Hohelied der Liebe im Business-Deutsch

Wenn ich alle Sprachen sprechen könnte und ein perfekter Kommunikator wäre, ich aber Menschen nicht lieben könnte, dann würde ich letztlich doch nur Geräusche erzeugen und würde andere nicht erreichen.

Wer Menschen lieben kann, der hat Geduld mit ihnen, der behandelt sie auch fair. Er stellt nicht immer wieder seine eigenen Vorzüge heraus. Er redet nicht zu ihnen herunter. Er spricht mit ihnen, nicht zu ihnen.

Wer Menschen liebt, kann deren Gefühle verstehen. Er sucht nicht immer wieder nach seinem eigenen Vorteil. Er kann sein Ego kontrollieren und läßt seinen Ärger nicht an anderen aus.

Wer Menschen liebt, der ist nicht nachtragend und hält den anderen nicht immer wieder ihre Fehler vor. Er freut sich nicht insgeheim, wenn andere ausrutschen, sondern er freut sich, wenn dem anderen Gutes gelingt.

Wer Menschen liebt, der wird sie nicht aufgeben. Er vertraut ihnen und er traut ihnen etwas zu. Er gibt ihnen Hoffnung und Ermutigung.

nach Paulus (1. Korinther 13,1-8), übertragen von Siegfried Buchholz – ehemaliger BASF-Generaldirektor und christlicher Buchautor (*1930), Zitateheft 2003

Haß

Wenn wir einen Menschen hassen, so hassen wir in seinem Bild etwas, was in uns selbst sitzt. Was nicht in uns selbst ist, das regt uns nicht auf.

Hermann Hesse – deutscher Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1946 (1877-1962), Zitateheft 2003

Handeln

Wer nicht handelt, wird behandelt.

Sprichwort – Zitateheft 2003

Glück

Wer Glück will muß erwerben, was ihm kein Schicksalsschlag entreißen kann.

Augustinus von Hippo – auch Aurelius Augustinus, frühchristlicher Theologe und Philosoph, einer der vier lateinischen Kirchenlehrer (354-430), Zitateheft 2003

Geldstreitigkeiten

Hinter fast allen Streitigkeiten um das Geld stecken tatsächlich ganz andere Gründe.

Leitsatz der Familien-Beratungsstellen – Zitateheft 2003

Gefälligkeit

Aus Gefälligkeit werden weit mehr zu Schurken als aus schlechten Grundsätzen.

Johann Gottfried Seume deutscher Schriftsteller (1763-1810), aus „Apokryphen“ (1811), Zitateheft 2003

Geben und Nehmen

Wer etwas haben will, der muß auch etwas geben.

Martin Luther – deutscher Reformator (1483-1546), Zitateheft 2003

Führung

Versuche niemals, jemanden so zu machen, wie Du selbst bist. Du weißt – und Gott weiß es auch – daß einer von Deiner Sorte genug ist.

Ralph Waldo Emerson – amerikanischer Schriftsteller (1803-1882), beim Gideon-Bund, Zitateheft 2003

Frieden

Es gibt keinen Frieden ohne Freiheit, keine Freiheit ohne Recht, kein Recht ohne Liebe.

Dan Assan – Anwalt für Menschenrechte in Tel Aviv (*1956), Zitateheft 2003

Fehlermachen

Der Profi macht nur neue Fehler. Der Dummkopf wiederholt seine Fehler. Der Faule und der Feige machen keine Fehler.

Oscar Wilde englischer Schriftsteller (1854-1900), Zitateheft 2003

Experten

Das Hauptproblem eines Ministers ist, daß man andauernd Vorschläge von Experten bewerten muß, ohne selbst Experte sein zu können.

Gerhard Stoltenberg – deutscher Politiker (CDU), 1982-89 Bundesfinanzminister (1928-2001), Zitateheft 2003

Ethos

Geld verloren, nichts verloren. Vertrauen verloren, alles verloren.

Robert Bosch – deutscher Unternehmer (1861-1942), Zitateheft 2003

Erfolg

Wenn es so aussieht, als gäbe es nichts mehr zu tun, dann ist schon viel getan.

nach Manfred Geywitz – deutscher Christrosen-Züchter (*1954), Zitateheft 2003

Erkenntnis

Gott lädt uns nicht mehr auf, als wir tragen können.

Weisheit – Zitateheft 2003

Erfahrungen

Es ist besser, aus der Erfahrung anderer als aus eigener Erfahrung zu lernen. Das kostet weniger Geld und weniger Zeit. Je mehr man von anderen lernen kann, desto billiger die eigene Erfahrung.

Romeo Kreinberg – internationaler Top-Manager in der Chemiebranche (*1950), Zitateheft 2003

Eigentum verpflichtet

Wir brauchen keine besseren Spitzenleute. Wir brauchen bessere Eigentümer. Beziehungsweise einst gute Eigentümer, die sich darauf besinnen, wie sie waren, ehe sie die Hybris infizierte.

Helmut A. Gansterer – österreichischer Journalist (*1946), Zitateheft 2003

Eigentümer

Das Problem sind die hysterischen Eigentümer, darunter die heute wichtigen Funds und die Kleinaktionäre. Sie sind hochintelligente Jahreszeitidioten. Ihr Geheul hängt davon ab, wie geschickt die Quartalsberichte geschönt werden.

Helmut A. Gansterer – österreichischer Journalist (*1946), Zitateheft 2003

Entscheidungen

Ein weiser Mann trifft seine eigenen Entscheidung. Ein schwacher Mann ordnet sich der öffentlichen Meinung unter.

Ron Dennis – englischer Unternehmer, ehemaliger Teamchef des Formel 1-Rennstalls West McLaren Mercedes (*1947), Zitateheft 2003

Deutsche

Die Deutschen sind ehrliche Leute.

William Shakespeare – englischer Schriftsteller (1564-1616), aus „Die lustigen Weiber von Windsor“ (UA: 1597), Zitateheft 2003

Definition

Von allen Möglichkeiten, den Menschen zu definieren, ist die die schlechteste, die ihn zu einem rationalen Tier macht.

Anatole France – eigentl. Jacques Anatole François Thibault, französischer Dichter, Literaturnobelpreis 1921 (1844-1924), Zitateheft 2003

Christsein

Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch nicht zum Auto, wenn man in einer Garage steht.

Albert Schweitzer – deutsch-französischer Missionsarzt, Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965), Zitateheft 2003

Charakter

Vielleicht verdirbt Geld den Charakter. Auf keinen Fall aber macht Mangel an Geld ihn besser.

John Ernst Steinbeck – amerikanischer Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1962 (1902-1968), Zitateheft 2003

Bildung

Planst Du für ein Jahr, so säe Korn.

Planst Du für ein Jahrzehnt, so pflanze Bäume.

Planst Du für ein Leben, so bilde Menschen.

Kuan Tzu – chinesischer Gelehrter (etwa 720-645 v. Chr.), Zitateheft 2003

Bibellesen

Die Heilige Schrift lesen, heißt von Christus Rat holen.

Franziskus von Assisi – italienischer Ordensgründer (1181-1226), Zitateheft 2003

Besprechung

Was man nicht bespricht, das bedenkt man auch nicht recht.

Johann Wolfgang von Goethe – deutscher Dichter (1749-1832), aus „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ (1795), Zitateheft 2003

Begeisterung

Mit den Jahren runzelt die Haut. Die Seele aber runzelt mit dem Verzicht auf Begeisterung.

Albert Schweitzer – deutsch-französischer Missionsarzt, Friedensnobelpreis 1952 (1875-1965), Zitateheft 2003

Anfangen

Nur der erste Schritt ist schwer.

Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos – französischer Schriftsteller (1741-1803), aus „Gefährliche Liebschaften“ („Les Liaisons dangereuses“, 1783), Zitateheft 2003

Mißtrauen

Mißtrauen ist ein Zeichen von Schwäche.

Mahatma Gandhi – indischer Politiker (1869-1948), Zitateheft 2003

Fragen

Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer.

chinesische Weisheit – Zitateheft 2003

Statistiken

So zuverlässig sind Statistiken: Ein Millionär und ein Bettler haben durchschnittlich ein Vermögen von einer halben Million.

Harold Wilson – britischer Labour-Politiker, 1964-70 und 1974-76 Premierminister (1916-1995), Zitateheft 2003

Fragen

Nichts prägt unser Leben so sehr, wie die Fragen, die wir stellen, die Fragen, die wir nicht stellen wollen, und die Fragen, die wir niemals zu stellen gedacht haben.

Sam Keen – amerikanischer Philosoph (*1931), Zitateheft 2015