Wohltätigkeit

Die acht Stufen der Tzedaqa:

1. Höchste Stufe: Einen Menschen unterstützen, der in Armut gefallen ist, indem man ihm ein Geschenk gibt oder mit ihm eine Partnerschaft eingeht oder ihm Arbeit gibt, um seine Hände zu ermutigen, damit er andere nicht fragen muß.

2. Wohltätig sein in einer Weise, daß der Spender und der Bedürftige nicht voneinander wissen.

3. Der Wohltäter weiß, wem er gibt, aber der Arme erfährt nicht von der Identität des Spenders.

4. Der Gebende kennt nicht die Identität des Bedürftigen, aber dieser kennt den Spender.

5. Geben, bevor man gebeten wird.

6. Geben, nachdem man gebeten wird.

7. Zwar nicht ausreichend, aber mit Freundlichkeit geben.

8. Mit Unfreundlichkeit geben.

Moses Maimonides – jüdischer Philosoph, Rechtsgelehrter und Arzt, bedeutendster jüdischer Gelehrter (um 1135-1204), aus der Mischne Tora, Hilchot Mat’not Ani’im, Kapitel 10, 7-14 [Tzedaqa: jüdisches Gebot der Wohltätigkeit], Zitateheft 2015