses Image haben, aber es gab nie schlechte Presse über einen einzelnen Lemming.

Warren Buffett – amerikanischer Value-Investor, Chairman von Berkshire Hathaway (*1930) in seinem Letter to Berkshire Shareholders 1984, Zitateheft 2008

Kassandra-Paradox

Kassandras haben fast nie Recht behalten. Aber sie hätten Recht behalten, wenn es sie nicht gegeben hätte. Sie haben Kreativität ausgelöst.

Dr. Manfred Sliwka- deutscher Unternehmensberater (1930-2009)

Politik

Auf die Frage, ob er in die Politik wechseln wolle: „In der Politik ist diplomatisches Geschick gefragt, in der Industrie klare Entscheidungen. Da bleibe ich lieber in der Industrie.“

Dr. Wendelin Wiedeking – deutscher Manager, Vater des Wiederaufstiegs von Porsche (*1952), Zitateheft 2008

Glück

Das wahre Glück besteht nicht in dem, was man empfängt, sondern in dem, was man gibt.

wird Johannes Chrysostomos zugeschrieben – eigentlich Johannes von Antiochien, griechischer Kirchenlehrer, 398-407 Erzbischof von Konstantinopel (344 oder 349-407), Zitateheft 2008

Geben

Niemand ist je durch Geben arm geworden.

Anne Frank – niederländische jüdische Bankierstochter, starb im KZ Bergen-Belsen (1929-1945), Zitateheft 2008

Unordnung

Wenn ein überhäufter Schreibtisch ein Zeichen für einen überhäuften Geist ist – was zeigt dann ein leerer Schreibtisch?

rhetorische Frage

Wahrheit und Freiheit

Der Geist der Wahrheit und der Geist der Freiheit – dies sind die Stützen der Gesellschaft.

Henrik Ibsen – norwegischer Schriftsteller und Dramatiker (1828-1906), aus „Stützen der Gesellschaft“ (1877)

Demut und Hochmut

Demut hat etwas an sich, was das Herz emporhebt, und Hochmut etwas, was das Herz herabzieht.

Augustinus von Hippo – auch Aurelius Augustinus, frühchristlicher Theologe und Philosoph, einer der vier lateinischen Kirchenlehrer (354-430)

Eigentum

Eigentum ist eine Falle: was wir zu besitzen glauben, besitzt tatsächlich uns.

Alphonse Karr – französischer Schriftsteller (1808-1890), Zitateheft 2005

Schwäche versus Stärke

Nur der Schwache wappnet sich mit Härte. Wahre Stärke kann sich Toleranz, Verständnis und Güte leisten.

Dr. Tilly Boesche-Zacharow – deutsche Schriftstellerin und Verlegerin (*1928), Zitateheft 2006

Preußentum

Vom wahren Preußentum ist der Begriff der Freiheit niemals zu trennen.

Henning von Tresckow – deutscher Generalmajor und Widerstandskämpfer (1901-1944), Zitateheft 2006

Sammlung

Es liegt im Stillesein eine wunderbare Macht

der Klärung,

der Reinigung,

der Sammlung auf das Wesentliche.

Dietrich Bonhoeffer – deutscher evangelischer Theologe (Bekennende Kirche) und Widerstandskämpfer (1906-1945), Zitateheft 2004

Aufmerksamkeit

Aufmerksamkeit ist die höchste aller Fertigkeiten und Tugenden.

wird Johann Wolfgang von Goethe zugeschrieben – deutscher Dichter (1749-1832)

Was zählt

Nicht alles was man zählen kann, zählt; und nicht alles was zählt, kann man zählen.

wird Albert Einstein zugeschrieben – deutscher Physiker, Physiknobelpreis 1921 (1879-1955)

Überfluß und Mangel

Offensichtlich ist es ebenso schwierig mit dem Überfluß richtig umzugehen, wie mit einem Mangel fertig zu werden.

Dr. Heinz Fahrner – deutscher Fasten-Arzt (*1920)

Wesentliches

Man darf nicht das Gras wachsen hören, sonst wird man taub.

Gerhard Hauptmann – deutscher Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1912 (1862-1946)

Zehn Unmöglichkeiten

1. Ihr könnt keinen Wohlstand herbeiführen, indem ihr von Sparsamkeit abratet.

2. Ihr könnt den kleinen Leuten nicht helfen, indem ihr die großen Leute zerstört.

3. Ihr könnt die Schwachen nicht stärken, indem ihr die Starken schwächt.

4. Ihr könnt denen, die ihren Lebensunterhalt verdienen nicht helfen, indem ihr die ruiniert, die sie bezahlen.

5. Ihr könnt den Armen nicht helfen, indem ihr die Reichen ausmerzt.

6. Ihr könnt Schwierigkeiten nicht entgehen, wenn ihr mehr ausgebt, als ihr verdient.

7. Ihr könnt keine Brüderlichkeit schaffen, indem ihr den Klassenhaß schürt.

8. Ihr könnt keine Sicherheit mit geliehenem Geld aufbauen.

9. Ihr könnt Charakter und Mut nicht aufbauen, indem ihr dem einzelnen seine Initiative und Unabhängigkeit nehmt.

10. Ihr könnt den Menschen nie auf Dauer helfen, wenn ihr für sie tut, was sie selber für sich tun könnten und sollten.

Reverend William J. H. Boetcker – amerikanischer presbyterianischer Pastor (1873-1962), wird oft fälschlich Abraham Lincoln zugeschrieben, Zitateheft 2006

Zwölf gute Gründe, in der Kirche zu sein

1. Im christlichen Glauben bewahrt die Kirche eine Wahrheit, die Menschen sich selbst nicht sagen können. Daraus ergeben sich Maßstäbe für verantwortungsbewußtes Leben.

2. In der Kirche wird die menschliche Sehnsucht nach Segen gehört und beantwortet.

3. Die Kirche begleitet Menschen von der Geburt bis zum Tod. Das stärkt auf geheimnisvolle Weise.

4. In der Kirche können die Menschen an einer Hoffung auf Gott teilhaben, die über den Tod hinausreicht.

5. Die Kirche ist ein Ort der Ruhe und Besinnung. Unsere Gesellschaft ist gut beraten, wenn sie solche Orte pflegt.

6. In der Kirche treten Menschen mit Gebeten und Gottesdiensten für anderen ein. Sie tun das auch stellvertretend für die Gesellschaft.

7. Die kirchlichen Sonn- und Feiertage mit ihren Themen, ihrer Musik und ihrer Atmosphäre prägen das Jahr. Die Kirche setzt sich dafür ein, diese Tage zu erhalten.

8. In Seelsorge und Beratung der Kirche wird der ganze Mensch ernst genommen.

9. In Krankenhäusern und anderen Einrichtungen der Kirche schaffen viele haupt- und ehrenamtlich Engagierte ein besonders menschliches Klima.

10. Wer die Kirche unterstützt, übt Solidarität mit den Schwachen.

11. Kirchliche Musik und Kunst sind bis heute prägende Kräfte unserer Kultur.

12. Wo immer Menschen hinkommen oder hinziehen, treffen sie auf die weltweite christliche Gemeinschaft. Dazu kann jede und jeder beitragen.

Weisheit

Pressefreiheit

Müßte ich entscheiden, ob wir eine Regierung ohne Zeitungen oder Zeitungen ohne Regierung haben sollten, ich würde nicht einen Augenblick zögern, Letzteres zu wählen.

Thomas Jefferson – amerikanischer Polititker, 1801-1909 dritter Präsident und Vertreter der amerikanischen Aufklärung (1743-1826)

Die sieben sozialen Sünden

1. Reichtum ohne Arbeit

2. Genuß ohne Gewissen

3. Wissen ohne Charakter

4. Geschäft ohne Moral

5. Wissenschaft ohne Menschlichkeit

6. Anbetung ohne Opfer

7. Politik ohne Prinzipien

Mahatma Gandhi – indischer Politiker (1869-1948), Zitateheft 2007

Geburtsort

Ein Pferd, das im Kuhstall zur Welt kommt, ist deshalb kein Ochse, sondern immer noch ein Pferd.

Hans-Jochen Vogel – deutscher Politiker (SPD), 1972-81 Bundesminister (*1926), Zitateheft 2007

Einheit

Die Einheit in der Vielfalt. Die Vielfalt in der Einheit.

nach Nikolaus von Kues – Kardinal und Universalgelehrter, auch Nicolaus Cusanus (1401-1464)

Zufriedenheit

Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem Rabbi.

„Rabbi“, fragten Sie, „was tust Du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie Du.“

Der antwortete mit einem Lächeln: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.“

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: „Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was Du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?“

Es kam die gleiche Antwort: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.“

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Rabbi nach einer Weile hinzu: „Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr, wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid.

In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Laßt Euch auf diesen nicht meßbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.“

Weisheit – Zitateheft 2005

Seelenheil

Was nützt es, die ganze Welt zu gewinnen und dabei seine Seele zu verlieren? Gibt es etwas Kostbareres als die Seele?

Die Bibel, Matthäus 16,26 (NLB) – Zitateheft 2005

Lernen

Sage es mir, und ich werde es vergessen;

zeige es mir, und ich werde es behalten;

lass‘ es mich tun, und ich werde es können!

Weisheit

Gerechtigkeit

Wenn wir bekommen, was wir verdienen, ist das Gerechtigkeit.

Wenn wir nicht bekommen, was wir verdienen, ist das Barmherzigkeit.

Wenn wir bekommen, was wir nicht verdienen, ist das Gnade.

Sprichwort – Zitateheft 2005